Viele riechen nach Pappe

Speisesalz bei Stiftung Warentest: Discounter-Produkt unter Testsiegern

Salz ist Salz, Hauptsache rein in die Suppe? Das sieht Stiftung Warentest etwas anders. Von „normalem“ Speisesalz ohne jegliche Zusätze über Produkte mit Jod oder reduziertem Natriumgehalt bis zum edlen Fleur de Sel hat das Magazin jetzt 41-mal Speisesalz untersucht. Und eine beachtliche Bandbreite festgestellt, was Geruch und Geschmack angeht. Welches Salz das Test-Team empfiehlt und welches die meisten Mängel aufwies, lesen Sie hier.

Geschmack und Geruch: Zwei Drittel fehlerhaft

Haupt-Testgegenstand war die Sensorik: Fünf geschulte Personen prüften die Salze auf Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und mehr. Hier fiel ihnen bei zwei Dritteln Fehler auf: Einige Salze hatten einen dumpfen beziehungsweise pappigen Geruch, manche schmeckten leicht nach Kräutern. Am wenigsten konnte das Salt Range Himalaya Kristallsalz von Natur Hurtig überzeugen (1,15 Euro pro 100 g) – mit dem Urteil „ausreichend“ (Note 3,7) ist es das Schlusslicht des Tests.

Jod, Natrium, Fluorid: Was soll im Normalo-Salz stecken?

Auch die chemische Qualität war wichtig – hier wurden die Gehalte an Nährstoffen wie Natrium, Fluorid und Jod bestimmt. Womit wir direkt bei der Frage wären: Sollte man im Alltag immer zu Jodsalz greifen? Ja, sagt Stiftung Warentest – denn 30 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Minderjährigen haben laut Robert-Koch-Institut ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung. Mögliche Folgen: Konzentrationsstörungen, erhöhte Blutfettwerte, die Bildung eines Kropfes oder sogar Depressionen.

Um dem Körper eine ausreichende Menge des Spurenelements zuzuführen, empfiehlt das Magazin daher jodiertes Speisesalz. Auch Extra-Fluorid und Folsäure sei nicht verkehrt. Einige Salze enthalten außerdem deutlich weniger Natrium als herkömmliche Salze. Wer diese verwendet, könne seinen Blutdruck leicht senken, wie Stiftung Warentest bemerkt.

Die besten Speisesalze im Test


  • Ein Marken-Klassiker und ein Discounter-Salz sichern sich jeweils mit der Note 1,6 den ersten Platz: Das Bad Reichenhaller AlpenJod-Salz + Fluorid + Folsäure (18 Cent pro 100 g) und das Carat Jodsalz mit Fluorid Feinkörnig von Netto (6 Cent pro 100 g).
  • Unter den natriumreduzierten Produkten ist das Disal Leicht Salz jodiert mit der Note 2,4 am besten (88 Cent pro 100 g). Beim Salz ohne zugesetztes Jod stehen die Bad Reichenhaller Salzblüten (5 Euro pro 100 g) mit der Note 2,0 auf Platz 1.
  • Etwas außer Konkurrenz läuft Fleur de Sel, die „Salzblüte“, die von Hand aus Meeresbuchten abgeschöpft wird. Es sorgt als feines Tischsalz für den Extra-Crunch. Von den sieben geprüften Produkten findet Stiftung Warentest das Flor de Sal d’Es Trenc Natural (5,55 Euro pro 100 g) am besten – Gesamtnote: 1,7. (rka)

Alle Ergebnisse finden Sie auf test.de.

Empfehlung

Rezept der Woche

Ziegenkäse Tartelettes

Ziegenkäse Tartelettes

Benutzerbild von Sheeva1960
Rezept von Sheeva1960
vom 29.01.2023
20 Min
mittel-schwer
günstig
(5)