Kaffeevollautomat: So genießen Sie jeden Tag die perfekte Tasse Kaffee

Frischer Kaffee aus dem Kaffeevollautomaten
Frischer Kaffee auf Knopfdruck: Kein Problem für den Kaffeevollautomaten © picture alliance/chromorange

Otto Bengtson erfand in den 60er Jahren den ersten Kaffeevollautomaten. Dank seiner Innovation beginnt der Tag für viele Deutsche mit einer feinen Tasse Kaffee. Die Frage, ob dieses köstliche schwarze Getränk für Magenprobleme verantwortlich ist, wird immer noch kontrovers diskutiert. Die Vorteile dagegen sind klar: Eine Tasse Kaffee macht munter, fit und hilft der Konzentration. Im Handel gibt es verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Optionen.

Wie funktioniert ein Kaffeevollautomat?

Ein Kaffeevollautomat produziert vollautomatisch Kaffee. Entgegen der allgemeinen Annahme ist diese Art der Kaffeemaschine nicht mit einer Espressomaschine zu vergleichen. Diese arbeitet nach einem anderen Schema. Kaffeevollautomaten sind praktisch und leicht zu bedienen. Sie bestehen aus drei Teilen: dem Mahlwerk, dem Durchlauferhitzer und der Brühgruppe, dem Herzstück einer Kaffeemaschine. Das Mahlwerk zerstößt die Bohnen. Bei den meisten Kaffeeautomaten haben Sie die Option, den Mahlgrad perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse einzustellen. Das Prinzip des Mahlens ist simpel: Ein Kaffeevollautomat hat ein Kegel- oder Scheibenmahlwerk eingebaut, welches die ganze Kaffeebohne zerstückelt. Erst danach beginnt der eigentliche Mahlvorgang.

Beachten Sie, dass nicht jede Kaffeebohne für den Kaffeevollautomaten geeignet ist. In Spanien ist es Tradition, Zucker in die Kaffeebohnen zu mischen und auch in anderen europäischen Ländern gibt der Kaffeehersteller vor dem Rösten Zusatzstoffe hinzu. Das wirkt sich möglicherweise negativ auf das Mahlwerk aus. Mit Zucker kann es verkleben und bei günstigen Bohnen sind unter Umständen kleine Steinchen enthalten, die das Mahlwerk beschädigen und unbrauchbar machen. Der Trester, die Bohnenrückstände, fallen nach dem Kaffeebezug automatisch in einen Auffangbehälter.

Die Kaffeemaschine mit Mahlwerk

Eine Tasse Kaffee neben Kaffeebohnen.
Mit einem Kaffeevollautomaten gelingt frischer Kaffee perfekt. © imago

Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Filterkaffeemaschine. Der Unterschied zum 'normalen' Modell ist das Mahlwerk. Während die normale Filtermaschine nur mit gemahlenen Bohnen funktioniert, haben die modernen Geräte ein eingebautes Mahlwerk für ganze Bohnen. Das eröffnet Ihnen einen breiteren Spielraum bei Ihrem Einkauf. Gemahlener Kaffee verliert rasch sein natürliches Aroma. Über 800 Substanzen verfliegen unterschiedlich schnell beim Rösten. Die verschiedenen Aromen von Bohnenkaffee entfalten sich nach dem Mahlen und schon nach 15 Minuten haben sich rund 60 Prozent der Aromen des gemahlenen Kaffees verflüchtigt. Die Vorteile einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk sind klar: Sie bekommen einen frischen und unverfälschten Kaffeegenuss. Dazu kommt noch, dass Sie weniger Abfall haben. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Kapselmaschinen ist der Trester im Biomüll willkommen.

Kaffeevollautomat vs. Kaffeemaschine vs. Espressomaschine

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie tausend anderen Kaffeetrinkern: Sie lieben Kaffee, haben aber keinen Anhaltspunkt, welche Maschine für Sie die Beste ist. Einer der größten Unterschiede zwischen einem Kaffeevollautomaten und einer Kaffeemaschine ist der fehlende Druck. Eine normale Kaffeemaschine macht den Kaffee durch den langen Kontakt mit den gemahlenen Bohnen bitter. Der Kaffeevollautomat dagegen brüht den Kaffee mit einem Druck von etwa neun Bar und setzt bei diesem Vorgang ätherische Öle und Aromen frei. Durch eine kürzere Brühdauer hat der Kaffee weniger Koffein, Gerbsäuren und Bitterstoffe. Achten Sie auf die Crema: Solange diese erhalten bleibt, hat der Kaffee einen angenehmen Geschmack.


Die Espressomaschine oder Siebträgerkaffeemaschine funktioniert anders als ein Kaffeevollautomat. Gemahlener Kaffee oder spezielle Pads werden mit einem Bajonettverschluss im Siebträger fixiert und dann gebrüht. Etwas anspruchsvoller ist die Maschine beim Reinigen, da Sie das Sieb nach jedem Kaffeebezug abwaschen müssen. Rückstände hinterlassen einen bitteren Geschmack im Kaffee. Bei einer Espressomaschine haben Sie mehrere Alternativen, um die Qualität Ihres Kaffees einzustellen. Allgemein ist der Mahlgrad, die Stärke und Dauer der Brühzeit für den Benutzer leicht regelbar. Auf Ihre Bedürfnisse eingerichtet, bekommen Sie mit einer Siebträgerkaffeemaschine ein besseres Ergebnis als mit einem Kaffeevollautomaten. Eine elektrische Pumpe erzeugt bei einer Espressomaschine den Druck. Allgemein ist dieser ab Werk auf zwölf Bar eingestellt.

Kaffeevollautomat mit oder ohne Milchbehälter?

Frauen trinken Kaffee.
Ob Latte Macchiato oder Cappuccino: Jeder hat seine liebste Kaffeevariation. © contrastwerkstatt - Fotolia

Lieben Sie Kaffeespezialitäten wie Latte macchiato oder Cappuccino? Dann ist ein Kaffeevollautomat mit Milchbehälter für Sie ideal. Wasserdampf, um Milch aufzuschäumen, haben alle Kaffeeautomaten. Beachten Sie aber bitte, dass die Kaffeezubereitung mit diesem System etwas länger dauert. Um den Milchschaum zu erzeugen, muss sich die Kaffeemaschine stark erhitzen. Es dauert je nach Modell zwischen zehn und 30 Sekunden, bis der Bezug von Kaffee wieder möglich ist. Bei gleichzeitiger Nutzung verbrennt sonst der Kaffee. Ein Kaffeevollautomat mit Milchbehälter aus der neuen Generation verfügt über zwei getrennte Heizkreisläufe. So gelingt die Produktion eines Latte macchiato oder Cappuccino zeitgleich. Moderne Modelle haben dafür einen 'Cappuccinatore'. Dieser saugt automatisch Milch aus dem Milchbehälter und verarbeitet sie zu einem Milchschaum.

Die richtige Reinigung für Kaffeevollautomaten

Die meisten Geräte sind mit einem speziellen Reinigungs- und Entkalkungsprogramm ausgestattet. Kaffeevollmaschinen zeigen Ihnen den richtigen Zeitpunkt für das Entkalken an. Beachten Sie die Hinweise des Herstellers und verwenden Sie nur die passenden Entkalkungstabletten. Manche Hersteller haben auch einen Wasserfilter angebracht, diesen sollten Sie ebenfalls regelmäßig austauschen. So verhindern Sie Kalkspuren und unerwünschte Stoffe im Wasser.

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