Saft: Lecker und erfrischend - und manchmal auch richtig gesund!

Saft schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch richtig gesund sein
Am besten ist es, Saft frisch aus Obst oder Gemüse zu pressen © StefanieB. - Fotolia

Saft ist lecker und erfrischend - und kann auch richtig gesund sein

Saft ist ein delikates und erfrischendes Getränk. Hergestellt aus Obst oder Gemüse ist er nicht nur lecker, sondern steckt auch voller Vitamine und Nährstoffe. Um sich Saft nennen zu dürfen, muss er zu 100 Prozent aus Obst oder Gemüse bestehen und darf keine Zusatzstoffe enthalten. Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Saft in allen Supermärkten, viele Menschen bereiten ihn aber auch gerne zu Hause zu. Ob Sie Äpfel entsaften möchten oder Tomatensaft selber machen wollen - der frische Geschmack Ihres Getränks wird Sie sicherlich begeistern. Lesen Sie weiter, um mehr über die Geschichte von Saft zu erfahren und Zubereitungstipps zu erhalten!

Geschichte und Herkunft von Saft

Einer der ersten regelmäßig hergestellten Säfte war Limonade, welche im Mittleren Osten entwickelt wurde. Dieses Getränk wurde im 16. Jahrhundert in Italien populär. Als man erkannte, dass Zitrusfrüchte Skorbut bei Seeleuten verhindern können, wurden Fruchtsäfte oft auf Handelsschiffen mitgeführt. 1869 entwickelte Thomas Welch eine spezielle Methode der Pasteurisierung, um Traubensaft haltbar zu machen. Nach dem Einfüllen des Getränks in Flaschen verschloss er diese und stellte sie in kochendes Wasser. Dieser Prozess tötete die Hefebakterien ab, durch die die Flüssigkeit sonst verderben würde. Heutzutage ist Saft in Deutschland sehr beliebt, pro Kopf werden jährlich im Durchschnitt 32 Liter getrunken.

Sorten und Geschmack von Saft

Es gibt viele verschiedene Säfte, die aus einer großen Anzahl unterschiedlicher Früchte, Gemüse oder aus Nektar hergestellt werden. In Deutschland sind vor allem Apfel- und Orangensaft beliebt – jeder Deutsche trinkt durchschnittlich acht Liter dieser Getränke jährlich. Weitere beliebte Sorten sind Multivitamin-, Trauben- und Ananassaft. Mit der richtigen Ausrüstung können Sie ganz leicht diese und andere Säfte zu Hause zubereiten. Mit einem entsprechenden Gerät können Sie Trauben entsaften, Brombeersaft herstellen und sogar Birnensaft selber machen. Gemischte Säfte, die zum Beispiel Johannisbeeren, Himbeeren, Limetten oder Zitronen enthalten, können ebenfalls in der heimischen Küche zubereitet werden.

Saft hat das ganze Jahr über Saison

Falls Sie planen, Obst- oder Gemüsesaft selbst herzustellen, sollten Sie frische Zutaten verwenden, die gerade Saison haben. Im Frühling eignen sich zum Beispiel Erdbeeren ausgezeichnet. Während des Sommers können Johannisbeeren, Pfirsiche, Aprikosen oder Himbeeren verarbeitet werden. Im Herbst eignen sich Trauben, Birnen, Äpfel und Ananas für selbstgemachte Säfte. Manche Obst- und Gemüsesorten haben fast das ganze Jahr über Saison. So sind zum Beispiel Zitronen, Orangen, Äpfel oder Karotten den Großteil des Jahres über erhältlich. Diese Früchte enthalten viele Vitamine und können jederzeit zu gesunden Getränken verarbeitet werden.

Einkauf von Saft

Beim Einkauf von Saft gibt es mehrere Faktoren zu beachten. Obwohl manche frisch gepressten Säfte in Kühlbereichen des Supermarktes verkauft werden, können Sie die meisten Säfte bei Zimmertemperatur aufbewahren. Säften, die aus Konzentrat hergestellt wurden, sagt man nach, sie seien nicht so gesund. Doch diese Information ist falsch. Bei einem Fruchtsaftkonzentrat wie Apfelsaftkonzentrat wurde lediglich das Wasser entzogen. Wenn keine weiteren Zutaten wie Zucker oder Sirup enthalten sind, ist ein Konzentrat genauso gesund wie Direktsaft. Überprüfen Sie Säfte vor dem Kauf, um sicherzustellen, dass diese keine unnötigen Süßstoffe oder Konservierungsmittel enthalten.

Lagerung und Haltbarmachen von Saft

Wenn möglich, sollten Sie frisch zubereitete Säfte nicht aufheben. Oxidation beginnt mit dem Zeitpunkt, wenn frisches Obst und Gemüse geschnitten wird. Um die meisten Vitamine und Mineralstoffe aus einem selbstgemachten Getränk zu erhalten, sollten Sie dieses gleich nach der Herstellung konsumieren. Besonders grüne Säfte sollten nur im frischen Zustand getrunken werden. Falls Sie Ihr Getränk im Kühlschrank lagern möchten, bewahren Sie es in einem verschlossenen Behälter auf. Eine Thermoskanne ist ideal, aber auch Einmachgläser oder Flaschen reichen aus. Plastikbehälter sind für die kurzfristige Aufbewahrung zwar in Ordnung, sollten aber generell vermieden werden, da sie Fäulnis beschleunigen können.

Zubereitung von Saft

Ein einfacher Weg der Zubereitung von Saft ist die Mischung von Konzentrat und Wasser. Das Entsaften ohne Entsafter klappt mit einer Küchenmaschine, einem Topf und diversen anderen Küchengeräten. Ein Entsafter ist das beste Gerät, um Saft herzustellen. Dieser kann unter anderem Kirschen entsaften oder Traubensaft machen. Das Gerät ist auch ideal, um Gemüsesaft selber zu machen. Je nachdem, was Sie zubereiten möchten, eignet sich auch eine Saftpresse, ein Zentrifugen-Entsafter oder ein Dampfentsafter. Es ist nicht schwer, Apfelsaft selber zu machen, denn Apfelsaft zu pressen ist mit einer Apfelsaftpresse recht einfach. Naturtrüber Apfelsaft aus eigener Herstellung schmeckt gut und ist gesund.

Nährwerte von Saft

Auch wenn er voller Vitamine ist, wird die gesunde Wirkung von Saft oft diskutiert. Er beinhaltet durchschnittlich 500 Kalorien pro Liter. Die gleiche Anzahl an Kalorien findet sich in einem Liter Limonade oder Cola. Auch der als gesund bekannte Orangensaft hat Kalorien - 45 kcal pro 100 ml. In Maßen tragen Obst- oder Gemüsesäfte allerdings definitiv zu Ihrer Gesundheit bei. So ist zum Beispiel Traubensaft sehr gesund, da er viele Flavonoide enthält. Auch Holundersaft ist gesund, da er viel Vitamin C beinhaltet und bei Nebenhöhlenproblemen helfen kann. Und ein Glas Pflaumensaft bei Verstopfung kann Wunder wirken.

Besonderheiten und No-Gos bei Saft

Der Besuch einer Apfelmosterei eignet sich wunderbar, um die herbstliche Apfelernte zu feiern. Genießen Sie frischen Apfelmost oder nehmen Sie ein paar Äpfel mit nach Hause, um damit Saft zu machen oder zu backen. Sollten Sie sich für eine Saftdiät interessieren, sollten Sie erst einmal Vorsicht walten lassen. Diese Diäten schränken die tägliche Kalorienzufuhr auf weniger als 1000 Kalorien pro Tag ein. Die meisten Obst- und Gemüsesäfte versorgen den Körper nicht mit genügend Eiweiß, was zu Muskelabbau führen kann. Anstatt sich einer Saftdiät zu verschreiben oder sich im Fasten zu versuchen, ist es gesünder, sich generell ausgewogen zu ernähren und Sport zu treiben.

Zubereitungstipps und klassische Rezepte für Saft

Eine der beliebtesten Saftarten ist der "grüne Saft". Dieser enthält meistens Spinat oder Kopfsalat und Obst oder Gemüse wie Sellerie, Orangen und Gurken. Derartige Getränke enthalten oft sehr viele Vitamine und sind gut für das Immunsystem. Sie können Säfte auch als Saucen oder Zutaten für andere Gerichte verwenden. So können Sie zum Beispiel frischen Kirschsaft andicken, indem Sie Maismehl oder Stärke benutzen. Durch die Zugabe von Zucker wird daraus eine leckere Kirschsauce für Desserts. Ob Sie frischen Saft zu Ihrem Frühstück lieben oder nach einem einfachen Weg suchen, um mehr Gemüse zu konsumieren: Ein leckerer Saft wird definitiv Ihre Geschmacksnerven erfreuen.

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