Fünf Mythen über die Haltbarkeit: Kann ich das noch essen?

Wann ist Wegwerfen wirklich nötig?

Wenn die Kartoffeln Triebe haben oder die Butter ranzig wird, ist der häufigste Reflex: Lieber wegschmeißen. Doch das ist oft nicht nötig, sagt Ernährungsexpertin Dr. Brigitte Bäuerlein: "Man muss wirklich nicht alles wegwerfen, wir werfen ohnehin zu viele Lebensmittel weg!" Vieles davon kann man noch bedenkenlos essen.

Die größten Mythen:

Mythos Nummer 1: Grüne Bananen sind ungesund

Falsch! Grüne Bananen enthalten ganz wenig Zucker, halten den Insulinspiegel gering und machen satt - aber nicht dick.

Mythos Nummer 2: Pilze darf man nicht nochmal aufwärmen

Falsch! Wenn man ein Pilzgericht nach dem Zubereiten im Kühlschrank runterkühlt  - das ist durchaus auch noch nach den Essen möglich, wenn was übrig geblieben ist - dann kann gar nichts passieren.

Mythos Nummer 3: Gekeimte Kartoffeln und Zwiebeln sind schädlich

Wahr und falsch! Bei den Kartoffeln sollte man die Triebe und die grünen Stellen entfernen. Sie enthalten Solanin und können Darmbeschwerden verursachen. Sind die Triebe sehr groß, sollte man die Kartoffel entsorgen. Gekeimte Zwiebeln kann man komplett verwenden.

Mythos Nummer 4: Ranzig verfärbte Butter sollte man nicht mehr verwenden

Falsch! Das ist überhaupt nicht gesundheitsschädlich. Man kann die ranzige Stelle abschaben und die restliche Butter verwenden. Wenn allerdings jemand einen Ekel dagegen entwickelt, dann vielleicht doch lieber wegschmeißen.

Mythos Nummer 5: Abgelaufene Lebensmittel gehören weg

Wahr und falsch! Es kommt auf das Lebensmittel an. Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet, dass der Hersteller die Garantie gibt, dass das Produkt bis zu diesem Datum einwandfrei ist. Wird das überschritten und setzt sich zum Beispiel beim Joghurt Wasser oben ab, heißt das noch lange nicht, dass das verdorben ist. Einfach mal dran riechen und probieren - so merkt man sofort, ob man es noch essen kann. Das gilt aber nicht für frisches Fleisch. Abgelaufenes Fleisch gehört sofort in den Müll!

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