Emotional Eating: Wenn Essen zum Seelentröster wird

Emotional Eating: Wie entkommt man dem Teufelskreis?
Emotional Eating: Wie entkommt man dem Teufelskreis? 08:50

Emotional Eating: Wenn eigentlich nur die Seele Hunger hat

Etwas Süßes zum Trost oder als Selbstbelohnung, als Nervennahrung oder einfach am Abend auf dem Sofa, weil es doch so gemütlich ist - Gründe um zu essen, obwohl man eigentlich keinen Hunger hat, finden sich immer. Und leider hat man in solchen Fällen dann eher Appetit auf Dinge, die der Gesundheit oder der Figur nicht ganz so gut tun. Experten sprechen in dem Zusammenhang von 'Emotional Eating'.

Gerade bei Menschen, die oft oder sogar permanent das Gefühl haben, unter Stress zu stehen oder keine Zeit für eine ruhige Mahlzeit zu haben, wird der Griff zum schnellen Snack zwischendurch schnell die Regel. Dann gibt es eben nur die schnelle Tiefkühlpizza oder den Schokoriegel.

Doch bei vielen Menschen, die versuchen Stress oder schlechte Gefühle durch Essen zu kompensieren, stellt sich dann ein regelrechter Teufelskreis ein: Nach dem Essen aus Frust kommen dann die Schuldgefühle, die dann wiederrum durch noch mehr Essen gedämpft werden müssen. Die Folge ist dann oft unkontrollierbare Gewichtszunahme, mit den dazugehörigen Begleiterscheinungen für Gesundheit und Psyche. Doch wie kann man diesen Teufelskreis durchbrechen?

Wichtig ist, zunächst einmal sich selbst zu fragen, warum man gerade essen will - obwohl man doch eigentlich schon längst satt ist. Frust, Stress, Angst und schon greift man zu Schokolade, Chips und Fastfood. Aber fühlt man sich danach wirklich besser? Wohl eher das Gegenteil.

Die Therapeutin Maria Sanchez ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und ist auf das Thema emotionales Essen spezialisiert, weil sie selbst jahrelang damit zu kämpfen hatte. Ihrer Meinung nach bedeutet emotionales Essen, dass wir essen, obwohl unser Körper nicht das Signal Hunger gegeben hat. Denn wenn wir letztendlich keinen körperlichen Hunger haben, lautet ja die Frage: Wonach hab ich denn eigentlich Hunger?

Diese emotionalen Gründe können verschiedenste Ursachen haben: Momentane Überforderung bis hin zu schmerzhaften Ereignissen in der Vergangenheit. Ein einzelnes Ereignis kann dann

dazu führen, dass Essen zum unkontrollierbaren Seelentröster wird. Der erste Schritt kann dabei sein, sich selbst seine Gefühle offen einzugestehen und sie nicht zu verleugnen.

Wichtig für eine dauerhafte Umstellung ist darauf zu achten: Habe ich körperlichen oder emotionalen Hunger? Wer isst, ohne satt

zu werden, sollte immer wieder Pausen machen. Doch das Wichtigste: Probleme angehen, die dahinter stecken könnten, damit Essen gar nicht erst zum Seelentröster werden muss.

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