Weizengras im Check: Was kann das Superfood wirklich?

Weizengras im Check: Was kann das neue Superfood wirklich?
Weizengras steckt voller VItamine. Wie viele genau ist bislang aber noch unklar.

Weizengras steckt voller Vitamine - doch das ist nur die halbe Wahrheit

Trinken Sie gerne Smoothies? Wenn Sie öfter Mal in eine Saft- oder Smoothie-Bar gehen, dürfte Ihnen eine Zutat sicherlich bekannt vorkommen: Weizengras! Der grüne Naturstoff gilt als DAS Superfood und darf längst in keinem Bioladen mehr fehlen. Doch was ist das eigentlich und wird es dem Hype gerecht? Wir haben Weizengras mal genauer unter die Lupe genommen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei Weizengras um die Halme des Weizens. Geerntet werden diese aber bereits vier bis zehn Tage nach der Keimung, also lange bevor sich die Ähre bildet. Im Gegensatz zu den Weizenkörnern ist das Gras zudem glutenfrei.

Doch das ist längst nicht alles, was die grünen Halme zu bieten haben. Das Superfood wird vor allem für seinen Vitamin-Reichtum gepriesen. So soll es die wichtigen Nährstoffe Eisen, Calcium, Zink, Vitamin A, C und E enthalten. Wie viel genau, ist allerdings nicht bekannt. Im Gegensatz zu seinen Superfood-Kollegen gibt es bislang keine Nährstofftabelle für Weizengras.

Was man allerdings weiß, ist, dass der Nährstoffgehalt in den Pulverprodukten – in dieser Form wird Weizengras in den meisten Fällen angeboten – wesentlich geringer ist, als in den frisch geernteten Halmen. Und Vorsicht: ‚Öko-Test‘ hat bei einem Test im April 2016 in einem Bio-Weizengraspulver Pestizide nachgewiesen. Testurteil: mangelhaft!

Aussagekräftige Studien? Fehlanzeige!

Wie gesund ist Weizengras also wirklich? Sicherlich stecken in dem Naturpropukt reichlich gesunde Nährstoffe. So soll etwa das enthaltene Lutein, ein pflanzliches Beta-Carotin, unsere Augen schützen. Und auch bei der Behandlung von Brustkrebs wird Weizengras eine unterstützende Wirkung nachgesagt. Eine israelische Studie aus dem Jahr 2007 soll Hinweise darauf geliefert haben, dass Weizengras die knochenmarkschädigenden Nebenwirkungen während einer Chemotherapie verringern kann. Da das Produkt bei einem Fünftel der Patienten allerdings Übelkeit auslöste, wurde die Einnahme wieder abgebrochen.

Wem Wiesengras also schmeckt, darf auch weiterhin seinen Smoothie damit anreichern. Für alle anderen: Eine Handvoll Spinat oder Kohl tut es auch.

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