Stiftung Warentest prüft Filterkaffeemaschinen: Klare Geschmacksunterschiede

Ein Mann gießt sich am Morgen eine Tasse Kaffee aus einer Filtermaschine ein.
Stiftung Warentest prüfte 15 Filterkaffeemaschinen – das Ergebnis: fast alle liefern gute Ergebnisse. © iStockphoto

Filterkaffee feiert Comeback

Der Filterkaffee hat sich längst vom Image der wässrigen Büro-Brühe gelöst: In den hippen Cafés der Großstädte, aber auch in privaten Küchen ziehen viele die einfache Zubereitung Kapselautomaten und komplizierter Barista-Technik mit Siebträgern vor. Nun hat die Stiftung Warentest 15 Filterkaffeemaschinen zwischen 20 und 160 Euro getestet. Das Ergebnis: Fast alle davon sind gut, im Geschmack zeigen sich jedoch klare Unterschiede – unabhängig vom Preis.

Geschmack wichtigstes Kriterium

Für den Test setzten geschulte Prüfer bei allen Maschinen die gleiche Menge Wasser und Kaffeepulver ein und benutzten auch für alle Maschinen die gleiche Kaffeesorte. Im Schnitt brauchten die Geräte zehn Minuten für acht Tassen frisch gebrühten Kaffee. Während elf von ihnen das wachmachende Getränk mit Glaskanne und Wärmeplatte warmhalten, setzen vier auf eine Thermoskanne.

Der wichtigste Aspekt der Untersuchung war der Geschmack: Ist das Ergebnis des Brühvorgangs vollmundig, wässrig oder gar bitter? Hier schnitt eine relativ günstige Maschine am besten ab: Die Melitta Look Therm für 57 Euro erhielt dank intensiven Kaffeegeschmacks die Bestnote in der sensorischen Prüfung und wurde mit 1,9 auch insgesamt am besten bewertet.

Ebenfalls überzeugen konnten die Modelle Pro Aroma Plus KM321 von Krups (50 Euro/Note 2,0), Café Gourmet HD5408/20/B von Philips (100 Euro/Note 2,1) sowie Elegance 23370-56 von Russell Hobbs (91 Euro/Note 2,1). Viele der Testmaschinen zeigten in Sachen Aroma keine Besonderheiten und bewegen sich im Mittelfeld. Die günstigste, KA3473 von Clatronic für 20 Euro, bereitete einen eher wässrigen Kaffee zu und erhielt mit 2,6 eine der schlechtesten Bewertungen.

Extraktgehalt unterschiedlich ausgeprägt

Neben dem Geschmack war auch der Extraktgehalt im Kaffee ein wichtiges Kriterium. Der zeigt an, wie effektiv die Maschine mit dem heißen Brühwasser die Inhaltsstoffe aus dem braunen Pulver herauslösen kann. Das beste Ergebnis brachte hier die Philips Café Gourmet, die schlechteren Plätze belegen Geräte von Russell Hobbs, Severin und Profi Cook. Insgesamt bekamen jedoch fast alle Filtermaschinen ein solides "Gut", lediglich zwei erreichten nur die Note "Befriedigend".

Mehr Details zu den Prüfmethoden, Einzelbewertungen und Geräteeigenschaften finden Sie auf der Website der Stiftung Warentest.

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