Spülmaschine: So wird der Geschirrspüler-Kauf eine saubere Sache

Frau räumt Spülmaschine aus
Einfach sauber: Gute Geschirrspüler gibt es auch vergleichsweise günstig © iStockphoto

Geschirrspüler-Kauf: Reicht ein günstiges Modell?

Geschirrspülmaschinen gibt es bereits für 200 Euro, für die teuersten Geräte legen Sie aber locker mehr als 3.000 Euro hin. Was für eine Spannweite! Doch wo liegen die Unterschiede? Reicht womöglich ein günstiges Modell? Und was ist beim Kauf eines Geschirrspülers ansonsten zu beachten? Hier sind die wichtigsten Tipps – sowie empfehlenswerte Geräte.

Was ist bei Geschirrspülmaschinen zu beachten?

ILLUSTRATION - Eine Miele-Geschirrspülmaschine wird am Freitag (10.07.2009) in Herdecke ausgeräumt. 80 Jahre Geschirrspülmaschinen in Europa - das sind auch 80 Jahre Szenen einer Ehe. An der heiklen Frage, wie man das Geschirr optimal hineinstellt, d
Geschirr rein – und los. Nicht nur auf eine gute Handhabung müssen Sie beim Kauf des Geschirrspülers achten © picture-alliance/ dpa, Bernd Thissen

Welche Bauform passt? 
Geschirrspüler gibt es in verschiedenen Bauarten: Hersteller unterscheiden dabei in "vollintegriert", "teilintegriert" oder "freistehend". Vor dem Gerätekauf ist zu prüfen, welche Form für Sie infrage kommt.

  • Voll­integrierte Geräte* lassen sich in einem bereits bestehenden Küchensystem – etwa in Ihrer Einbauküche – verwenden. Sie sind komplett mit einer Möbeltür verkleidet und daher nicht zu sehen. Sie passen also perfekt in das Design Ihrer Küche. 
  • Teilintegrierte Geschirrspülmaschinen* sind wie vollintegrierte Geräte in eine Einbauküche eingelassen und mit einer Möbelfront verkleidet. Die Bedienblende ist jedoch zu sehen. 
  • Ein freistehendes Modell* besitzt keinerlei Verkleidungen. Vorteil dieser Bauweise: Solche Geräte lassen sich prinzipiell überall aufstellen. Freistehende und teilintegrierte Geschirrspüler sind in der Regel etwas günstiger als vollintegrierte Geräte. 

Saubere Bedienung
Die Handhabung einer Geschirrspülmaschine erscheint auf den ersten Blick simpel: Programm wählen, Spülmaschinentab* rein, Starttaste drücken – fertig. Doch nach einiger Zeit zeigen sich möglicherweise Hürden. Prüfen Sie daher vor dem Kauf möglichst beim Fachhändler, ob sich Reiniger, Salz und Klarspüler ohne größere Probleme und Verrenkungen nachfüllen lassen und der Grobfilter gut erreichbar ist.  

Wohin mit dem Besteck?
Vor dem Kauf stellt sich möglicherweise die Frage: Soll eine Besteckschublade oder ein Besteckkorb in den Geschirrspüler? Eines ist sicher: Auf das Spülergebnis hat die Wahl keine Auswirkung – mit beiden Optionen wird das Besteck sauber. Der Korb nimmt nur etwas mehr Platz im Gerät ein. Grundsätzlich ist die Wahl aber Geschmackssache – viele Hersteller bieten Geschirrspüler mit beiden Optionen an.

Sauberes Geschirr ist Programm
Die meisten aktuellen Geschirrspüler bieten zahlreiche Waschprogramme, mit denen sich unter anderem gezielt je nach Verschmutzungsgrad reinigen lässt. Ein Intensivprogramm etwa löst hartnäckigen Dreck – dazu sind allerdings hohe Temperaturen und lange Spülzeiten notwendig. Sehr viel umwelt- und ressourcenschonender arbeiten Eco- beziehungsweise Sparprogramme: Da liegen die Temperaturen vergleichsweise niedrig – längere Einwirkzeiten sollen dafür sorgen, dass sich der Schmutz dennoch löst. Auch über ein Kurzprogramm verfügen die meisten Geschirrspüler. Das kommt zum Einsatz, wenn es schnell gehen muss – etwa bei einer Familienfeier. Doch der Qui­ckie ist nicht günstig: Wasser- und Energieverbrauch liegen vergleichsweise hoch. Wer sich nicht sicher ist, welcher Modus zu wählen ist, nutzt das Automatikprogramm. Dann passt der Geschirrspüler Laufzeit, Temperatur und Wassermenge an die Füllmenge an. 

Testsieger: Miele G6770 SCVi / G6730 SCi

Miele G6770 SCVi
Saubere Leistung: Der Miele G6770 SCVi schnitt im Test von Stiftung Warentest am besten ab © Miele

In Ausgabe 10/2019 von Stiftung Warentest schnitt der vollintegrierbare Geschirrspüler Miele G6770 SCVi am besten ab. Die Tester lobten den “guten” Stromverbrauchswert beim Automatikprogramm, die geringe Geräuschentwicklung, eine hohe Haltbarkeit im Dauertest, einen sicheren Betrieb inklusive gutem Schutz vor Wasserschäden sowie die Handhabung. Beim Reinigen mit dem Kurzprogramm fiel hingegen ein vergleichsweise hoher Stromverbrauch auf und auch die Trocknung fällt beim Sparprogramm nur “befriedigend” aus. Unterm Strich gab es für den Miele G6770 SCVi die Gesamtnote "gut" (2,0). Qualität hat aber leider bekanntlich auch ihren Preis: Mit circa 1.300 Euro ist diese Spülmaschine sicher kein Schnäppchen. 

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  • Voll- beziehungsweise teilintegrierbare Geschirrspülmaschine
  • Energieeffizienzklasse: A+++
  • Wasserverbrauch: 9,7 Liter
  • Luftschallemission: 44 dB (A)
  • Breite: 60 Zentimeter
  • Preise: circa 1.300 Euro (G6770 SCVi)

Übrigens: Der Hersteller bietet das Gerät auch als teilintegrierbares Modell unter der Produktbezeichnung Miele G6730 SCi für rund 100 Euro weniger an, für das Stiftung Warentest dieselbe gute Wertung vergab.

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Preis-Leistungs-Tipp: Neff GV6801T / Neff GI6801TN

Neff GI6801TN
Gut und vergleichsweise günstig: der Neff GI6801TN Geschirrspüler © Neff

Mit der Testnote 2,1 sind der vollintegrierbare Geschirrspüler Neff GV6801T (S516T80X1E)* sowie das halbintegrierbare Modell Neff GI6801TN (S416T80S1E)* dem Testsieger dicht auf den Fersen – kosten dabei aber nur etwa halb so viel. Sie erhielten jeweils die Testnote 2,1. Die Neff-Geräte schnitten bei der Dauerprüfung, der Handhabung, beim Sparprogramm sowie in puncto Sicherheit “gut” ab, für die Geräuschentwicklung gab es sogar “sehr gute” Wertungen. Im Kurzprogramm verbrauchten die Maschinen allerdings etwas mehr Strom und das Geschirr war nicht vollumfänglich sauber. Zudem fiel die Trocknung beim Sparprogramm befriedigend aus. Unterm Strich bekommen Sie zum Preis von circa 650 Euro aber eine richtig gute Geschirrspülmaschine.

  • Voll- beziehungsweise teilintegrierbar
  • Energieeffizienzklasse: A+++
  • Luftschallemission: 42 dB (A)
  • Wasserverbrauch: 9,5 Liter
  • Breite: 60 Zentimeter
  • Preis: circa 650 Euro

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Der Innovative: Samsung DW60M9550BB/EG

Samsung DW60M9550BB/EG
Samsungs DW60M9550BB/EG zeigt: Innovation liefert nicht automatisch gute Ergebnisse © Samsung

Samsungs vollintegrierbarer Geschirrspüler DW60M9550BB/EG setzt auf eine sogenannte Waterwall – also auf eine Wasserwand. Das Prinzip hinter dem Marketingbegriff: Er besitzt keine rotierenden Sprüharme wie gewöhnliche Geschirrspüler. Stattdessen spritzt eine am Boden befestigte Schiene Wasser nach oben, während sie vor- und zurückfährt. Doch was bringt die ungewöhnliche Technik? Im Testlauf von Stiftung Warentest zeigte der Geschirrspüler beim Sparprogramm gute Ergebnisse, das Geschirr war sauber. Auch bei den Disziplinen Geräuschentwicklung und Handhabung gab es die Note 2. Anders das Resultat im Kurzprogramm: Hier blieben viele Speisereste am Geschirr. Nicht der einzige Makel: Im Dauertest liefen zwei von drei Samsung-Maschinen nicht fehlerfrei – beispielsweise stand nach 265 Wascheinsätzen in der Bodenwanne eines Testgeräts Wasser. In dieser Disziplin gab es eine “ausreichende” Wertung – dieselbe Note vergab Stiftung Warentest als Gesamtwertung für das Gerät. Da hilft es auch nicht viel, dass der DW60M9550BB/EG mit knapp 650 Euro zu den eher günstigeren Geräte am Markt gehört. 

  • Vollintegrierbare Geschirrspülmaschine
  • Energieeffizienzklasse: A+++
  • Wasserverbrauch: 9,7 Liter
  • Breite 59,8 Zentimeter
  • Luftschallemission: 42 dB (A)
  • Preis: circa 650 Euro

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Stromspar-Tipp: Auf EU-Label achten!

Besonders wichtig beim Kauf: Prüfen Sie das EU-Effizienz-Label! Mit nur einem Blick erhalten Sie so Informationen über Energieverbrauch, das Reinigungs- sowie das Trocknungsvermögen. Die Energieeffizienz teilt man in Stufen zwischen A und G ein – besonders sparsame Geräte erhalten die Einstufung A+++, wahre Stromfresser sind mit einem G versehen – wobei Geschirrspüler der Kategorien D und G inzwischen nicht mehr auf dem Markt zu finden sind. Ebenfalls auf dem Label vermerkt: Zwischen A und G stuft man auch die Reinigungswirkungsklasse sowie die Trockenwirkungsklasse von Geschirrspülern ein. Auch interessant ist die Geräuschentwicklung – moderne leise Geräte liegen bei etwa 40 Dezibel (dB). Und der Wasserverbrauch effizienter Maschinen rangiert bei circa 10 Litern. Aber Achtung: Die auf dem Label genannten Werte beziehen sich auf die Sparprogramme der Maschinen. Über die Effizienz in anderen Modi sagen die Werte nichts aus. 

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