Kräuter: So geht die richtie Pflege, Ernte und Lagerung

Kräuter: So geht die richtie Pflege, Ernte und Lagerung
So werden Küchenkräuter richtig gepflegt, geerntet und gelagert, damit sie lecker und gesund bleiben.

Kräuter: Herkunft und richtige Pflege

Die bei uns heimischen Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder auch Pfefferminze mögen es eher feucht und nicht ganz so sonnig. Die mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano brauchen hingegen weniger Wasser, dafür aber viel Sonne. Auch das Basilikum mag es nicht ganz so feucht und ist ebenso ein Sonnenanbeter, es kommt nämlich ursprünglich aus Indien. Zudem sollte man das Basilikum nicht von oben gießen, sondern das Wasser in einen Untertopf geben, dann kann sich das Basilikum das Wasser, das es zum Wachsen braucht, selbst ziehen. Wenn sich bereits ein großer Wurzelballen gebildet hat und die Wurzeln aus dem Topf wachsen, dann ist es höchste Zeit umzutopfen. Für die südländischen Vertreter sollte man die Blumenerde am besten mit etwas Kies und Sand mischen, damit keine Staunässe auftreten kann. Aus dem gleichen Grund sollte eher vormittags und nicht abends gegossen werden. Für alle mediterranen Balkon-Kräuter gilt, dass sie zur Winterzeit besser nach drinnen gebracht werden sollten. Ein heller und kühler Standort ist dabei ideal. Die heimischen Kräuter können hingegen ohne Probleme draußen überwintern.

Ernte und Küchenzauber:

Während man beim Rosmarin und Thymian ganze Äste erntet, sollte man beim Basilikum und der Petersilie die oberen Blatttriebe und keine einzelnen Blätter abknicken. Dadurch können die Pflanzen besser in die Breite wachsen. Hat man die Kräuter erst einmal geerntet, müssen sie möglichst schnell in der Küche zum Einsatz kommen, denn ihre ätherischen Öle verflüchtigen sich relativ schnell und mit ihnen auch das Aroma der würzigen Pflanzen. Wichtig bei der Zubereitung der meisten Kräuter ist, dass sie nicht zu früh und nicht zu heiß verarbeitet werden. Besonders das Basilikum sollte erst spät der Speise zugefügt werden. Wie beim Klassiker schlechthin - mit Tomaten und Mozzarella serviert - entfaltet das Basilikum sein Aroma am besten frisch und als ganzes Blatt.

Käuter sind eine echte Naturarznei

Tatsächlich haben die Kräuter eine unglaublich positive Wirkung auf unsere Gesundheit: Rosmarin ist gut gegen Nervosität und Kreislaufschwäche. Dill beugt Infektionen vor und kann das Immunsystem stärken. Thymian hilft bei Atemwegserkrankungen oder körperlicher Erschöpfung. Der Salbei empfiehlt sich bei Hals- und Magenschmerzen. Auch das Basilikum besitzt heilende Kräfte: zum Beispiel gegen Hautkrankheiten, gegen Mundgeruch und es beruhigt die Nerven. In Indien gilt es als heiliges Gewürz und ist aufgrund seiner heilenden Kräfte den hinduistischen Göttern Krishna und Vishnu geweiht.

Kräuter trocknen

Wer seine Kräuter trocknen will, kann dies schnell und gut mit der Mikrowelle tun. Dabei auf Küchenpapier legen, das saugt die Flüssigkeit auf. Je nach Stärke und Feuchtigkeitsgehalt dauert das Trocknen zwischen einer und vier Minuten. Auch im Backofen können Kräuter getrocknet werden, den Ofen auf die niedrigste Stufe stellen und einen Spalt offen stehen lassen. Nach dem Trocknen die Blätter am besten in dunkle Glasbehälter füllen, bei hellen Gläsern zerstört das einfallende Licht das Aroma schneller. Und hier noch ein Küchentipp: Kräuter, die bereits die Blätter hängen lassen, können oft noch gerettet werden, indem man sie für ein bis zwei Minuten in Eiswasser legt.

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