Backen ohne Zucker: Wie schmecken Kuchen mit Stevia und Birkenzucker?

Weniger Kalorien bei gleichem Geschmack?

Einen Kuchen backen ganz ohne normalen Zucker - geht das? Wir wollten das genau wissen und haben zwei Zucker-Alternativen getestet: Stevia und Birkenzucker. Sie sollen gesünder sein und weniger Kalorien haben. Klingt erst einmal toll. Aber wie schmeckt der zuckerfreie Kuchen am Ende? Und welche Vor- und Nachteile gibt es noch?

Drei Süßungsmittel: Normaler Zucker, Stevia und Birkenzucker
Mit welcher Süße gelingt der Schokokuchen am besten: Mit normalem Zucker, Stevia oder Birkenzucker?

Stevia und Birkenzucker: Eignen sich diese beiden Zuckerersatz-Stoffe zum Kuchenbacken? Für unseren Test haben wir drei Schokoladenkuchen gebacken. Bis auf die Süßungsmittel waren dabei alle Zutaten gleich. Für den ersten Kuchen haben wir normalen Zucker verwendet, für den zweiten Stevia und für den dritten Birkenzucker.

Stevia wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen. Die Vorteile gegenüber normalem Zucker: Stevia hat fast keine Kalorien und schont die Zähne. Denn es hat keine karieserzeugenden Eigenschaften.

Birkenzucker, auch Xylitol genannt, wurde früher aus Birkenrinde hergestellt. Heute wird er aus Mais gewonnen. Auch er hat gegenüber Zucker weniger Kalorien und greift auch die Zähne weniger an. Allerdings kann er bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Wer aber nicht ausschließlich mit Birkenzucker süßt, braucht sich deswegen keine Gedanken zu machen.

Ein Kuchen - drei Zuckerarten

Schokokuchen mit Zucker

Bei dem klassischen Rezept kommen 200 Gramm normaler Zucker in den Teig. In unserem Test ist der Teig damit schön weich und cremig geworden. Auch geschmacklich lag dieser Kuchen vorne: Er war locker und schmeckte sehr gut und nicht künstlich. Auch in Sachen Preis war er ein klarer Sieger: Mit 34 Cent für den Zucker. Allerdings war er auch der kalorienreichste mit 425 Kalorien pro Stück.

Schokokuchen mit Stevia

In dem zweiten Kuchen sollte Stevia für die nötige Süße sorgen. Ein Teelöffel Zucker entspricht laut Etikett einem Teelöffel Stevia. Ein Teelöffel Zucker wiegt fünf Gramm, bei Stevia sind es nur 0,5 Gramm. Wir ersetzten also 40 Teelöffel Zucker durch 40 Teelöffel Stevia. Doch der Teig ist nicht richtig gelungen – im Vergleich zu herkömmlichem klebte er an der Schüssel. Der zweite Nachteil – es ist viel weniger Teig daraus geworden. Schließlich fehlt bei Stevia die Masse: Bei 40 Teelöffeln Zucker wären es 200 g, bei 40 Teelöffeln Stevia waren es nur 20 Gramm. Dementsprechend war auch der Kuchen der kleinste von allen drei. Leider konnte er auch geschmacklich nicht überzeugen – er hatte einen bitteren Nachgeschmack. Preislich lag dieser Kuchen im Mittelfeld: Stevia ist günstiger als Birkenzucker, aber doppelt so teuer wie normaler Zucker. Nur kalorientechnisch konnte der Stevia-Kuchen gewinnen: Nur 370 kcal pro Stück.

Schokokuchen mit Birkenzucker.

Die Dosierung bei Birkenzucker funktionierte genau wie bei Stevia: Zucker wird 1:1 dadurch ersetzt. Also haben wir 200 Gramm Birkenzucker für unseren Kuchen benutzt. Der Teig ließ sich toll verarbeiten und sah viel cremiger und luftiger aus als der mit Stevia. Nach dem Backen war der Kuchen etwas dunkler als der mit normalem Zucker. Geschmacklich landete er auf Platz 2. Er schmeckte lecker, süß, aber auch ein bisschen trocken. Einen Nachteil hat Birkenzucker dennoch: Er ist teuer. Die für diesen Schokokuchen benötigte Menge kostete satte 4,60 Euro. Mit 390 kcal pro Stück liegt der Birkenzucker-Kuchen im Mittelfeld.

Fazit: Die Zuckeralternativen sind etwas Figur freundlicher. Den Zähnen tut man damit auf jeden Fall etwas Gutes, denn Stevia und Birkenzucker verursachen keine Karies. Und auch geschmacklich ist zumindest der Birkenzucker eine leckere Alternative zu Zucker - die allerdings ihren Preis hat!

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