Zebrasteak bei Netto: Dieses Angebot empört das Netz

Zebrasteak
Zebrasteak Video-Tipp 00:38

Wo ist der Unterschied zur Weihnachtsgans?

Keine Lust mehr auf Weihnachtsgans oder Kartoffelsalat zu Weihnachten? Wie wäre es denn stattdessen mit einem leckeren Zebrasteak? Netto bietet in seinem aktuellen Prospekt tiefgefrorenes Zebrasteak an. Das Angebot empört - wie zu erwarten - viele Konsumenten. Aber ist es eigentlich so schlimm, Zebrafleisch zu essen? Im Video erfahren Sie mehr zu dem Zebrasteak-Aufreger.

"Einfach nur noch krank, was in Deutschland abgeht"

In seinem vom 3. bis zum 8. Dezember gültigen Prospekt hat der Discounter Netto Zebrasteak im Angebot. Rund sieben Euro kosten die 300g-Zebrasteaks von "DAM Damien de Jong". Das Netz tobt - auf Twitter, Facebook & Co. empören sich viele Menschen über das Angebot. Aber ist die Wut tatsächlich berechtigt? 

Zwei von drei Zebrarassen sind gefährdet

Schließlich haben die wenigsten Deutschen Schwierigkeiten, dass Rind, Schwein und Gans auf ihrem Teller landen. Ist Fleisch also nicht gleich Fleisch? Nicht so ganz, meint die Artenschutzorganisation "Pro Wildlife". Sie warnt Handel und Verbraucher vor solchen Angeboten. "Das Fleisch stammt in aller Regel von Tieren aus freier Natur, die meisten Wildtierbestände sind aufgrund von Wilderei und Lebensraumverlust bereits rückläufig. Der Trend zu exotischem Fleisch von Tieren aus weit entfernten Ländern ist sehr bedenklich", so "Pro Wildlife" in einer Pressemitteilung.

Fleisch wird einmal um die Welt transportiert

Der Umweltschutzverband "WWF", immerhin Partner von Netto in Sachen Nachhaltigkeit, gibt sich zurückhaltender. Entscheidend sei die Herkunft und die Haltung der Tiere. Und die ist bei dem Angebot von Netto ziemlich unklar. Denn woher das bei Netto angebotene Fleisch stammt, geht aus dem Angebot nicht hervor. Auf der Verpackung steht lediglich der Warnhinweis "Auf mögliche Rückstände von Geschossteilen achten".

Abgesehen davon ist es, gerade in Hinblick auf Nachhaltigkeit, mehr als fraglich, ob Fleisch einmal um die halbe Welt transportiert werden muss, um auf dem deutschen Weihnachtsteller zu landen. Ein solcher Transport verursacht jede Menge Emissionen und sollte allein aus dieser Warte kritisch betrachtet werden. So bleibt einmal mehr wieder nur der Hinweis, sich als Verbraucher genau zu informieren, woher die Lebensmittel stammen. Denn artgerechte Haltung und Nachhaltigkeit gelten nicht nur beim Kauf von Zebrasteaks.

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