Speiseöl im Test: Luxus-Speiseöle - für Salat zu giftig!

Test Speiseöl
Nicht jedes Speiseöl macht den Salat schmackhaft. © picture-alliance, Roman Märzinger / CHROMORANGE

Speiseöl im Test: Teuer und richtig schlecht

Viel Geld für schlechtes Öl! Das ist das Fazit des Tests 'hochwertiger Speiseöle' der Zeitschrift Öko-Test. Ausgerechnet die zwölf geprüften Bio-Öle erzielen ein beschämendes Gesamt-Ergebnis: Nur einmal 'Sehr gut', zwei 'Gut', je ein 'Befriedigend', 'Ausreichend' und 'Mangelhaft' sowie sieben Mal 'Ungenügend'! Und das bei Literpreisen bis zu knapp 100 Euro. 'Sehr gut' ist als einziges im Gesamtfeld von 20 getesteten Luxus-Ölen nur das Bio-Öl Dr. Budwig Omega-3-Leinöl für 39.70 Euro pro Liter.

Das Feld der acht hochwertigen "nicht-Bio"-Öle steht zwar insgesamt etwas besser da, aber wenn man sich die positiven Seiten herauspicken will, kann man höchstens sagen: Der Giftanteil ist deutlich billiger. Das beste Öl in diesem Segment - Leinöl 'Pur-Lin' der Erfurter Ölmühle - ist für knapp über zehn Euro pro Liter auch das billigste. Gesamtnote 'gut'. Zwei von acht Ölen sind 'ungenügend'. Je eines ist 'mangelhaft', 'ausreichend' und 'befriedigend'. Die Note 'sehr gut' wurde nicht vergeben.

Noch krassere Ergebnisse bei Bio-Öl

Wieso kommt zum Beispiel Lafers Steirisches Kürbiskernöl für immerhin knapp 48 Euro pro Liter nicht über ein 'Ausreichend' hinaus? Das dürfte sich mancher erschrockene Öl-Verwender fragen. Die Antwort lautet: Weil es neben einem Anteil an Mineralöl auch noch mit krebserregenden PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) verseucht ist. Außerdem wurden Spuren von Weichmachern und einem Pestizid gefunden.

Bei den 'Bio'-Produkten ist das Ergebnis krass: Abgesehen von zwei Ölen werden sonst überall Mineralöl-Beimischungen angetroffen: Wohlgemerkt, es geht um Speiseöl in Bio-Qualität und nicht um E10 von der Tanke!

Völlig schockierend: eines der 100-Euro-Öle, das Vitaquell Traubenkernöl aus dem Reformhaus, bekommt in der Geschmacksprüfung noch ein 'sehr ausgewogen'. Den Chemikern im Labor dürfte aber der Appetit vergangen sein, als die Analyseergebnisse vorlagen: Das Öl enthält Weichmacher, zwei Varianten von Mineralölen und insgesamt 14 Pestizide. Gesamtnote: 'Ungenügend'!

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