Öko-Test prüft 20 Produkte auf Schadstoffe

Glutenfreie Lebensmittel: Nur dieses Brot fällt komplett durch

Brot, Nudeln und Reis
Öko-Test hat glutenfreie Nudeln und glutenfreies Brot getestet © iStockphoto

Nudeln und Brot ohne Gluten: Die Hälfte ist „sehr gut“

Zöliakie, Weizenallergie oder -sensitivität: Viele Menschen verzichten aus gesundheitlichen Gründen auf glutenhaltige Lebensmittel. Dabei scheinen sie den Herstellern vertrauen zu können: Öko-Test hat zehn glutenfreie Fertigbrote und zehn Nudelprodukte untersucht – Gluten konnte in keinem nachgewiesen werden. Bei einigen wurden im Labor allerdings erhöhte Schadstoffwerte entdeckt. Ein Brot fiel deshalb mit der Note „ungenügend“ sogar komplett durch.

So wurde getestet

Werden Produkte als „glutenfrei“ beworben, darf der Glutengehalt die gesetzlich festgelegte Höchstmenge von 20 Milligramm pro einem Kilogramm nicht überschreiten. Für die 20 getesteten Produkte konnte dies bestätigt werden. Die Nudeln und Brote wurden im Labor allerdings auch auf ihren Salzgehalt und kritische Inhaltsstoffe wie Mineralölbestandteile, Schimmelpilzgifte und Pestizide kontrolliert.

Bei Produkten auf Reisbasis wurde außerdem auf anorganisches Arsen geachtet, denn Vollkornreis ist oft mit dem Giftstoff belastet. Sogenannte Tropanalkaloide aus giftigen Samen, die bei der Ernte von Hirse oder Buchweizen unbeabsichtigt mit eingesammelt werden, standen ebenfalls im Fokus.

5 der besten glutenfreien Produkte

Erfreulich: Zehn Produkte im Test schnitten mit „sehr gut“ ab, darunter

  • Rewe Frei von Sonnenblumenkernbrot glutenfrei, ca. 0,60 Euro pro 100 Gramm
  • Schär Gluten-free Meisterbäckers Classic, ca. 1,02 Euro pro 100 Gramm
  • Barilla Glutenfrei Spaghetti, 0,67 Euro pro 100 Gramm
  • Lidl Combino Free from Gluten Spaghetti, 0,25 Euro pro 100 Gramm
  • Mondo Italiano Glutenfrei Spaghetti (Netto), 0,25 Euro pro 100 Gramm

Zwei Nudel-Produkte bekamen außerdem ein „gut“. Für sieben weitere gab es noch ein „befriedigend“, etwa für die Rapunzel Reis-Spaghetti Glutenfrei (Arsengehalt stark erhöht) und das K-Free Glutenfrei Saatenbrot von Kaufland (erhöhte Mineralölbestandteile, Spuren von Glyphosat).

Keine Lust auf Fertigprodukte? Wie Sie zu Hause frisches glutenfreies Brot backen, erklären wir hier!

Glutenfreies Brot: Der Verlierer

Eine glatte 6 („ungenügend“) hagelte es für das Werz Glutenfrei Braunhirse Toastbrot (ca. 1,20 Euro pro 100 Gramm). Der Grund: Der hohe Gehalt an giftigen Tropanalkaloiden, die das zentrale Nervensystem und die Herzfrequenz beeinflussen. Laut Öko-Test wird für ein Kleinkind mit 18 Kilo Körpergewicht schon mit zwei Scheiben des Brots die akute Referenzdosis der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) überschritten. Somit seien dem Magazin zufolge Vergiftungserscheinungen nicht auszuschließen. Symptome dafür können Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit sein.

Alle Ergebnisse finden Sie auf der Website von Öko-Test.

Habe ich Zöliakie? So finden Sie es heraus

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung und nicht zu verwechseln mit einer Weizenallergie oder -sensitivität. Betroffene haben eine lebenslange Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten – und die Symptome können von Verdauungsbeschwerden bis hin zu Migräne oder Depressionen sehr vielfältig sein. Für die Diagnose ist der Gang zum Arzt unerlässlich - mit dieser Checkliste können Sie aber prüfen, ob es bei Ihnen Anzeichen für Zöliakie gibt.

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