So gesund ist die vegane Kuhmilchalternative

Haferdrinks werden aus Hafer, Wasser, Pflanzenöl und etwas Salz hergestellt.
Haferdrinks stellen für viele Verbraucher eine gute Alternative zu Kuhmilch dar. © Copyright 2018 (C) Etienne Voss (Copyright 2018 (C) Etienne Voss (Photographer) - [None]

Hafermilch ist im Trend - zu Recht?

Vegane Ernährung, Unverträglichkeit oder Mutmaßungen darüber, dass Milch von der Kuh krank machen kann - die klassische Kuhmilch gerät immer mehr aus der Mode. Alternativen aus Soja, Mandeln oder Hafer boomen hingegen. Die Stiftung Warentest hat 18 Haferdrinks getestet und verrät, ob diese Alternative eine gute Idee ist.

Kuhmilch in der Kritik

Kuhmilch galt lange als gesund. Was vor allem den darin enthaltenen Eiweißen wie Casein und Molkenproteine, Fett, B-Vitaminen und Kalzium geschuldet war. Zuletzt mehrten sich dann allerdings die Wortmeldungen, die vor negativen Eigenschaften der Milch warnen.

Schenkt man den Kritikern glauben, kann Milch für chronische Entzündungen im Körper sorgen, was wiederum eine Krebserkrankung nach sich ziehen kann. Auch Aknegeplagten wird von Hautärzten der Kuhmilch-Verzicht nahegelegt, damit die Pusteln abheilen können. Außerdem werden zur Verstoffwechselung der Milch wohl Säuren produziert, die dem Körper Kalzium entziehen. Abschließend ist das Thema noch nicht geklärt.

3 Haferdrinks schmecken richtig gut

Dennoch greifen immer mehr Verbraucher zu Haferdrinks als Alternative. Manch einer mag dabei auch das Tierwohl und den Klimawandel im Blick haben. Hafermilch, wie der Drink auch gern genannt wird, besteht vor allem aus Wasser, 9 bis 16 Prozent Hafer, etwas Pflanzenöl und Salz. Doch "Milch" darf in der Regel nur heißen, was aus dem Euter kommt.

Ob man das Substitut bedenkenlos in den Kaffee oder aufs Müsli schütten oder auch pur genießen kann, hat die Stiftung Warentest untersucht und dazu 18 Haferdrinks zu Preisen zwischen 0,95 und 2,24 Euro untersucht. Dabei wurden Produkte mit und ohne Kalziumzusatz getestet.

Ergebnis? 14 Produkte sind "gut", drei davon sind sogar geschmacklich "sehr gut". Diese sind vollmundig und schmecken kräftig nach Hafer, ohne ausgeprägte Bitterkeit. Und schlechter als befriedigend ist keiner. Sie enthalten zwar oft Zucker und weniger Eiweiß als Milch, dafür liefern sie Ballaststoffe und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Außerdem ist ihre Ökobilanz besser.

Ein Haferdrink stark mit Nickel belastet

Die Tester der Stiftung Warentest wiesen in den Drinks keine Keime nach und Schadstoffe meist nur in unbedenklichen Mengen. Lediglich einer ist stark mit Nickel belastet und landet auf dem letzten Platz ("Take it veggie Bio Hafer Drink") von Kaufland. Haferdrinks lassen sich grundsätzlich wie Milch verwenden, nur zu Herzhaftem passt ihre Süße nicht. Nicht jeder Haferdrink eignet sich zum Aufschäumen, doch bei einigen klappt auch das gut.

Die Testsieger bei den Drinks mit Kalziumanreicherung:

Ohne Zusatz konnte der "Smelk Hafer Liebe Klassik"* von Kölln das Rennen machen ("gut", 1,8, 2,19 Euro). Deutlich günstiger und dennoch "gut" ist auch der "Bio + Vegan Haferdrink Classic" von Edeka (1,9, 0,99 Euro).

Das gesamte Testergebnis können Sie bei Stiftung Warentest nachlesen.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

Empfehlung