Spinat: Alle Infos über das beliebte Fuchsschwanzgewächs

Alles Wissenswerte über Spinat
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Spinat © iStockphoto, Lecic

Spinat - grüner Genuss das ganze Jahr über

Spinat ist ein wunderbar vielfältiges Gemüse, das nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch gesund ist. Er lässt sich einfach und schnell zubereiten und passt perfekt als Beilage und Hauptzutat zu vielen Gerichten. Das beliebte Fuchsschwanzgewächs kann sowohl frisch als auch gefroren verwendet werden und enthält viele Vitamine und Vitalstoffe. Spinat ist beliebt bei Gärtnern, da er mehrmals im Jahr angebaut und geerntet werden kann - und bei mehr als 50 Sorten ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei.

Spinat ist lecker und steckt voller Vitamine
Spinat ist lecker und gesund © picture alliance / Bildagentur-o, Elena Elisseeva/Bildagentur-onli

Geschichte und Herkunft von Spinat

Es ist bis heute nicht sicher, wo Spinat ursprünglich herkommt. Es wird angenommen, dass er aus dem Orient stammt und später seinen Weg nach Spanien fand. Der mittelalterliche Mönch und Pflanzenkenner Albertus Magnus schrieb im 13. Jahrhundert über Spinat, es ist jedoch unklar, ob er zu dieser Zeit bereits in Deutschland angebaut wurde. Sicher ist allerdings, dass Spinat im 16. Jahrhundert in Deutschland angepflanzt und verwendet wurde. Leonhard Fuchs, ein bekannter Botaniker, erwähnte Spinat in seinem Kräuterbuch und berichtete über seine Verwendung als Heilpflanze sowie Lebensmittel. Heutzutage wird er weltweit als Gemüsepflanze angebaut.

Sorten und Geschmack von Spinat

Spinat kommt in etwa 50 verschiedenen Sorten vor. Dabei unterscheidet man zwischen Spinat mit gehörnten Früchten, die als ursprünglicher und kälteliebend gelten, und Spinat mit runden Früchten, die weiterentwickelt und weniger empfindlich gegenüber Kälte sind. Spinat ernten kann man mehrmals pro Jahr: Es gibt Frühlings- und Sommerspinat, der auch gut als Salat gegessen werden kann, und Herbst- und Winterspinat, dessen Pflanzenteile insgesamt kräftiger ausgebildet sind. Generell hat er einen leicht bitteren Geschmack, welcher durch Blanchieren oder Zugeben von Sahne während dem Kochen gemildert werden kann.

Spinat-Saison

Die Pflanze braucht nur acht Wochen bis zur Reife und jeder Gärtner kann die Spinat-Erntezeit selbst bestimmen. Er kann entweder von März bis Mai oder zwischen August und September ausgesät werden. Frühen Spinat gibt es dann zwischen April und Juni, bei Winterspinat dauert die Erntezeit von September bis November oder gar länger. So ist bei Spinat die Ernte dann besonders ertragreich, wenn die Pflanzen an kurzen Tagen, also in Monaten mit langer Dunkelheit, gewachsen sind. Sie blühen dann weniger und die Blattrosetten können sich üppig entwickeln. Bei der Ernte werden die Blätter über dem Boden abgeschnitten und das Herz des Spinats stehen gelassen. So treibt der Spinat erneut aus und die Pflanze liefert über einen längeren Zeitraum hinweg frisches Gemüse.

Einkauf von Spinat

Beim Einkauf können Sie sich zwischen Wurzel- und Blattspinat entscheiden. Beim Wurzelspinat wird die komplette Pflanze inklusive Wurzelansatz geerntet. So bleibt das Gemüse länger frisch. Der Begriff „Blattspinat“ bezeichnet nur die einzelnen Blätter. Wenn Sie frischen Spinat zubereiten wollen, sollten die Blätter dunkelgrün sein und saftig und knackig aussehen. Außerhalb der Saison ist Tiefkühlspinat eine Alternative. Es gibt in ihn gehackter Form oder auch in aus ganzen Blättern bestehenden Pellets, sodass sich der Spinat vor dem Kochen leicht portionieren lässt.

Lagerung von Spinat

Spinat besitzt eine begrenzte Haltbarkeit und sollte so schnell wie möglich verzehrt werden. Möchten Sie nicht sofort nach dem Einkauf den Spinat zubereiten, lagern Sie ihn am besten im Kühlschrank, wo er sich zwei bis drei Tage lang hält. Es empfiehlt sich, den Spinat mit einem feuchten Tuch abzudecken, denn so verlangsamt sich das Verwelken der Blätter. Achten Sie außerdem darauf, sorgsam mit Spinat umzugehen – gequetschte Blätter halten sich nicht gut. Bei zu langer Lagerung wird das Nitrat, das das Gemüse enthält, zu Nitrit, das den Sauerstofftransport im Körper negativ beeinflussen kann.

Zubereitung und Haltbarmachen von Spinat

Spinat schmeckt am besten, wenn er ganz frisch ist. Sie können frischen Spinat roh essen und ihn als Salat zubereiten, Sie können ihn dünsten oder kochen, um ihn anschließend zu pürieren. Wenn Sie Spinat blanchieren, behalten die Blätter ihre Farbe, büßen kaum Vitamine oder Nährstoffe ein und behalten weitestgehend ihre Konsistenz. Um ihn haltbar zu machen, ist es am einfachsten, wenn Sie den Spinat einfrieren. So bleibt er bis zu zehn Monate genießbar. Bei Bedarf können Sie dann einfach Spinat auftauen und in Ihren Gerichten verwenden.


Blattspinat schonend und einfach zubereiten
Blattspinat schonend und einfach zubereiten Video-Tipp 01:54

Nährwerte von Spinat

Sein Ruf wurde durch Popeye nicht unwesentlich beeinflusst - doch wie gesund ist Spinat wirklich? Spinat enthält viele wichtige Nährstoffe wie Kalium, das wichtig ist für die Impulsweitergabe an Muskeln und Nerven. In den Blättern steckt mehr Eisen als in vielen anderen Gemüsesorten. Allerdings hemmt die ebenfalls enthaltene Oxalsäure die Aufnahme des Eisens. Wenn Sie Spinat blanchieren, vermindert sich der Anteil von Oxalsäure um 50 Prozent. Vitamin K, Mangan, Ballaststoffen und Magnesium machen das Gemüse so gesund. Mit 2,5 g Eiweiß pro 100 g zählt der Spinat zu den besonders eiweißreichen Gemüsen. Gut zu wissen: Bei Spinat sind Kalorien Mangelware – 100 g enthalten nur 23 Kalorien.

Besonderheiten und No-Gos bei Spinat

Bedenkenlos können Sie Spinat aufwärmen, wenn er richtig gelagert und behandelt wird. Um auf der sicheren Seite zu bleiben, ist es am besten, ihn möglichst schnell nach der Zubereitung zu verzehren und Reste bald zu kühlen, dann kann aus dem Nitrat kein Nitrit werden. Spinat ist auch als Farbstofflieferant bekannt. Der hohe Chlorophyllanteil macht die Blätter perfekt zum Färben von selbstgemachten Nudeln. Auch im Drogeriebereich findet der Farbstoff Verwendung: Mundwässer erhalten so ihre vermeintlich „minzig“ grüne Farbe.

Zubereitungstipps und klassische Rezepte für Spinat

Damit sich der Sand vom Feld, der oft noch an den Blättern und Stielen haftet, gut lösen kann, sollten Sie Spinat mehrmals in reichlich stehendem Wasser waschen. So können sich die Partikel gut absetzen. Das Gemüse ist nicht nur sehr wandelbar, sondern auch gesund und schmackhaft. Traditionell wird Spinat als Beilage zubereitet. Hier wird er gern zu Fisch, Fleisch, Kartoffeln und Gerichten mit Ei serviert. Auch als Füllung ist Spinat gut geeignet und kann für Lasagne, Tortellini, Cannelloni und Rouladen verwendet werden. Gekochter Spinat mit Knoblauch, Tomaten und Schafskäse ergibt zusammen mit frischer Pasta einen herrlich leichten Sommergenuss.

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