Rosmarin: Alles über das mediterrane Gewürz

Rosmarin - das gesunde und würzige Kraut

Rosmarin ist ein unverzichtbarer Bestandteil der mediterranen Küche. Zudem findet er Verwendung als Heilpflanze und in der Parfumindustrie. Rosmarin bedeutet so viel wie „Meertau“. Es handelt sich um eine Strauchpflanze, die bis zu zwei Meter groß werden kann. Aufgrund seines intensiven Duftes wird Rosmarin gelegentlich auch als Ersatz für Weihrauch verwendet. Er wurde in den Jahren 2000 und 2011 in Deutschland zur "Heilpflanze des Jahres" gekürt. Neben der Verwendung als Gewürz- und Heilpflanze wird der Rosmarin auch zur Honigherstellung genutzt. Wegen des kräftigen Aromas gibt man hier meist andere Honigsorten hinzu.

Geschichte und Herkunft von Rosmarin

Wissenswertes rund um Rosmarin
Rosmarin: So gesund ist das leckere Gewürz © picture alliance / ZB, Patrick Pleul

Rosmarin ist vor allem in den Küstengebieten der Mittelmeer-Region beheimatet. Besonders häufig findet man ihn im Gebiet zwischen Portugal und dem Ionischen Meer. Wann genau er von dort nach Europa gelangte, ist nicht bekannt. Frühe Aufzeichnungen weisen ihn als Bestandteil des 1370 registrierten Parfums "Ungarisches Wasser" aus. In England war es die Königin Philippa von Hennegau, die das gesunde Gewürz 1388 einführen ließ.

Rosmarin: Sorten und Geschmack

Im Fachhandel werden rund 20 Rosmarinsorten angeboten. Diese unterscheiden sich vor allem in Wuchs, Blattfarbe und ihren klimatischen Ansprüchen voneinander. So ist mancher Rosmarin winterhart, während andere Sorten bereits mit stärkerem Frost Probleme haben. Aber auch die winterharten Sorten sollten nicht ungeschützt im Freiland verbleiben. Hier hilft es bereits, die Pflanzen mit etwas Reisig zu bedecken.

Saison und Einkauf von Rosmarin

Da Rosmarin ganzjährig wächst, kann man von keiner festen Saison sprechen. Optimal ist es, die Blätter während oder nach der Blüte zu sammeln. Da das Kraut das ganze Jahr über blühen kann, haben Sie reichlich Gelegenheit, um Blätter zu sammeln, mit denen Sie Ihre Gerichte ganz nach Geschmack würzen können. Es gibt zahlreiche Geschäfte, die Rosmarin im Topf oder in einer Schale anbieten. Da man ihn auch trocknen kann, hat er einen Stammplatz in den Gewürzregalen der Supermärkte. Hobbygärtner kaufen zudem oft Saatgut, um Rosmarin selbst anzubauen.

Lagerung von Rosmarin

Ein bewährter Weg der Lagerung besteht darin, Rosmarin zu trocknen. Zu diesem Zweck werden die Zweige abgeschnitten, gebündelt und in einem trockenen Raum aufgehängt. Alternativ können Sie ihn im Backofen bei niedriger Temperatur trocknen. Sobald Stiele und Blätter nicht mehr gebogen werden können, entfernt man die Blätter und lagert sie in einem luftdichten Behälter. Der dafür genutzte Raum sollte kühl und trocken sein. Alternativ können Sie ihn auch einfrieren, dies ist jedoch umstritten, da der Rosmarin viel von seinem würzigen Aroma dabei einbüßen kann.

Empfehlung