Brokkoli: Wissenswertes über den grünen Verwandten des Blumenkohls

Brokkoli schmeckt zu jeder Jahreszeit

Brokkoli, auch Broccoli geschrieben oder als Spargelkohl bezeichnet, ist der grüne Verwandte des Blumenkohls. Dass beide Gemüsesorten eng verwandt sind, ist bereits aus der botanischen Gattungs- und Artbezeichnung ersichtlich: Brassica oleracea var. italica für Brokkoli und Brassica oleracea var. botrytis für Blumenkohl. Brokkoli gehört zu unseren gesündesten und vielseitigsten Gemüsepflanzen. Deshalb sollte er auf keinem Speiseplan fehlen.

Brokkoli gehört zu den gesündesten Gemüsesorten
Brokkoli-Stiele benötigen eine längere Garzeit als die Röschen © picture alliance / CTK, Jansa Rene

Geschichte und Herkunft von Brokkoli

Brokkoli gehört wie alle Kohlpflanzen zur Familie der Kreuzblütler. Diese ist für ihren hohen Wert für die Gesundheit bekannt. Die Kulturpflanze ist eine Züchtung, welche von einer wilden Kohlart aus Vorderasien abstammt. Wie beim Blumenkohl und beim Romanesco werden nur die Blütenstiele und Knospen gegessen. Das Gemüse war bereits bei den alten Griechen und Römern beliebt und gelangte über Frankreich nach England. Nachdem es wegen seiner gesundheitlichen Bedeutung in den USA intensiv propagiert worden war, eroberte es auch die deutschen Kochtöpfe.

Sorten und Geschmack

Es existieren zahlreiche Sorten, die sich hauptsächlich in der Farbe der Röschen unterscheiden. Diese können dunkelgrün, violett, gelb oder weiß sein. Andere Sorten sind für eine frühe oder späte Aussaat und Ernte vorgesehen. Brokkoli besitzt ein feines, spargelartig mildes Kohlaroma. Roher Brokkoli schmeckt etwas würziger als Blumenkohl. Für einen milderen Geschmack können Sie Brokkoli blanchieren.

Saison und Einkauf

Die geschlossenen Blüten, die auf verzweigten Stielen sitzen, sind oft leicht bläulich-violett gefärbt. Eine gelbliche Verfärbung der Rosen ist, sofern es sich nicht um eine spezielle Sorte handelt, meist ungünstig. Sie kann ein Zeichen dafür sein, dass der Kohl zu lange gelagert oder nicht zum optimalen Zeitpunkt geerntet wurde. Brokkoli-Anbau gibt es hauptsächlich im Mittelmeerraum. Aus Italien, Spanien und Frankreich kommend wird er das ganze Jahr über angeboten. Deutscher Brokkoli ist vom Frühsommer bis in den November erhältlich.

Lagerung, Zubereitung und Haltbarmachen von Brokkoli

Frischer Brokkoli sollte möglichst schnell verzehrt werden. Wenn er bis zur Zubereitung im Gemüsefach gelagert werden soll, ist es wichtig, ihn in der Folie zu lassen, in der er eingeschweißt war. Dadurch lagert er unter höherer Luftfeuchtigkeit und bleibt länger frisch. Wenn kein frischer Brokkoli zur Verfügung steht, ist Tiefkühlware eine gute Alternative. Durch Blanchieren vor dem Einfrieren werden nämlich diejenigen Enzyme zerstört, die ansonsten das Vitamin C abbauen würden.

Nährwerte von Brokkoli

Brokkoli ist ein kalorienarmes Gemüse mit einem verhältnismäßig hohen Eiweißgehalt. Sein Anteil an Ballaststoffen fördert die Verdauung. In Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe ist er fast unschlagbar. Mit seinem Vitamin-C-Gehalt liegt er zwar hinter Hagebutte und Sanddorn, aber vor den meisten anderen Gemüsesorten. Außerdem enthält er beeindruckende Mengen an Folsäure, Carotin, Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Magnesium. Somit unterstützt Brokkoli das Immunsystem des Körpers. Eine besondere Bedeutung kommt den sekundären Pflanzenstoffen und den Isothiocyanaten zu. Das Isothiocyanat im Brokkoli ist ein schwefelhaltiger Stoff, dem krebshemmende Eigenschaften nachgesagt werden. Flavonoide, ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe, gelten als effektive Antioxidantien. Sie schützen die Zellstrukturen.

Besonderheiten bei Brokkoli

Die Stiele des Brokkoli benötigen eine längere Garzeit als die Blüten. Wenn Sie beide Teile getrennt verwenden, sollten Sie daher die Blüten erst eine Weile nach den Stielen in den Kochtopf geben. Alternativ können Sie die Stiele vorbereiten, indem Sie diese kreuzförmig einschneiden. Kurze Kochzeiten schonen die wertvollen Inhaltsstoffe. Um den Vitaminverlust bei der Zubereitung zu begrenzen, können Sie Brokkoli auch kurz blanchieren.


So bereiten Sie Brokkoli schonend zu
So bereiten Sie Brokkoli schonend zu Video-Tipp 01:24

Zubereitungstipps und klassische Rezepte für Brokkoli

Für einen Brokkolisalat können Sie Brokkolisprossen verwenden oder die Röschen von rohem Brokkoli klein raspeln. Roh ist das Gemüse aber schwerer verdaulich. Das kann bei empfindlichen Personen Blähungen hervorrufen. Deshalb empfiehlt es sich, Brokkoli zu garen. Gekocht ist er auch als Schonkost geeignet. Wenn Sie Brokkoli kochen, versuchen Sie auch einmal, das fertige, leicht gesalzene Gemüse in Butter mit angerösteten Mandelblättchen zu schwenken. Sehr beliebte Zubereitungsformen für Brokkoli sind Brokkoligratin und Brokkoli als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten. Manche Gourmets bevorzugen es, aus den geschälten Stielen eine feine Cremesuppe zuzubereiten.

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