Blumenkohl: Wissenswertes über das ballaststoffreiche Gemüse

Leckeres Blumenkohl-Kartoffel-Püree nachkochen
Leckeres Blumenkohl-Kartoffel-Püree nachkochen 02:46

Blumenkohl - der vitaminreiche Gemüsekohl aus dem Mittelmeerraum

Blumenkohl zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten – und das hat viele Gründe. Das interessante Gewächs, das in der ganzen Welt angebaut wird, ist zum einen relativ einfach in der Zubereitung. Zum anderen enthält die Zuchtsorte des Gemüsekohls zahlreiche wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Die gesunde Kost passt zu verschiedenen Fleischgerichten. Das vielseitige Gemüse eignet sich aber auch für eine Vielzahl an vegetarischen Gerichten. In der sogenannten Low-Carb-Ernährung spielt Blumenkohl als Ersatzlieferant eine bedeutende Rolle. Aber wie wird das Gemüse richtig zubereitet? Zu welchen Gerichten passt es ganz besonders gut? All dies und noch viel mehr erfahren Sie im Folgenden.

Weißer Blumenkohl
Ein weißer Blumenkohl mit Blättern © picture-alliance/ ZB, Hans Wiedl

Allgemeines über Blumenkohl

Die Ernte des vielseitigen Kreuzblütengewächses erfolgt dann, wenn die Blütenknospen geschlossen sind. Verzehrt werden nur die weißen Blütenknospen und nicht die äußeren Blätter. Der Name des Blumenkohls rührt aus dem fleischig verdickten Blütenstand. Bevor Sie den Blumenkohl zubereiten, sollten Sie ihn für einige Minuten in Salz- oder Essigwasser legen. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass das Gemüse frei von Schmutz und Ungeziefer wird. Blumenkohl kann unter anderem als Auflauf zubereitet werden. Ebenso beliebt sind Rezepte wie Blumenkohl-Cremesuppe oder Blumenkohl-Gratin.

Geschichte und Herkunft von Blumenkohl

Seinen Ursprung hat der Blumenkohl, welcher auch als Blütenkohl, Traubenkohl oder Käsekohl bekannt ist, im östlichen Mittelmeerraum. Er stammt vom Wildkohl ab, der an den Küsten des Mittelmeers sowie den Westküsten Europas wächst. Ihre erstmalige geschichtliche Erwähnung fand die Kohlart bereits im 6. Jahrhundert vor Christus. Bei den Ägyptern war das Gemüse ebenfalls sehr begehrt. Im 16. Jahrhundert gelangten die kleinen weißen Röschen nach Italien und Frankreich. Schnell breitete sich der Blumenkohl wegen seines guten Geschmacks in ganz Europa aus. Die größten Anbaugebiete in Europa liegen heute in Belgien, Italien und den Niederlanden. Das größte asiatische Anbaugebiet befindet sich in Indien.

Sorten und Geschmack von Blumenkohl

Es gibt zahlreiche Sorten von Blumenkohl. Im Allgemeinen werden diese in der Farbe unterschieden. So gibt es neben dem gewöhnlichen weißen Blumenkohl den gelborangefarbenen, violetten und gelbgrünen Blumenkohl. Der gelbgrüne Romanesco, auch Türmchenblumenkohl genannt, wird besonders in Italien genossen. Je nach Anbaugebiet und Lichteinwirkung bilden die Blütenstände des Gemüses eine unterschiedliche Farbe. Manche Sorten sind nicht vollkommen von den Hüllblättern umschlossen, was einen entscheidenden Einfluss auf die Lichteinwirkung und somit auf die Farbe der Blüten hat. Die farbigen Sorten werden überwiegend in Frankreich und Italien angebaut. Der Kohl besticht insgesamt durch ein mildes Aroma.

Saison und Einkauf von Blumenkohl

Es gibt zahlreiche Länder, die Blumenkohl anbauen. Das weltweit beliebte Gemüse hat hierzulande zwischen Juni und Oktober Saison. Da Blumenkohl in anderen Ländern auch über den Winter angebaut wird, ist er in Deutschland das ganze Jahr über erhältlich. In wärmeren Gebieten, wie etwa Spanien, Frankreich und Italien, wird die Kohlart zwischen September und Juni produziert. Beim Kauf von Blumenkohl achten Sie auf eine gute Qualität. Diese ist an tiefgrünen Blättern und festen Röschen mit geschlossener Struktur erkennbar. Darüber hinaus darf der Kohl weder Knospen noch gelbe Flecken haben. Möchten Sie den Blumenkohl nicht sofort zubereiten, empfiehlt sich der Kauf von Tiefkühl-Blumenkohl.

Lagerung und Besonderheiten von Blumenkohl

Im Kühlschrank hält sich weißer Blumenkohl circa zwei bis drei Tage. Hier erhält er im Gemüsefach die optimale Temperatur. Farbige Sorten sind ein paar Tage länger haltbar. Lagern Sie ihn nicht zu lang, um so viele Vitamine wie möglich zu erhalten. Achten Sie bei der Lagerung darauf, dass der Blumenkohl nicht neben Obst wie Äpfeln oder Tomaten gelagert wird. Diese geben bei der Reifung Ethylen ab.

Blumenkohl ist diesbezüglich ein empfindliches Gemüse. Das Gas Ethylen sorgt dafür, dass der Kohl schneller welk wird. Zur längeren Aufbewahrung können Sie den Blumenkohl auch einfrieren. Dafür blanchieren Sie die einzelnen Röschen und schrecken sie mit Eiswasser ab. Verschließen Sie die Röschen gut in einem Tiefkühlbeutel. Menschen, die unter einer Schilddrüsenerkrankung leiden, sollten Blumenkohl nur in geringen Mengen verzehren. Wegen seiner enthaltenen Glucosinolate hindert er die Schilddrüse bei der Jod-Aufnahme.

Zubereitung und Haltbarmachen von Blumenkohl

Das vielfältige Gemüse lässt sich auf unterschiedlichste Weise zubereiten. Sie können Blumenkohl kochen oder auch roh verzehren. Darüber hinaus lässt sich Blumenkohl auch blanchieren. Um das Gemüse schonend zu garen, empfiehlt es sich, den Blumenkohl zu dünsten. Bevor Sie den Blumenkohl garen, entfernen Sie zunächst die äußeren Blätter und den holzigen Strunk des Kohls. Möchten Sie das Gemüse nicht innerhalb der nächsten fünf Tage weiterverarbeiten, so können Sie den Blumenkohl blanchieren. Dafür geben Sie die einzelnen Röschen für etwa drei Minuten ins kochende Wasser. Anschließend kühlen Sie diese im Eisbad. Nun packen Sie die getrockneten Röschen in einen Tiefkühlbeutel und frieren sie ein.

Nährwerte von Blumenkohl

100 Gramm roher Blumenkohl enthalten ungefähr 22 kcal. Ebenso kommen im Blumenkohl Kohlenhydrate in geringer Menge vor. Mit nur 0,3 Gramm pro 100 Gramm macht Fett einen sehr geringen Anteil in dem kalorienarmen Gemüse aus. Zudem liefert der Blumenkohl wichtige Mineralstoffe und Vitamine, wie etwa Vitamin B, C und K. Er ist reich an Kalium und Magnesium. Vitamin C wirkt sich positiv auf das Bindegewebe und Immunsystem aus. Durch die hohe Pantothensäure-Konzentration im Blumenkohl können Gelenkschmerzen bei Arthrose verringert werden. Dank seiner feinen Zellstruktur gilt Blumenkohl als leicht bekömmlich und eignet sich daher besonders für Menschen mit einem empfindlichen Magen. So können bereits Babys das geschmackvolle Gemüse in pürierter und gegarter Form genießen.

Zubereitungstipps und klassische Rezepte für Blumenkohl

Roher Blumenkohl passt bestens zu einem gemischten Salat. In gekochter Form macht er auch im Eintopf eine gute Figur. Besonders gut eignet sich die Vitaminbombe zum Dünsten in zerlassener Butter. Darüber hinaus passen die weißen Röschen wunderbar zu Kartoffel- und Fleischgerichten. Um den Geschmack der Röschen zu verfeinern, können Sie den Blumenkohl würzen.

Besonders lecker schmeckt der Kohl, wenn man ihn mit einer cremigen Soße zubereitet. Anschließend können Sie den Blumenkohl mit Käse überbacken. Dafür kochen Sie zuerst den ganzen Kopf in ausreichend Salzwasser. Die Garzeit beträgt in etwa 30 Minuten. Nun bereiten Sie die Buttersoße aus vier Esslöffeln Mehl, zwei Esslöffeln Butter und dem Gemüsewasser zu. Daraufhin würzen Sie die Soße mit Salz und Pfeffer. Die cremige Soße gießen Sie nun über den Blumenkohl oder die abgeteilten Röschen und bestreuen alles mit etwa 50 Gramm geriebenem Käse und ein paar Butterflöckchen. Nun schieben Sie den Auflauf für etwa 10 bis 15 Minuten bei 200 Grad in den Backofen.

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