Petersilie und Dill beugen Krebs vor: Das macht die Küchenkräuter so gesund

Petersilie und Dill beugen Krebs vor: Das macht die Küchenkräuter so gesund
© Getty Images/iStockphoto, Mermusta

Gartenkräuter Petersilie und Dill wirken gegen Krebs

Kräuter verfeinern viele Gerichte nicht nur optisch, sondern sie verleihen vielen Speisen auch einen einzigartigen Geschmack. Darüber hinaus sind sie auch gesund. So haben russische Wissenschaftler vom Moscow Institute of Physics and Technology in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass der gleichzeitige Verzehr von Petersilie und Dill vor Krebs schützt.

Während Petersilie das Immunsystem stärkt, wirkt Dill antioxidativ und fängt somit freie Radikale ab, die die Krebsentstehung begünstigen. Zudem enthalten beide Gartenkräuter Glaziovianin A. Dieser Stoff hemmt die Zellteilung und verlangsamt somit auch das Tumorwachstum. Auf einem ähnlichen Prinzip basiert auch die Chemotherapie, bei der die Zellteilung durch bestimmte Medikamente unterbrochen wird, sodass auch das Wachstum der Krebszellen stoppt. Die Forscher hoffen nun, aus den beiden Kräutern das Glaziovianin A isolieren und daraus neue Medikamente gegen das Tumorwachstum herstellen zu können. Wer seiner Gesundheit schon jetzt etwas Gutes tun möchte, sollte also bevorzugt zu diesen Kräutern greifen. Denn neben dem Krebsschutz enthalten die Kräuter auch viele Vitamine wie Vitamin C, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Grundsätzlich zählt Petersilie zu den bekanntesten Küchenkräutern. Man unterscheidet zwischen der Blattpetersilie und der Wurzelpetersilie. Erstere dient meist in klein geschnittener Form als Küchengewürz. Die Blattpetersilie gibt es mit glatten sowie mit krausen Blättern, wobei in Deutschland eher die krause Variante gebräuchlich ist. Sie ist im Gegensatz zur glatten Petersilie nicht ganz so aromatisch und weniger intensiv im Geschmack und findet daher auch oft Verwendung als Dekoration für Gerichte. Die Wurzelpetersilie kann sowohl als Suppengrün als auch als Kochgemüse verwendet werden. Im Gegensatz zur Blattpetersilie bleibt der kräftige Geschmack der Wurzelpetersilie beim Kochen erhalten. Als Kochgemüse ist die Wurzel in Verbindung mit Möhren, Kartoffeln, Erbsen und Bohnen zu empfehlen.

So verarbeiten Sie Petersilie und Dill richtig

Besonders gut passt Petersilie zu Suppen und Salaten. Bei warmen Gerichten sollten Sie die Blattpetersilie erst am Ende des Garvorgangs hinzugeben, da sie ansonsten stark an Geschmack verliert. Petersilie lässt sich einfach in einem kleinen Topf in der Küche oder, wenn es nicht zu kalt ist, auf dem Balkon halten. So kann sie das ganze Jahr über geerntet und frisch verarbeitet werden. Falls die Petersilie nicht in Pflanzenform vorliegt, sondern sie einzelne Zweige übrig haben, empfiehlt es sich diese einzufrieren. Denn so behält sie einen großen Teil ihres Aromas. Getrocknete Petersilie aus dem Supermarkt hat kaum mehr Geschmack, deswegen sollten Sie eher auf die frische oder tiefgefrorene Variante zurückgreifen.

Nicht umsonst wird der Dill auch Gurkenkraut genannt. Er harmonisiert hervorragend mit Gurken in allerlei Variationen: als Gurkensalat, in eingelegter oder gekochter Form. Verwendet werden sowohl das etwas bläulich erscheinende Dillkraut als auch die Früchte, die als Dillsamen bezeichnet werden. Von dem etwas süßlicher schmeckenden Dillkraut verarbeitet man häufig die Dillspitzen. Im frischen Zustand hat Dill am meisten Aroma. Während des Trockenvorgangs oder Einfrierens büßt das Kraut einiges an Geschmack ein. Dill wächst den ganzen Sommer über. So kann das Kraut in der Zeit von Ende Mai bis September geerntet werden. Die Samen werden dagegen erst im September und Oktober geerntet. Dill schmeckt sehr gut zu Fisch- und Kartoffelgerichten und Salaten. Die Samen sind eine raffinierte Ergänzung zu eingelegten Gurken.

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