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Darin unterscheiden sich Rosinen, Sultaninen und Korinthen!

Viele Begriffe für eine Frucht: Sultaninen, Korinthen und Rosinen unterscheiden sich dennoch durch ihre Herstellung und die verwendete Traubensorte.
Wie unterscheiden sich Rosinen, Sultaninen und Korinthen? © iStockphoto, istock

Worin unterscheiden sich Rosinen, Sultaninen und Co.?

Nicht nur Koch- und Backfans werden sich schon einmal die Frage gestellt haben: Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen? Und was sind Korinthen? Sind es lediglich verschiedene Begriffe für ein und das selbe Lebensmittel? Wir klären auf!

Auch Sultaninen, Korinthen und Zibeben sind Rosinen

Ob als Zutat im Müsli, Christstollen oder Studentenfutter: Rosinen sind beliebt und verleihen vielen Lebensmitteln erst ihren ganz besonderen Geschmack. Die meisten wissen, dass es sich bei Rosinen um getrocknete Weintrauben handelt. Aber wenn es um den Unterschied zwischen Rosinen, Sultaninen oder Korinthen geht, sind die meisten überfragt.

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Grundsätzlich werden alle getrockneten Weintrauben als Rosinen bezeichnet. Demnach sind auch Korinthen, Sultaninen und Zibeben Rosinen. Doch nicht jede Rosine ist beispielsweise eine Sultanine.

Traubensorte und Trocknung machen den Unterschied

Der Hauptunterschied zwischen Rosinen und Sultaninen liegt zum einen in der Traubensorte, zum anderen in der Trocknung: Während für Rosinen dunkle Trauben verwendet werden, werden Sultaninen aus hellen, kernlosen Weintrauben hergestellt – und zwar aus der sogenannten Sultana-Traube. Dies erklärt, warum Sultaninen in der Regel gold-braun und somit deutlich heller sind als (andere) Rosinen.

Zudem werden Sultaninen gedippt, bevor sie getrocknet werden. Als Dippen wird das Besprühen mit einer Lösung aus Pottasche und Olivenöl bezeichnet. Durch diese Behandlung löst sich die Wachsschicht der Traubenschale und die Traube verliert schneller Wasser. Daher trocknet sie schneller. Während Rosinen etwa Tage brauchen, um zu trocknen, sind es bei Sultaninen gerade einmal drei bis fünf Tage.

So unterscheiden sich Korinthen und Zibeben

Korinthen wiederum werden aus der Traubensorte Schwarze Korinthe gewonnen. Benannt sind sie nach der griechischen Stadt Korinth. Diese Traubensorte ist dunkel und kernlos, weshalb Korinthen auch eine schwarze Farbe haben. Sie schmecken recht kräftig. Da Korinthen auch bei längerer Lagerung und hohen Temperaturen feucht bleiben, eignen sich Korinthen oft besser zum Backen als Rosinen, die schnell austrocknen.

Und zu guter Letzt gibt es noch die Zibeben: Vor allem in Süddeutschland und Österreich wird der Begriff für alle getrockneten Weintrauben verwendet. Doch es gibt einen deutlichen Unterschied zu den anderen Rosinen: Es handelt sich dabei um Beeren, die direkt am Rebstock trocknen. Anders als ihre Verwandten wird sie allerdings nicht zum Backen oder als Zutat für Müsli beispielsweise genutzt, sondern nahezu ausschließlich für die Herstellung von Süßwein.

Durch die Trocknung werden die Früchte zu einem wahren Powerfood

Werden die Weintrauben getrocknet, sinkt ihr Wassergehalt von durchschnittlich 95 Prozent auf etwa 15 Prozent. Durch den Flüssigkeitsverlust werden die Früchte praktisch konserviert und sind folglich länger haltbar.

Außerdem werden die enthaltenen Zucker, aber auch Vitamine und Mineralstoffe stark konzentriert. Das erklärt, warum 100 Gramm Rosinen mit 300 Kilokalorien mehr als vier mal so viele Kalorien enthalten wie Weintrauben, die es auf gerade einmal 70 Kilokalorien pro 100 Gramm bringen.

Die getrockneten Weintrauben sind vor allem reich an Magnesium und damit ein super Nervenfutter, aber auch gut für die Muskeln. Dies erklärt, warum Rosinen und Co. eine typische Zutat in Studentenfutter ist. Außerdem sind sie reich an Zink, Calcium und Phosphor.

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Trotz ihres vergleichsweise hohen Kaloriengehalts sind sie eine gute Snack-Alternative zu Schokolade oder Chips.

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So sollten Sie Rosinen und Co. aufbewahren

Aufbewahren sollte man alle Rosinensorten übrigens in einem luftdicht verschlossenen Schraubglas oder einer entsprechenden Dose. An an dunklen und kühlen Ort gelagert bleiben sie schön feucht und halten sich so bis zu einem Jahr.

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