Irreführende Lebensmittelverpackungen: Nicht immer steckt drin, was draufsteht

Das steckt wirklich in den Produkten
Das steckt wirklich in den Produkten Etikett vs. Realität 00:02:01
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Achten Sie auch im Supermarkt auf das Kleingedruckte

Was auf dem Werbe-Etikett zu sehen ist, ist lange nicht das, was drin steckt: Während auf der Joghurt-Verpackung pralle Himbeeren zu sehen sind, sind im Joghurt selbst tatsächlich nur Spuren von Himbeeren enthalten - oft weniger als ein Prozent. Wie viel Frucht wirklich drin steckt, muss der Kunde mühsam im Kleingedruckten entziffern.

Verbraucherschützer fordern: Schluss mit verwirrenden Werbe-Etiketten

Mit diesen Schummeleien soll jetzt Schluss sein, sagen Verbraucherschützer. Denn was Lebensmittelhersteller mit appetitlichen Fotos auf ihren Verpackungen versprechen, entspricht häufig nicht der Realität. Sie treiben Kunden in die Irre, um ihr Produkt besser dastehen zu lassen.

Ob Aufstrich, Joghurt oder Saft - bei vielen Lebensmitteln wird mit Werbe-Etiketten geschummelt. Welche Etikettenschwindeleien wir aufgedeckt haben und wie Verbraucherschützer in Zukunft dagegen vorgehen wollen, sehen Sie im Video!

Mit diesen Tricks schummeln Lebensmittelhersteller

Doch Werbe-Etiketten-Schummeleien machen sich auch anderweitig bemerkbar. Auf einer Seite der Verbraucherzentrale können Kunden Beschwerden einreichen, wenn sie hinter Etiketten Täuschungen entdecken.

Wir Kunden sollten zum Beispiel auch die Herkunft eines Produktes hinterfragen. Ist die Verpackung des Mozzarella-Käses beispielsweise in den italienischen Farben aufgemacht, gibt dies zwar vor, dass es sich um einen italienischen Käse handelt, doch das muss nicht zwangsweise auch so sein.

Oft schummeln Lebensmittelhersteller auch mit dem Zusatz eines namhaften Markenprodukts und nehmen anstelle dessen ein günstiges Pendant. So geschehen bei einer Schokoladensorte, die damit wirbt, einen speziellen Kokoslikör zu enthalten.

Auch 'Vanilla', 'Vanille-Extrakt' oder 'Vanillearoma' wird gern verwendet um bei Produkten vorzugeben, dass der teure Rohstoff Vanille enthalten ist. Bei Deklarationen wie dem Kunstbegriff 'Vanilla' ist aber davon auszugehen, dass es sich um künstlich erzeugten Vanillegeschmack handelt.

Sie als Verbraucher sollten also nicht blindlings dem Etikett vertrauen, sondern sich im Kleingedruckten vergewissern, ob tatsächlich das drinsteckt, was draufsteht.