Amerikanisches Bier – vom Massenprodukt zum „craft beer“ - Tip

Amerikanisches Bier – vom Massenprodukt zum „craft beer“

Amerikanisches Bier

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Amerikanisches Bier? Da winken viele deutsche Biertrinker entsetzt ab: dünne Plörre, wenig Aroma und womöglich mit Chemie gebraut. Das möchten wir hierzulande nicht trinken. Doch nicht alles, was aus amerikanischen Brauereien kommt, ist ungenießbar – im Gegenteil.
Die Deutschen sind schuld
Für den Massenmarkt produziertes, amerikanisches Bier schmeckt deutlich dünner als deutsches. Und daran sind ironischerweise die Deutschen schuld. Zur Mitte des 19. Jahrhundert gab es in den USA außer Starkbier und Whisky keine alkoholischen Getränke. Diese beiden Drinks konsumierten die Amerikaner in derartigen Mengen, dass es sich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkte. Schließlich wurde der Alkoholkonsum zum politischen Problem, eine Prohibition drohte. Um diese Prohibition zu verhindern, nahmen sich die amerikanischen Brauereien die Lagerbiere der deutschen Einwanderer zum Vorbild. Diese hatten einen deutlich niedrigeren Alkoholgehalt als die Biere, die bisher in den USA gebraut worden waren.
Craft-Biere werden immer beliebter
Um ein Unterscheidungsmerkmal zum Geschmack des deutschen Bieres zu schaffen, ersetzten amerikanische Brauer einen Teil der Gerste durch Mais oder Reis. Das Ergebnis waren Biere mit deutlich leichterem Aroma. Die amerikanischen Biertrinker gewöhnten sich an diesen Geschmack, der mittlerweile den amerikanischen Massenmarkt dominiert. Doch Biertrinker, die in die USA reisen, müssen nicht verzweifeln. Abseits der großen Brauereien haben in den letzten Jahren die sogenannten „microbreweries“ an Bedeutung gewonnen. Das sind kleine, lokale Brauereien, die bestes handwerklich gebrautes Bier, daher der Name „craft beer“, produzieren, das auch dem deutschen Biertrinker schmeckt. Die Zahl der „brew pubs“, also Kneipen, die selbstgebrautes Bier anbieten, wächst ebenfalls stetig.
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