Parboiled Reis: Was ist das?

Parboiled Reis auf einem Holzlöffel
Parboiled Reis ist leicht gelblich und bleibt auch nach dem Kochen körnig, © This content is subject to copyright., iStock, Aleksandr_Gromov

Das ist das Besondere an Parboiled Reis

Bei den Reissorten unterscheidet man grob zwischen dem ungeschälten Naturreis und geschältem Reis. Da in den äußeren Silberhäutchen der Schale die wertvollen Inhaltstoffe stecken, enthält ungeschälter Naturreis viele Vitamine und Mineralstoffe.

Parboiled Reis - Unterschied zum Naturreis

Beim geschälten Reis wurde das nährstoffreiche Silberhäutchen entfernt. Aufgrund dessen enthält er weniger Vitamine als Naturreis. Der leicht gelbe Parboiled Reis ist eine Art Zwischending. Er ist zwar geschält, enthält aber trotzdem noch etwa 80 % der Vitamine und Mineralien im Vergleich zum Naturreis. Das liegt an dem sogenannten „Parboiling-Verfahren“, dem der Reis auch seinen Namen verdankt.

Das "Parboiling-Verfahren" - Wellness-Behandlung für den Reis

Bei dieser Methode geht es darum, Vitamine und Mineralstoffe vor dem Schälen zu schützen. Sie können sich Parboiling als eine Art Wellness-Behandlung vorstellen.

  • Zunächst steht Schwimmen auf dem Programm: Der Reis wird in heißem Wasser eingeweicht. So werden Vitamine und Mineralstoffe von den Außenschichten gelöst, damit sie anschließend in der Dampfsauna unter hohem Druck ins Innere gepresst werden können. Wasserlösliche Vitamine B1, B2, B6 sowie Eisen und Zink gelangen dadurch in den Reis.
  • Anschließend ist die trockene Ruhephase an der Reihe: Der Reis wird getrocknet, die Oberfläche des Reiskorns dadurch versiegelt. So bleiben die Nährstoffe auch beim Kochen erhalten.
  • Zu guter Letzt kommt das Peeling: Erst jetzt wird der Reis geschält und von der nun nährstoffarmen Außenhaut befreit.

Parboiled Reis kann nicht verkochen und ist weniger klebrig. Für Gerichte wie Risotto, Milchreis oder Sushi ist Parboiled Reis deswegen nicht geeignet. Als körnige Beilage ist er dagegen genau das Richtige.

Anja Corvin

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