Sous-vide-Garen ohne Ausstattung - Tip

Sous-vide-Garen ohne Ausstattung

Es geht auch ohne Technik

Es geht auch ohne Technik

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TIPP! Zur Zubereitung
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TIPP!
Meine Überlegung
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Sie reizte mich schon: Die Garmethode »sous-vide«. – Garen unter Vakuum. Das Fleisch wird butterzart und hocharomatisch bei dieser Garmethode. – Und es schreckte mich gleichzeitig ab, denn als Hobbykoch muss man schätzungsweise erstens für die Technik gut mindestens 600 Euro berappen. Das wollte ich nicht. Zweitens In unserer sehr kleinen Küche hat kaum Technik Platz. Letztlich drittens: Ich gare selten Sous-vide. Ich pfiff also auf alle »Hightech«, nahm meinen Mut zusammen und machte mich an eine Null-Euro-Investitions-Methode an Technik … Ich probierte es mit einem Schweinerücken aus und das Ergebnis war fantastisch. – Ein Schweinerücken butterzart und saftig! Geht kaum besser!
DIE AUSSTATTUNG
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GERÄTE: Kochtopf – Küchenfolie – Alufolie – TESA-Paketband – Koch/Bratenthermometer
DIE GEWÜRZE FÜR DEN BRATEN
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GEWÜRZE: Olivenöl – Thymian – Rosmarin – Lorbeerblatt – Zitronenschale – Knoblauch – Salz, Pfeffer. - Die Gewürze kann jeder selbst nach Gusto wählen. Ziel: Welchen Geschmack soll der Braten haben.
SCHRITT 1
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Den vorab gut parierten Schweinerücken, (er muss Zimmertemperatur haben !), rundum salzen und pfeffern und gut mit Olivenöl einreiben. Dann auf ein ausreichend großes Stück Küchenfolie auslegen, Gewürze und Kräuter danach nach Wunsch darauf verteilen.
SCHRITT 2
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Die Folie fest um das Fleisch wickeln und schließlich wie ein Bonbon an den Enden fest zusammendrehen. Dies nochmals wiederholen. Sicher ist sicher, es soll kein Wasser eindringen.
SCHRITT 3
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Nun einen Bogen Alufolie ausbreiten und wie bei der Küchenfolie verfahren. Dies nochmals wiederholen. Wie schon gesagt, sicher ist sicher. – Das stramm und fest eingerollte Fleisch dann zur Seite legen. Die Überlegung dabei ist, dass die Folie die Wärme speichert und bei kleinen Themperaturschwankungen die Wärme des Gargutes stabil auf gleichem Niveau bleibt.
SCHRITT 4
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Parallel zu dieser Vorbereitung einen entsprechenden Kochtopf mit warmen Wasser füllen. Quer darüber fest einen Streifen Paketband ankleben, in die Mitte des Bandes ein Loch pieken und ein Bratentermometer (es sollte unbedingt eine 1-Grad-Anzeigeskala haben), hineinstecken, so das es gut bis in die Mitte des Wassers eintaucht. (Dies geht schneller als diese Beschreibung !) – Das Wasser auf der Herdplatte bis auf 62° C erhitzen und die Fleischrolle einlegen. – Der Schweinerücken muss jetzt bei 62 ° Grad im Wasserbad 3 – 3,5 Stunden garen. – Keine Bange, wenn die Temperatur um ± 2 Grad ab und zu variiert. Dies lässt sich behutsam nachregeln. – Dann entweder den Topf leicht von der Heizplatte ziehen oder behutsam gering die Temperatur erhöhen. – In der Zwischenzeit die Beilagen nach Wunsch und ein feines Sößchen vorzubereiten. – Immer wieder die Temperatur kontrollieren.
SCHRITT 5
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In einer Pfanne Olivenöl oder Butterschmalz erhitzten, (mittlere Hitze), Kräuter und Knoblauchzehe einlegen und den gegarten Schweinerücken im aromatisierten Öl/Butter-Gemisch sanft anbraten (Bild linke Seite), um noch feine Röstaromen zu erhalten. (Das Fleisch wird sozusagen »rückwärts« gegart.)
FINALE
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Schweinerücken afschneiden. FERTIG ! – Mit vorbereiteten Beilagen servieren.
KOMMENTARE
Benutzerbild von Kochecke48
   Kochecke48
Perfekte Doku, schöne gute Demonstration der Schritte und Fotos, Daumen hoch, mfG Kochecke48
Benutzerbild von Test00
   Test00
Alles richtig gemacht und erklärt. Ich gare schon viele Jahre Sous Vide. Mit Gerät, So wie Du es erklärt hast, Auch mal in der Spülmaschine (siehe mein KB). Bin aber davon abgekommen aus Umwelt Gesichtspunkten. Zuviel Plastik/Folie. Wird alles lecker, aber dieser unnötige Verbrauch ist das leckere nicht wert. Andere Garmethoden ergeben auch leckere Ergebnisse.
Benutzerbild von Traditionalist
   Traditionalist
Da gehe ich umfänglich mit dir mit, lieber Dieter. Auch was die Plaste betrifft. Ich habe einmal ein Rezept von einem absoluten Spitzenkoch gelesen, da dümpelte Schweinebauch vom Duroc-Schwein geschlagene vier Tage im Wasser, dann wurde er heraus gehoben mit einem Lack bepinselt und noch behutsam gegrillt. Letztlich in vier akkurat abgemessene Quader geteilt und dann serviert. Das ist mir zu versnobt. Mag für Drei-Sterne-Küche gelten, aber dass will mir nicht. Aber einmal im Jahr kann man es, so wie es hier beschrieben, wohl machen. Das Aroma der Gewürze und der Geschmack des Fleisches ist einfach unvergleichlich gut. Beste Qualität des Schweins vorausgesetzt.

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