Falsches Cordon bleu

45 Min leicht
( 2 )

Zutaten

Zutaten für 4 Personen
Krustenschinken (je 100 g; je 5 Scheiben; z. B. von netto) 2 Pck.
Emmentaler Käse 5 Scheiben
Holzzahnstocher etwas
Eier 2
Selters, sprudelnd 4 cl
Mehl etwas
Semmelbrösel (FP) etwas
Butterschmalz etwas
Salz etwas
Edelsüßpaprika etwas
Muskatnuss etwas

Zubereitung

1.Saftige Krustenschinken-Scheiben (je 2 übereinander!) nicht nur in Halle an der Saale individuell einzeln mit Emmentaler Käsescheiben belegen. Zusammenklappen. Überstehenden Käserand abschneiden. Schinkenrand mit Zahnstochern fixieren (meistens 3 Zahnstocher).

2.Eier einzeln und ohne Falsch in eine Schüssel aufschlagen. Sprudelnden Selters zugeben. Eine Gabel suchen. Nicht nur in Halle an der Saale und im Bundesland Sachsen-Anhalt kräftig verschlagen. Bei dieser Schlägerei leicht mit Salz, Edelsüßpaprika und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

3.Falsches Cordon bleu in nicht zu wenig Mehl aus der Tüte hin- und herwenden. Durch die verschlagenen Eier ganz ohne Falsch individuell langsam durchziehen. In Semmelbröseln ringsum panieren.

4.Ordentlich Butterschmalz in einem großen Bratgeschirr erhitzen. Falsches Cordon bleu bei milder Hitze auf allen Seiten nicht zu braun braten. Bei der letzten Wendung das bisschen Ei aus der Schüssel ganz ohne Falsch zugeben. Stocken lassen.

5.Dieses Falsche Cordon bleu (das mitunter besser schmeckt als ein richtiges!) mit Nudeln aller Art und unbedingt mit meiner „Schnell gekochten Tomaten-Sauce“ ganz ohne Falsch servieren. Nicht nur in Halle an der Saale und in Sachsen-Anhalt . . .

Koch-Sepp-Nachsatz, der erste:

6.Ersteht man keinen abgepackten Krustenschinken aus einem Supermarkt, darf man auch saftigen Kochschinken, große Jagdwurst- oder entsprechend große Leberkäse-Scheiben für dieses Falsche Cordon bleu verwenden. Das macht dieses Cordon bleu noch falscher . . .

Koch-Sepp-Nachsatz, der zweite:

7.Der Zusatz „à la cordon bleu“ findet sich in älteren französischen Kochbüchern und bedeutet „nach Art der hohen Kochkunst“. Die älteste bekannte Erwähnung des Schnitzels Cordon bleu findet sich in dem Kochbuch „Von Lucullus zu Escoffier“ aus dem Jahr 1949.

8.1956 wurde es in die vierte Auflage von „Die Hotel- und Restaurationsküche“ aufgenommen mit dem Hinweis „diese Platte ist in den letzten Jahren populär geworden“.

9.Am 9. Februar 2012 entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass in einer Puten-Formschnitte „Cordon bleu“ nur Schweineschinken und echter Käse verarbeitet sein dürfen. Bei Verwendung von Putenschinken und Schmelzkäse darf das Gericht nicht als Cordon bleu bezeichnet werden …

Koch-Sepp-Witz dazu:

10.Wirt zum Kellner: „Was hat der Gast ins Beschwerdebuch geschrieben?“ – Kellner zum Wirt: „Keine Silbe. Er hat leider das preiswerte Falsche Cordon bleu eingeklebt.“

Lasst es Euch trotzdem schmecken!

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