Pfälzer Dampfnudeln

1 Std 30 Min mittel-schwer
( 20 )

Zutaten

Zutaten für 2 Personen
Mehl 2 Pfund
Hefe 1 Päckchen
Eier 2 mittelgross
Milch 500 ml
Zucker 2 EL
Sonnenblumenöl 1 EL
Butter etwas
Salz etwas
Nährwertangaben: Angaben pro 100g
kJ (kcal)
849 (203)
Eiweiß
7,7 g
Kohlenhydrate
32,0 g
Fett
4,8 g

Zubereitung

Vorbereitung:
1 Std
Garzeit:
30 Min
Ruhezeit:
1 Std
Gesamtzeit:
2 Std 30 Min

1.Aus wenigen Zutaten wird hier meiner Meinung nach das beste Essen der Welt gezaubert. Ideal für´s Wochenende, denn bei diesen Mengen- und Personenangaben bleiben normalerweise noch Dampfnudeln übrig und die gibt´s am nächsten Morgen zum Frühstück (in den Kaba getunkt....hhhhhm, lecker!!!), nachmittags werden sie mit zum Fußballturnier oder Picknick genommen und wenn dann immernoch noch welche übrig sind haben sie nicht geschmeckt. ;) Man kann sie am darauffolgenden Tag auch nochmal für ca. 10 min. bei 150 Grad in den Backofen schieben, die schmecken so nochmal so gut!!! (gleicher Effekt: in der Mikrowelle heiß gemacht) Über das "wie" der Herstellung darf man sich gar nicht streiten (höchstens über das letztendliche Aussehen!!!!), denn je nach Region werden sie nunmal anders hergestellt. Ich kenne und liebe sie salzig. Für meinen Sohn nehme ich natürlich gerne noch einen Löffel Zucker mehr, aber wirklich nicht mehr, denn die Süße darf nicht dominieren! ;) Aus den Mengenangaben hatte ich beim letzten Mal 19 Dampfnudeln "rausgeholt", die bei uns wie folgt hergestellt werden:

2.Alle Zutaten sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Etwa 200 ml Milch im Topf erwärmen, die Hefe in einer kleinen Schüssel kleinbröseln. Milch mit Hefe und dem Zucker verrühren, bis die Hefe sich aufgelöst hat. Das Ganze an einem warmen Ort ca. 20 min. gehen lassen.

3.In der Zwischenzeit das Mehl in eine große Plastikschüssel sieben (am besten Tupper, aber sowas besitze ich nicht), eine Kuhle für den Vorteig machen. Wenn der Vorteig aus Schritt 2 sich aus der Schüssel zu wölben droht, ab damit in die Mehlkuhle und mit dem Knethaken sich auf eine lange Rührzeit vorbereiten, denn die besten Dampfnudeln werden nunmal mit Zeit und Liebe hergestellt und das bedeutet Opfer bringen! Nebeneffekt: schöne Armmuckis! Nach und nach die Milch, die Eier und das Öl dazugeben, bis sich ein geschmeidiger Hefeteig gebildet hat. Diesen an einem warmen Ort nochmal ca. 20 Min. ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

4.Ein Brett mit Mehl bestäuben (bitte nicht soviel wie auf dem Foto! LOL) und aus dem Teig kleine Dampfnudeln formen (siehe Foto). Die Technik ist bei jedem anders. Die einen rollen zwischen beiden Handflächen, die anderen stechen die Formen mit einem Glas aus. Bei uns wird sich ein Stück Teig weggezupft und mit beiden Daumen eine runde Oberfläche gezogen und den Rest nach unten und nach innen gedrückt. Verstanden? Macht nix... Ihr könnt ja auch rollen oder ausstechen... Die untere Seite muß nicht schön aussehen, da sie in der Pfanne die Kruste bildet. Schön Zwischenräume lassen, da die Dampfnudeln abgedeckt mit einem angefeuchteten Geschirrtuch nochmal ca. 20 Minuten gehen müssen.

5.Danach wird´s spannend: Maßgeblich ist der Topf (de Hawwe) bzw. die Pfanne. Wir erinnern uns an Lilo Pulver?! Ja, richtig! Jedes Töpfchen hat sein Deckelchen. Und das sollte für Tellerwäscher wie ich einer bin aus Glas sein, damit man die Dampfnudeln beobachten kann um zum richtigen Zeitpunkt den Deckel abzunehmen. Wichtig ist auch, dass der Deckel richtig schließt - also schon ganz dicht ist! Meine Pfanne ist tief, gußeisern und anti-haft-beschichtet. Oma sagt auch, ich solle mir eine Dampfnudelpfanne anschaffen, in der ich auch wirklich nichts anderes mache als...Dampfnudeln. (das ist der pfälzer Stolz - ihr müsst den Tipp natürlich nicht beherzigen). Warum so viel Wirbel um das Deckel-Timing? Nun ja: Die Dampfnudel entsteht unter einem Dampfgar-Prozess. Wird diese Dampfgarung vorzeitig unterbrochen, so befinden sich noch genügend schwere Wassertropfen am Deckel, die dann unbarmherzig auf die zarte, noch nicht fertig DAMPFgegarte Dampfnudel prallen und diese aussehen lassen wie eine Kraterlandschaft. Ganz übel. Thema Pfanne bzw. Topf/Hawwe wäre also mit der notwendigen Ernsthaftigkeit geklärt.

6.Einen normalen Durchschnitts-Kaffeebecher mit Wasser und ca. 1 EL Salz füllen. (Bitte probieren, sollte nicht zu salzig sein, was mir schon passiert ist und die ganze Dampfnudel-Tour ungenießbar macht). Dann die (vorher sorgfältig ausgewählte) Pfanne erhitzen, ca. 20 g Butter schmelzen und die 1. Tour Dampfnudeln in die bruzelnde Butter setzen. (ruhig ein paar Sekunden bruzeln lassen) Dann das Salzwasser dazugeben, man sagt zwei Finger breit sollte das Wasser in der Pfanne stehen. Dann Deckel drauf, Herdtemperatur um 1/3 senken, Küchenuhr auf 15 min. stellen. In dieser Zeit darf die Vanille-bzw. Weinsoße hergestellt werden. Anfänger oder abenteuerlustige stellen sich einfach über den Glasdeckel und beobachten das Szenario. Nachdem die Küchenuhr klingelt bedeutet das nicht automatisch, dass die Dampfnudeln fertig sind. Jetzt ist Fingespitzengefühl gefragt: Ist noch Wasser am Boden? Nein? Sind noch viele Wassertropfen am Deckel? Nein? Hat es schon am Pfannenboden 3-4 mal gezischt? Ja? Riecht es schon leicht nach Kruste? Ja? Okay, dann weg mit dem Deckel - auf KEINEN FALL VORHER, sonst sind die Dampfnudeln verbeult und das nimmt viel vom Schönheitsfaktor (heißt aber nicht, dass sie nicht genauso gut schmecken - also immer locker bleiben!!)

7.Ich forme die Dampfnudeln immer recht klein (siehe Bild), das gibt mehrere Touren. Gerade am Anfang bedeutet das: neue Pfanne, neues Glück! Dazu paßt Gemüsesuppe, Kartoffelsuppe, Markklößchensuppe, oder auch Vanille- oder Weinschaumsosse. (Am besten in der Reihenfolge....hihi)

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