My Bircher-Müesli - eine weitere, aber spezielle Variante der gesunden Vollwertnahrung

Rezept: My Bircher-Müesli - eine weitere, aber spezielle Variante der gesunden Vollwertnahrung
Nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Konsistenz vom "Bircher-Müsli" kommt es an
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Nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Konsistenz vom "Bircher-Müsli" kommt es an
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Zutaten für
5
Personen
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ZUTATEN
750 gr.
Joghurt natur
8 EL
Haferflocken
2 Stk.
Äpfel (Jazz, od. Topaz)
1 Stk.
Orange blonde
1 dl.
Grapefruitsaft
3 EL
Zitronensaft
1 dl
Milch
2 KL
Waldhonig flüssig
3 EL
Sultaninen
3 EL
Haselnüsse gemahlen
7 Stk
Datteln entsteint, gehackt
4 Stk
Zwetschgen tiefgefroren
5 Stk
Erdbeeren
1 Tasse
Himbeeren frisch
1 Tasse
Trauben grün kernlos
optional ergänzend, siehe Schritt 05
1 KL
Waldhonig flüssig
1 dl
Milch
1 KL
Zitronensaft
REZEPTINFOS
Schwierigkeitsgrad
leicht
Zubereitungszeit
Preiskategorie
€ €
veröffentlicht am
24.03.2016
Angaben pro 100 g
kJ (kcal)
808 (193)
Eiweiß
5,6 g
Kohlenhydrate
24,2 g
Fett
7,8 g
TIPP!
REZEPT-KATEGORIEN
TIPP!

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ZUBEREITUNG
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Vorbemerkung: Ich wuchs mit verschiedenen Bircher-Müesli-Varianten auf, die schon damals nach rd. 50 Jahren, selbst bei "eingefleischten" Rohkostabstinenzler, langsam zur Salonfähigkeit erhoben wurden (siehe "Rückblende). Selbst wenn an manchen Tagen, der von mir als Kind erdachte "Suppenlöffel-Test" (siehe weiter unten) notwendig wurde, um die Festigkeit des "Brei's" zu überprüfen und präventiv die Mahlzeit meiner Mutter einer "Qualitätskontrolle" zu unterziehen, schmälerte es meine kulinarischen Gelüste keineswegs, die im Zusammenhang mit im Grunde eher bescheidenen, patriotischen Gefühlen stehen. Konkret: Nach den ersten 7 Monaten im Orient, fern der Heimat, war mein Verlangen nach "Bircher-Müesli" so gross, dass ich mit dem Taxi in das nächste "Mövenpick"-Hotel fuhr, wo ich mich am Frühstücksbuffet hinter dieses heiss begehrte, helvetische Gericht machte. Zu dieser kleinen Episode zum Schmunzeln, sei hier noch eine historische, nicht minder interessante Rückblende vermerkt: Nur wenige Kilometer Luftlinie trennten mein Geburts- und Wohnort während der Jugendzeit von der weltberühmten Bircher-Benner Klinik in Zürich, welche 1904 von Dr. Maximilian Oskar Bircher-Benner unter dem Namen "Lebendige Kraft" ins Leben gerufen wurde. Damals verstand sich der Mensch noch als Fleischverzehrer und er konnte sich kaum vorstellen, sich von ein paar Haferflocken ernähren zu können - und dies auch noch vollwertig. Der Haferbrei, aufgekocht mit Milch (Porridge), war ja schon bekannt und als "Grütze", ähnlich wie beim "Labskaus" in Hamburg, oder der "Bouillabaisse" in Marseille, eine aus Resten von Nahrungsmitteln zusammengestellte Mahlzeit armer Leute. Damals wurde Bicher mit seiner Vollwerternährung verlacht und deswegen sogar aus der Vereinigung der Medizinischen Wissenschaften ausgeschlossen. Heute gilt er als Pionier und Wegbereiter der modernen Vollwertküche; und es begann mit einem von ihm entwickelten und deshalb nach ihm (Bircher) benannten "Müesli", das in der Zeitspanne von über 100 Jahren diverse Metamorphosen durchlebte. So gibt es dutzende Rezepte. Jeder findet natürlich sein Müesli, bzw. Müsli am Besten. So gibt es von meiner Seite her noch eins mehr, nämlich "my Bircher-Müesli", mit der Zusicherung, dass dieses den Suppenlöffel-Test besteht ! Steckt nämlich der Löffel im Brei fest, ist es eine Pampe; und geht dieser in der der Grütze ähnlichen Flüssignahrung beinahe unter, wie in einem Sumpf, dann ist der Test in beiden Fällen nicht bestanden. Es kommt auf die Konsistenz an und deshalb auch auf die Zubereitung und die Zutaten. Der eingesteckte Löffel sollte sich langsam zur Seite neigen und das Müsli vom hochgehobenen Löffel weich in 1-2 kleinen Portionen hinunter kleckern. Deshalb sollte die minimale Ruhezeit und z.B. die Zutat Honig statt Zucker nach Möglichkeit eingehalten werden. Es ist auch empfehlenswert für die Ruhezeit im Kühlschrank ein Glasgefäss zu wählen und nicht Metall. Guten Appetit....
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Joghurt mit den Haferflocken in eine grosse Glasschüssel geben und gut vermengen. Grapefruitsaft, Weinbeeren (Sultaninen), Zitronensaft zufügen, gut umrühren und einige Minuten stehen lassen. Der Quellprozess beginnt (Flocken),
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Orange schälen und die einzelnen Schnitze voneinander trennen, damit die etwas bittere und harte Columella (zentrale Achse) und Teile der vielleicht noch übrig gebliebenen Mesokarp der eher zähen Albedo entfernt werden kann. Man erlebt so weniger geschmackliche Überraschungen beim Verzehr. Blonde-Orangen sind sehr saftig; man kann aber auch Blutorangen verwenden. Äpfel waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Ich entschied mich für die süss-säuerliche Sorte "Topaz" (alternativ: "Jazz"). Die Datteln kaufe ich entsteint und schmecken kandiert-süsslich. In kleinste Stücke gehackt unterstützen sie auf Fruchtbasis den Waldhonig. Die Zwetschgen können frisch sein; eben so gut sind die tiefgefrorenen Hälften einiger Hersteller. Dasselbe auch bei den Himbeeren, die ich nach Saisonende (wenn sie preiswerter sind) portionenweise einfrieren (- 21° Grad Celsius), Die Himbeeren lasse ich ganz, die Zwetschgenhälften werden geviertelt; und diese beiden Zutaten geben beim Umrühren dem Müesli auch die leicht rosa-lila Farbe. Alle zubereiteten Früchte unter das bestehende Müesli ziehen und gut mischen. Hinweis: Die Äpfel sollten möglichst schnell verarbeitet werden, sonst werden sie bei zu langem Kontakt mit Sauerstoff bräunlich. Die Zwetschgen können in lauwarmem Wasser schnell aufgetaut werden, damit sie verarbeitet werden können. Bei Himbeeren sollte man dies nicht tun, sondern sie können als Tiefkühlprodukt direkt verwendet werden.
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Nachdem fast alle Früchte im Müesli sind, fügt an noch die geraspelte Haselnuss und die kernlosen, weissen (bzw. grünen) Trauben hinzu, sowie den Honig und die Milch. Hinweis: Zunächst wirkt es noch etwas zu flüssig. Das wird sich mit der Ruhezeit ändern.
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Die Haferflocken müssen nun in der Flüssigkeit quellen, was Zeit in Anspruch nimmt. Das Glasgefäss mit Küchenfolie (haftend) abdecken (oder mit Glasdeckel) und für mindestens 90 Minuten (Ruhezeit) in den Kühlschrank stellen. Bircher-Müesli herausnehmen, gut umrühren und wenn nötig etwas Flüssigkeit (Milch), etwas Säure (Zitronensaft), oder etwas süssen Fruchtzucker (Honig) hinzufügen und abschmecken. Nach weitern 20-30 Minuten ist das Birchermüsli genussbereit; doch so richtig schmackhaft ist es etwa 4-5 Stunden nach der Zubereitung - und es lässt sich zugedeckt problemlos 1 1/2 Tage im Kühlschrank aufbewahren, reicht also für 2 x Frühstück, wenn es am Vorabend des ersten Mals vorbereitet wurde.
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Schlussbemerkung: Die hier von mir vorgestellte "my Bircher-Müesli"-Variante ist mit den Erdbeeren der saisonalen Verfügbarkeit frischer Früchte angepasst. Die Herbstvariante z.B. beinhaltet Heidelbeeren, wobei dort natürlich eine andere Farbe dominiert.

KOMMENTARE
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   Gelöschter Nutzer
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   Moodfood
Vielen Dank Rita ! Schöne Ostern ! Liebe Grüsse Cyrill

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