Auswirkungen von Eisenmangel - Tip

Auswirkungen von Eisenmangel

Wie macht sich Eisenmangel bemerkbar und was kann man dagegen unternehmen?

Wie macht sich Eisenmangel bemerkbar und was kann man dagegen unternehmen?

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Antwort auf eine Frage von Lahrad am 28.01.2009 im kochbar-Forum


Liebe Lahrad,

Eisenmangel macht sich nicht sofort bemerkbar. Nimmt man zu wenig Eisen über die Nahrung auf, so leeren sich zunächst die Speicher, ohne dass dabei irgendwelche Krankheitszeichen auftreten. Sind die Speicher irgendwann leer, macht sich das an folgenden Symptomen erkennbar: Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Zungenbrennen, Einrisse an den Lippen, brüchige Fingernägel, blasse Haut. Wie es um Ihre Eisenversorgung steht, können Sie bei Ihrem Hausarzt anhand eines Bluttests untersuchen lassen. Frauen sind öfter von einem Mangel betroffen. Das liegt an den monatlichen Blutungen, da Eisen hauptsächlich in den roten Blutkörperchen gespeichert wird. Deswegen haben Frauen einen um 50% höheren Bedarf als Männer.

Zu den wichtigsten Eisenquellen gehören Fleisch und Innereien. Das ist der Grund, aus dem Vegetarier häufiger von Eisenmangel betroffen sind. Sie können aber Ihren Eisenbedarf auch nur über pflanzliche Lebensmittel decken. Zu den eisenreichen pflanzlichen Lebensmitteln zählen:
- Mangold, Fenchel, grünes Blattgemüse (Grünkohl, Spinat, Broccoli)
- Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse)
- Samen (Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Sesam)
- Trockenfrüchte
- Müsli
- Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen)
- Lebensmittel aus vollem Korn
- Kräuter (Petersilie, Kresse)

Das Problem ist, dass das Eisen aus tierischen Produkten von unserem Körper viel besser aufgenommen werden kann, als das aus pflanzlichen Lebensmitteln. Vitamin C kann jedoch die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln erhöhen. Sie können Ihre Eisenversorgung also verbessern, indem Sie eisenreichen Mahlzeiten immer mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln kombinieren. Gute Vitamin C Quellen sind Broccoli, Fenchel, Grünkohl, Kohlrabi, Meerrettich, rote Paprika, Rosenkohl, Hagebutte, schwarze Johannisbeere, Kiwi, Orangensaft, Sanddornsaft und Acerolasaft. Geeignete Kombinationen wären z.B. Haferflocken mit Orangensaft, Bohneneintopf mit Paprika. Schwarzer Tee und Kaffee hemmen die Eisenaufnahme, aus diesem Grund sollten diese Getränke möglichst nicht direkt nach eisenreichen Mahlzeiten getrunken werden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Herzliche Grüße,

Ihre Anja Corvin
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