Latwerge

leicht
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Zutaten

Zutaten für 1 Personen
Pflaumen, reif 3 kg
Wasser 100 ml
Zucker 1:1 150 g
Nelken, gemahlen 1 Msp
Zimtstange 1
Rum 40% 4 cl

Zubereitung

1.Gestern hatte ich von einer Runde mit Kimmi 5 kg Pflaumen mitgebracht … nööö, kein Mundraub … ich beobachte seit 6 Jahren, dass da kein Mensch erntet … wäre doch schade drum, oder?

2.Zunächst habe ich die Pflaumen in einzelnen Partien gewaschen, dann jeweils in einem großen Sieb abtropfen lassen, anschließend auf einem alten Frotteetuch ausgebreitet.

3.Und danach war ich dann auch schon wieder beim üblichen Chaos angekommen – grins – konnte das Rezept für mein erstes „Latwerge“ (hessisch: Ladwersch) vom letzten Jahr nicht finden :-(

4.Also an die kb und suchen … ich habe 8 Rezepte kopiert und genau studiert … Resultat: Ratlosigkeit … also schnell mal gegoogelt, bei Wikipedia dann einige brauchbare Anhaltspunkte gefunden ... na dann mal ran an die Pfläumchen.

5.Zum Entkernen und Zerkleinern habe ich den schlauen kleinen Helfer (Erbstück von meiner Mutter) benutzt. Da ich ja keine Pflaumenkuchen backe, hätte ich nicht gedacht, dass ich den jemals brauche :-)

6.Irgendwann hatte ich dann endlich 3 kg Pflaumen fertig entsteint. Der uralte Bräter stand schon bereit (in einigen Rezepten für die Zubereitung im Backofen wurde die tiefe Fettpfanne empfohlen … hat mich bei vergleichbaren Mengen sehr gewundert). Die Pflaumen kommen jetzt - zusammen mit 100 ml Wasser - in den Bräter.

7.Hätte ich doch bloß nicht vorher schnell noch den Rasen gemäht … jetzt zeigte die Uhr 21:30 an und die Pflaumen brauchen – bei 175-180° Umluft – mindestens 3 – 4 Stunden :-((( Im Kühlschrank keinen Platz für diese Menge, Gärfliegen auf der Lauer … blieb nur eine Möglichkeit, ab in den Ofen damit, den habe ich mutig auf 100° eingestellt – wenn das man gut geht ...

8.Um 5:30 hat es mich heute Morgen aus dem Bett getrieben … wie man auf dem Foto sieht … alles gut gegangen! Als erstes habe ich mal den Ofen auf 180° gestellt, die Zimtstange zu den Pflaumen gegeben und inzwischen die restlichen Zutaten und die Gläser (optimistisch gleich 5 Stück :gg:) vorbereitet.

9.Nach 2 Stunden war ich mit dem Ergebnis endlich zufrieden. Bei Wikipedia waren 10% Zucker (also 300 g) angegeben, das schien mir in der Relation zur verbliebenen Masse einfach zu viel, also habe ich nur die Hälfte verwendet – zum Glück! Noch eine Messespitze gemahlene Nelken dazu und - wichtig … die Zimtstange entfernen!

10.Jetzt den Zauberstab raus … einmal alles kräftig durchmatschen und - bevor der Rum dazu kommt (ich muss an meine Enkelinnen denken!) rasch ein Gläschen abfüllen – dann darf der Rum rein, noch mal gut durchrühren und dann aber ganz fix in die (leider nur noch 2) Gläser damit … die machen dann noch den üblichen Kopfstand und das war's dann:-)

11.Nicht ganz … da war noch ein unscheinbarer Rest im Bräter und der ist auf meinem Frühstückstoast gelandet :-)

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