Fehler beim Marmelade kochen: So vermeiden Sie Pannen beim Einkochen

Unser Lieblingsgericht: Erdbeermarmelade
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Zu dick oder zu dünn? So retten Sie Ihre Marmelade!

Manchmal passiert es einfach, dass trotz sorgfältiger Vorbereitung und Beachtung aller Angaben, Marmelade oder Gelee nicht auf Anhieb so gelingt wie gewünscht. Kein Grund zur Panik! Mit kleinen Kniffen ist der Fehler beim Einkochen meist schnell und gut behoben.

Zu viel Zucker: Die Marmelade ist zu dick

So vermeiden Sie Fehler beim Marmelade kochen
Ist die Marmelade nicht so geworden, wie sie sollte, reichen manchmal ein paar Tricks, um sie zu retten. © racamani - Fotolia

Ist die Marmelade zu dick, wurde sie zu lange gekocht oder der Zuckeranteil ist zu hoch. Dann können Sie sie mit etwas Flüssigkeit (pro Kilogramm Marmelade 100 Milliliter Saft oder Wasser) nochmals aufkochen (erneute Gelierprobe anschließend nicht vergessen!). Oder Sie freuen sich einfach über besonders streichfeste Marmelade, die sich auch gut auf Kuchen oder Waffeln macht.

Zu wenig Zucker: Die Marmelade ist zu dünn/flüssig

Ist die Marmelade zu flüssig, wurde sie nicht lange genug gekocht oder der Zuckeranteil ist zu niedrig. Haben Sie sehr süße Beeren verwendet, fügen Sie zwei (bis maximal vier) Esslöffel Zitronensaft hinzu und kochen das Ganze noch mal für zwei bis drei Minuten auf. Besteht Ihre Marmelade hingegen aus sauren Früchten, die Sie mit Gelierzucker im Verhältnis 2:1 oder 3:1 gekocht haben, fügen Sie etwas Apfelsaft hinzu und lassen die Fruchtmasse nochmals zwei bis drei Minuten aufkochen. Dann machen Sie noch mal die Gelierprobe. Wenn das nicht hilft, haben Sie zwar keine Marmelade, aber eine tolle Fruchtsauce für Eis, Joghurt oder Quark.

Fruchtfleisch im Fruchtsaft: Das Gelee ist zu trüb

Ist das Gelee trüb, wurden die verwendeten Beeren beim Entsaften zu stark gepresst und/oder in den Fruchtsaft ist auch etwas Fruchtfleisch geraten. Dieser vermeintliche Mangel ist rein optischer Natur und beeinträchtigt den Geschmack zum Glück in keiner Weise.

Alte Früchte verwenden: Auf dem Gelee oder der Marmelade bildet sich Schimmel

Schimmel kann mehrerlei Gründe haben: Die Früchte waren nicht mehr frisch oder hatten andere qualitative Mängel. Auslöser für Schimmel können aber auch nicht ausreichend sterilisierte Gläser oder die Tatsache, dass diese nicht fest genug verschlossen waren, sein. Oder eine Kombination von alldem hat den Schimmel verursacht. So schade es ist, werfen Sie die Marmelade oder das Gelee weg.

Nützliche Zusatzinfos zum Kochen von Konfitüre

Zutaten zu früh abwiegen: Verhältnis stimmt nicht

Wiegen Sie die zu verarbeitenden Beeren erst nach dem Putzen ab, sonst stimmt eventuell das Verhältnis von Frucht und Geliermittel nicht. Und wenn Sie nur einen Teil einer ganzen Gelierzuckerpackung brauchen, schütten Sie erst den gesamten Zucker in eine Schüssel, rühren ihn gut um und wiegen Sie dann die benötigte Menge ab. Füllen Sie den Rest anschließend zurück in die Packung. Auf diese Weise haben Sie das fürs Gelieren wichtige Pektin und die Zitronensäure (und gegebenenfalls auch die enthaltene Sorbinsäure) gleichmäßig verteilt und auch genug davon in der verwendeten Portion.

Zu kleiner Topf: Marmelade kocht über

Um ein Überkochen zu vermeiden empfiehlt es sich, einen möglichst großen Topf beziehungsweise einen mit einer möglichst weiten Öffnung zu nehmen. Zudem sollten Sie nie mehr als ein Kilogramm Früchte auf einmal verarbeiten, damit die Fruchtmasse auch wirklich schön sprudelnd kochen kann.

Wahl der falschen Gläser

Für Ihren selbstgemachten Fruchtzauber nehmen Sie am besten kleinere bis mittelgroße Gläser. Erstens wollen Sie vermutlich nicht in Massenproduktion gehen. Und zweitens haben Sie von mehreren kleineren Portionen mehr, weil Marmelade und Gelee – einmal angebrochen – dann schneller aufgegessen sind und so keine Zeit haben, zu verderben. Optimal geeignet sind Twist-off-Gläser, also Gläser mit Vakuum-Schraubdeckel. Die bekommen Sie nicht nur im Haushaltswarenladen, sondern auch im Supermarkt und mittlerweile sogar in vielen Deko-Geschäften während der Saison.

Sie können natürlich auch leere gebrauchte Gläser dafür verwenden, vorausgesetzt, die sind noch vollkommen intakt (ohne Risse, Sprünge oder rausgebrochene Randstückchen).

Fassen Sie die sterilisierten Gläser immer weit unten an, nicht am Rand. Und niemals reinfassen! Sonst können Sie mit dem Sterilisieren gleich von vorne anfangen. Es hat sich bewährt, die Gläser für das Befüllen auf ein sauberes, frisches Geschirrtuch zu stellen. Falls mal eins platzen sollte oder etwas von der Marmelade oder dem Gelee beim Einfüllen daneben geht, haben Sie so weniger Arbeit.

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