Muffins: Das müssen Sie über die kleinen Klassiker aus Rührteig wissen

Muffins – die süße Verführung für Groß und Klein

Menschen auf der ganzen Welt genießen täglich Muffins zu ihrem Frühstück, als Zwischenmahlzeit oder als Dessert. Mit saisonalen Früchten schmecken Muffins zu jeder Jahreszeit ausgezeichnet und werden von Jung und Alt gerne gegessen. Das Fantastische ist, dass sie sich so einfach hinsichtlich Geschmack, Ernährungsvorlieben und Gelegenheit anpassen lassen. So gibt es verziertes Gebäck wie Krümelmonster-Muffins und auch Joghurt-Muffins zählen mit ihrer leichten, frischen Note zu den Favoriten. Wer es gesund mag, nimmt Vollkornmehl. Menschen mit Glutenintoleranz verwenden passende Getreidesorten. Ob Sie Ihre Küchlein süß oder pikant genießen möchten, Muffins sind ein köstliches und einfach zubereitetes Gebäck.

Muffins gibt es in unzähligen Variationen
Ob mit Schokolade oder Blaubeeren: Für jeden Geschmack gibt es den richtigen Muffin © Sandra Thiele - Fotolia

Geschichte und Herkunft von Muffins

Die hierzulande allgemein bekannten Muffins kommen ursprünglich aus den USA. Diese wiederum stammen von den englischen Muffins ab, die allerdings kaum mit den amerikanischen vergleichbar sind. Die englische Variante, ein flaches Hefegebäck, das wie Toast gegessen wird, wurde erstmals im 19. Jahrhundert populär. Auswanderer brachten sie in die USA, wo sich das Rezept veränderte. So wurden die amerikanischen Muffins nicht mehr mit Hefeteig, sondern aus einem Rührteig mit Backtriebmitteln wie Backpulver hergestellt. Die Form veränderte sich und die Varianten wurden vielfältiger. Auch in Deutschland sind amerikanische Muffins mittlerweile sehr beliebt und finden sich in Supermärkten, Bäckereien und den Küchen von Hobbybäckern wieder.

Sorten und Geschmack von Muffins

Bei Muffins gibt es zwei Sorten: süß und pikant. Bei süßen Kuchen sind der Fantasie des Bäckers kaum Grenzen gesetzt: Es gibt Muffins mit Schokolade, Nüssen, oder Früchten, verziert mit Zuckerstreuseln, Glasur oder Fondant. Smarties-Muffins, Zimtrollen-Muffins oder Schoko-Apfel-Muffins – so gut wie alles, was in die speziellen Förmchen passt, kann zu einem Muffin verarbeitet werden. Auch pikante Muffins bieten viele Möglichkeiten: Zucchini, Tomaten, Paprika und viele andere Gemüse lassen sich wunderbar im Gebäck verarbeiten. Für gesundheitsbewusste Genießer gibt es passende Rezepte mit Agavendicksaft, Stevia und Vollkornmehl. Backen Sie die Muffins selbst, können Sie die Zutaten ganz einfach auf die Bedürfnisse und Vorlieben Ihrer Gäste anpassen.

Muffins haben immer Saison

Das Wunderbare an Muffins ist, dass sie immer in Saison sind. Für jede Jahreszeit gibt es passende Rezepte und es ist ganz einfach, saisonale Zutaten zu integrieren. So können Sie zum Beispiel im Sommer frische Früchte wie Erdbeeren, Blaubeeren oder Kirschen hinzufügen, während sich im Herbst Kürbis, Äpfel oder Kastanien ausgezeichnet eignen. Auch die Verzierung kann den Jahreszeiten und Feiertagen angepasst werden. Halloween-Muffins können mit gruseligen Motiven wie Gespenstern oder Fledermäusen dekoriert werden, während Kuchen mit Nikoläusen oder Tannenbäumen zur Weihnachtszeit passen. Sie entscheiden immer wieder neu, wie Ihre Kreation aussehen und schmecken soll.

Einkauf von Muffins

Möchten Sie Muffins in einer Bäckerei oder einem Lebensmittelgeschäft kaufen, sollten Sie darauf achten, dass sie frisch und saftig aussehen. Wenn sie alt sind, sehen sie trocken und stumpf aus. Frische Ware sollte glänzen, aromatisch riechen und fest, aber saftig sein. Beim Selbstbacken ist die Frische der Zutaten wichtig. Obst und Gemüse schmecken auch in Muffins am besten, wenn sie gerade in Saison sind. Eier, Butter und Milchprodukte sollten sich nicht dem Verfallsdatum nähern. Bei Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten ist es besonders wichtig, auf die Zutaten zu achten. So gibt es laktosefreie Produkte, die genauso verwendet werden können wie das laktosehaltige Pendant. Glutenhaltige Getreide und Backtriebmittel können ebenfalls leicht ersetzt werden.

Lagerung von Muffins

Generell ist es am besten, Muffins luftdicht und möglichst kühl zu lagern. In einer Frischhaltebox oder Kuchenglocke bleiben sie bei Zimmertemperatur oder in der Speisekammer 2-3 Tage frisch und saftig. Küchlein, die eine Glasur haben oder auf Grund ihrer Zutaten recht feucht sind, sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Je nach Art eignen sich Frischhaltedosen, Gefrierbeutel oder sogar Schraubgläser für einzelne Muffins zur Aufbewahrung im Kühlschrank. Eher trockene Varianten bleiben im Kühlschrank bis zu einer Woche lang frisch, während feuchte oder solche mit Glasur innerhalb weniger Tage verzehrt werden sollten.

Zubereitung und Haltbarmachen von Muffins

Wie bei allen selbst gebackenen Speisen ist es auch bei Muffins wichtig, dass genau auf das Rezept geachtet wird. Eine Form, die mit Muffinförmchen aus Papier ausgelegt wird, kann beim Backen nützlich sein. So gelingen hohe, handliche Küchlein von ähnlicher Größe. Jeder Ofen backt anders, deshalb ist es möglich, dass die im Rezept angegebene Backzeit von Ihrem Ofen über- oder unterschritten wird. Machen Sie gegen Ende der vorgegebenen Backzeit die Stäbchenprobe mit einem Zahnstocher, um zu sehen, ob die Muffins fertig sind. Um sie für längere Zeit haltbar zu machen, ist es am einfachsten, sie einzufrieren. Geben Sie frisch gebackene Kuchen nach dem Auskühlen in einen Gefrierbeutel oder einen geeigneten Behälter. Bei Bedarf können sie dann über Nacht im Kühlschrank aufgetaut oder in der Mikrowelle leicht erwärmt werden.

Nährwerte von Muffins

Bei Muffins sind die Kalorien ganz von den verwendeten Zutaten abhängig. Wenn Sie sich nicht um sie sorgen, können Sie sie mit Zucker, Butter oder Schokolade zubereiten und die süßen Leckereien nach Herzenslust genießen. Bei Schokoladenmuffins kann bei einer Portion von 110 Gramm von etwa 370 Kalorien ausgegangen werden. Wenn Sie auf eine gesundheitsbewusste Ernährung achten, können Sie das ebenfalls tun, ohne dass der Genuss auf der Strecke bleibt: Muffins mit Obst oder Gemüse und wenig Zucker sind meist kalorienärmer, schmecken aber lecker. So eignen sich zum Beispiel Äpfel, Birnen, Möhren oder Zucchini hervorragend für süße Muffins. Statt Zucker können Sie Agavendicksaft oder Honig verwenden, müssen dann allerdings den Anteil an Flüssigkeit entsprechend angleichen.

Besonderheiten und No-Gos bei Muffins

Muffins sind nicht nur delikat, sondern auch äußerst praktisch. Sie sind klein, handlich und leicht zu transportieren. Wenn sie in Papierförmchen gebacken wurden, sind sie besonders gut unterwegs verzehrbar. Sie eignen sich etwa für Picknicks oder für Kindergeburtstage. Süße Muffins eignen sich für das besondere Frühstück oder als leichte Nachspeise. Die herzhafte Variante kann als Beilage zu einem Mittag- oder Abendessen dienen. Damit ein lockerer Teig gelingt, werden feste und flüssige Zutaten am besten getrennt voneinander gemischt. Anschließend wird beides nur noch wenige Sekunden miteinander verrührt, da dann nicht zu viel Kleber entsteht.

Zubereitungstipps und klassische Rezepte für Muffins

Muffins gelingen am besten, wenn vor der Zubereitung alle Zutaten zimmerwarm sind. Messen Sie dafür Zutaten wie Butter und Milch je nach Rezeptangabe ab und lassen Sie diese bei Zimmertemperatur stehen, bis sie sich erwärmt haben. Bei dem Mischen der Zutaten mit einem Handrührgerät sollten Sie zwischendurch immer wieder mit einem Teigschaber die Ränder der Rührschüssel abschaben, um alle Zutaten gleichmäßig zu verrühren. Ein echter Klassiker, der Blaubeermuffin – der ganz nebenbei der offizielle Staatsmuffin von Minnesota ist - gelingt, indem Sie nach dem Vermischen aller Zutaten eine gute Handvoll Blaubeeren unter den Teig heben.

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Rezept von barbara62
vom 10.09.2021
20 Min
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günstig
(10)