Whisky: Die edle Spirituose für Feinschmecker

Whisky wird in ein Glas gegossen.
Whisky ist für Feinschmecker ein ganz besonderer Genuss. © picture alliance / landov, DAVID GRUNFELD

Whisky - ein edler Genuss für alle Sinne

Gold-braun, aromatisch und vollmundig im Geschmack: Guter Whisky ist ein Genuss für fast alle Sinne. Liebhaber verbringen Stunden um Stunden damit, über verschiedene Whiskys und ihre Destillen zu philosophieren. Auch die Tourismus-Branche in Großbritannien macht sich die Faszination um Whisky zu Eigen und bietet Rundreisen an, auf denen verschiedene Destillen besucht werden können. Von den schottischen Highlands über die Lowlands zu den Inseln oder doch lieber eine Tour durch Irland? Nur wenige andere Getränke üben so eine starke Anziehungskraft auf Feinschmecker aus wie Whisky.

Herkunftsgeschichte und Sorten von Whisky

Ob Whisky das erste Mal in Schottland oder Irland destilliert wurde, ist eine Glaubensfrage. Gesichert ist aber, dass eines der Länder der Ursprungsort der goldenen Flüssigkeit ist. Das Wort Whisky - oder Whiskey wie er in Irland und vielen Teilen der USA geschrieben wird - stammt aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie "Wasser des Lebens". Für die irische und schottische Wirtschaft trifft dies zu: Whisky ist ein echter Exportschlager und die Branche ein großer Arbeitgeber in beiden Ländern. Schon im 17. Jahrhundert erkannte man die Bedeutung des Destillats: Sowohl in Schottland als auch in Irland wird Whisky seitdem besteuert. Mit den ersten Siedlern kam auch der Whisky in die USA, wo er ebenfalls zu einem wichtigen Teil der Wirtschaft wurde. Die Prohibition in den 1920ern traf die US-amerikanischen Destillen deshalb besonders hart.

Bei Whisky unterscheidet man zwischen den verschiedenen Arten der Herstellung. Während ein Single Malt Whisky nur aus Gerste besteht und aus einer Brennerei stammen muss, kann ein Blended Whisky eine Mischung verschiedener Whiskys sein. Single Malts aus verschiedenen Jahrgängen können unterschiedlich schmecken; Blended Whiskys sollten dagegen immer gleich ausfallen. Bourbon ist der US-amerikanische Vertreter der Whiskys. Er muss zu mindestens 51 Prozent aus Mais bestehen. Bei den Herstellungsarten hören die Unterschiede zwischen den Whiskysorten jedoch nicht auf. Jede Whiskyregion und jede Destille gibt ihrem Whisky seinen charakteristischen Geschmack. Dabei kennt man vor allem folgende Geschmacksrichtungen: leicht und blumig, voll und rauchig sowie fruchtig und würzig. Die bekanntesten Whisky-Destillen befinden sich in Schottland, Irland und den USA. Aber auch in Japan, Finnland, Deutschland und anderen Ländern haben Liebhaber damit begonnen, in kleinen Destillen Whisky selber zu machen.

So finden Sie Ihren perfekten Whisky und lagern ihn richtig

Whisky-Fässer
Whisky reift in den Destillen in Fässern heran. © REUTERS, © Russell Cheyne / Reuters, RC/RT /TW

Whisky wird rund ums Jahr hergestellt und vertrieben. Wenn Sie sich mit Whisky noch nicht auskennen, ist es ratsam, sich in einem Fachgeschäft vor dem Einkauf beraten zu lassen. Viele spezialisierte Geschäfte bieten auch Whisky-Verkostungen an. Dort erfahren Sie, was einen guten Whisky ausmacht und welche Whiskysorten sowie Geschmacksrichtungen Ihnen am meisten zusagen. Fast alle Destillen stellen milden Whisky her, der sich gut für Einsteiger eignet.

Sind Sie bereits vertraut mit der Materie, kann es sich lohnen, Whisky über das Internet zu bestellen. Dort erhalten Sie leichter Flaschen aus limitierten Serien oder kleineren, unbekannteren Destillen. Damit Sie auch lange Freude an Ihrem Whisky haben, sollten Sie darauf achten, ihn richtig zu lagern. Vermeiden Sie es, Whisky direktem Sonneneinfall sowie zu hohen oder schwankenden Temperaturen auszusetzen. So kann auch geöffneter Whisky mehrere Monate aufbewahrt werden. Da der Geschmack sich durch den Kontakt mit der Luft verändern kann, sollten Sie offene Flaschen jedoch nicht zu lange lagern.