Mango: Alles rund um die süße Götterfrucht

Mangos
Mangos werden vorwiegend in asiatischen Ländern angebaut. © picture alliance

So vielseitig ist die Mango

Mangos sind die tropischen Früchte schlechthin - bei ihnen kann man die Sonne förmlich schmecken. Es gibt insgesamt über 1.000 verschiedene Sorten der Steinfrucht, von der nicht nur das Fruchtfleisch verwendet wird. Aus dem Kern der Mango wird Öl hergestellt, das aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften in der Kosmetikindustrie zum Einsatz kommt. Die Früchte selbst, die in Farbe, Form und Größe variieren, findet man seit einigen Jahren regelmäßig in den deutschen Supermärkten und sind aus vielen Desserts wie Obstsalaten oder Eiscreme gar nicht mehr wegzudenken.

Wo kommt die Mango her?

Die Mango findet man vor allem in Indien und auf den Philippinen, wo sie schon seit rund 4.000 Jahren angebaut wird. Indien ist mit 10-15 Millionen Tonnen weltweit der größte Exporteur seiner Nationalfrucht. Seit 1200 v. Chr. gilt die Mango im Hinduismus als Speise der Götter, was auf ihre ausgeprägte Süße zurückzuführen ist, und ist dort seitdem ein Zeichen des Reichtums. Noch heute wird die Mango als Opfergabe verwendet.

Aber nicht nur in Indien wird die Mango kultiviert: In weiten Teilen Asiens, vor allem jedoch China, Mittel- und Südamerika, den USA, in der tropischen Zone Afrikas und sogar in Spanien wird die Mango angebaut. Dort wächst die Frucht, die teilweise bis zu drei Kilogramm schwer werden kann, auf etwa 30 Meter hohen Bäumen - in Einzelfällen werden Mangobäume sogar bis zu 45 Meter hoch.

Je nach Standort und Sorte benötigen die Früchte mal mehr und mal weniger Sonnenschein und Wasser. Da sie in den Tropen wachsen, gibt es keine 'Mango-Saison'. Stattdessen ist die Mango als Importware in Deutschland ganzjährig erhältlich. Zu verdanken haben wir den tropischen Genuss hierzulande übrigens portugiesischen Seefahrern, die die Frucht aus Asien mit nach Europa brachten.

Tipps und Tricks zum Verzehr der Mango

'Mangoigel'
Mangos lassen sich mit den richtigen Tricks schnell und schön zu echten Hinguckern verarbeiten. © picture alliance

An das süß-saftige faserig-feste Fruchtfleisch der Mango zu kommen, ist wegen des großen, flachen Kerns nicht gerade einfach. Aber auch hier gibt es ein paar Tricks, um die Mango schnell und einfach zu schälen, zu schneiden und in Szene zu setzen.

Da reife Mangos sehr druckempfindlich sind, werden sie früh geerntet, um sie leichter transportieren zu können. Zuhause muss die Mango meist also noch etwas nachreifen. Dafür wickelt man sie zum Beispiel in Zeitungspapier oder legt sie zusammen mit reifen Mangos oder Äpfeln in eine Schale. Diese geben sogenannte Ethyle ab, die die Reifung beschleunigen. Die Aufbewahrung bei Zimmertemperatur ist dabei der im Kühlschrank deutlich vorzuziehen.

Ob die Mango reif ist, erkennt man daran, ob sie stark duftet und leicht nachgibt, wenn man sie berührt. Auf der Schale, die rot, gelb oder grün ist oder einen Mix aus diesen Farben haben kann, entstehen mit der Zeit kleine schwarze Punkte. Dann sollte man die Mango innerhalb kürzester Zeit essen. Ist der Stielansatz jedoch noch eingesenkt, ist die Mango noch nicht reif.

Je nach Reifegrad der Mango eignen sich verschiedene Kniffe zum Verarbeiten der Frucht: Ist sie noch einigermaßen hart, kann man, ähnlich dem Verarbeiten einer Kartoffel, einen Sparschäler verwenden und daraufhin mit einem Messer die Mango nahe des Kerns längs in drei Stücke schneiden. Die äußeren Stücke lassen sich dann einfach würfeln oder in Scheiben schneiden.

Wenn man die Mango jedoch weder schälen, noch deren Schale essen möchte (was nur bei Bio-Früchten zu empfehlen ist), kann man sie auch zu einem 'Igel' verarbeiten: Dazu schneidet man die Frucht wieder längs entlang des Kerns auf und schneidet daraufhin, ohne die Haut zu beschädigen, das Fruchtfleisch rasterförmig auf. Danach stülpt man die Mango vorsichtig um und muss anschließend nur noch die Fruchtfleischstücke von der Haut trennen.

Die inneren Werte zählen: So gesund sind Mangos

Mangos sind sehr gesund, denn sie enthalten viele wichtige Vitamine und Ballaststoffe und wenig Säure. Neben den Vitaminen A, B3, B5, B6, C und E, die das Immunsystem stärken, die Sehkraft verbessern, die Zellerneuerung von Haut und Knorpelgewebe fördern und Infektionen und Erkältungen vorbeugen, enthält die Mango unter anderem auch Kalium, Magnesium und Kalzium.
Mangos bestehen zu 82 Prozent aus Wasser und zu 12 Prozent aus Fructose. Wegen des recht hohen Fruchtzuckergehalts ist sie für Diäten nur bedingt geeignet. Auch bei Fructoseintoleranz sollte man auf Mango eher verzichten. 100 Gramm Mango haben etwa 60 Kilokalorien.
Übrigens: Der Verzehr von Mango kann sich positiv auf die Darmflora auswirken.

Bei dem Verzehr der Mangoschale ist Vorsicht geboten: Diese wirkt als Allergen, da sie Urushiale enthält, die ähnlich den Inhaltsstoffen des Giftefeus wirken. Diese reizen die Haut und so kommt es vor allem in asiatischen Ländern, wo viel Mango angebaut wird, regelmäßig zum Auftreten einer sogenannten 'Mango-Dermatitis'. Ohne die Schale ist das Fruchtfleisch der Mango aber bedenkenlos genießbar.

Egal, ob in Smoothies, Marmelade, Mango-Currys, fruchtigen Mango-Chutneys oder Salaten, ob frisch, getrocknet oder anderweitig verarbeitet: Die Mango macht immer eine gute Figur. Insbesondere aus der indischen Küche ist sie nicht mehr wegzudenken, denn sie ist vielseitig einsetzbar und findet sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten ihren Platz.