Butter oder Margarine: Was ist besser?

Ist Margarine wirklich gesünder als Butter?
Ist Margarine wirklich gesünder als Butter? Mythos oder Wahrheit? 00:02:12
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Margarine oder Butter? Das sind die Unterschiede

Fragen Sie sich auch ständig, ob denn nun Butter oder Margarine besser ist, wenn Sie im Supermarkt vor dem Kühlregal stehen? Butter gilt als ungesund, weil sie viel Cholesterin enthält. Worin unterscheiden sich Butter und Margarine sonst noch? Und ist Margarine wirklich gesünder?

Butter oder Margarine?
Worin unterscheiden sich Butter und Margarine? © dpa, David Ebener

Vom Kaloriengehalt her unterscheiden sich Butter und Margarine kaum. Beide Streichfette enthalten etwa 720 Kalorien pro 100 Gramm und haben einen Fettanteil von 80 Prozent. Butter enthält viele tierische, gesättigte Fettsäuren und etwa 230 Milligramm Cholesterin pro 100 Gramm. Cholesterin treibt die Blutfette in die Höhe und kann so Arteriosklerose und Herzerkrankungen begünstigen. Margarine hingegen ist rein pflanzlich und gilt als gesünder, weil sie viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält. Diese helfen dabei, den Cholesterinspiegel niedrig zu halten und schützen außerdem vor Arterienverkalkung.

Butter muss immer aus mindestens 82 Prozent Milchfett bestehen. Deutsche Markenbutter muss aus Sahne beziehungsweise Rahm hergestellt werden. Molkereibutter darf auch aus Milch und Molkensahne hergestellt werden. Halbfettbutter enthält nur 39 bis 41 Prozent Milchfett.

Da Butter ein tierisches Produkt ist, enthält sie von Natur aus die fettlöslichen Vitamine A und D. Diese fehlen der reinen Margarine. Diesen Nachteil gleichen die Hersteller aber aus, indem sie der Margarine meist künstlich Vitamin A, D und zusätzlich Vitamin E zusetzen.

Margarine ist nicht gleich Margarine

Doch Margarine ist nicht automatisch die bessere Wahl. Margarine enthält zwar wertvolle ungesättigte Fettsäuren, dafür aber auch sogenannte Trans-Fettsäuren. Diese entstehen beim künstlichen Härten der Pflanzenöle, um die Margarine streichfest zu machen. Trans-Fettsäuren erhöhen das "böse" LDL-Cholesterin (low density oder weniger dichtes Cholesterin), das als Risikofaktor für Arterienverkalkung gilt. Gleichzeitig senken sie das "gute" HDL-Cholesterin (high density cholesterine oder sehr dichtes Cholesterin). HDL kann Ablagerungen, die sich schon in den Adern gesammelt haben, aufnehmen und in die Leber transportieren. Dort werden sie schließlich abgebaut und entsorgt. Ob eine Margarine Trans-Fettsäuren enthält, erkennen Sie an der Angabe "zum Teil gehärtet" oder "zum Teil hydrogeniert".

Am besten und gesündesten ist Margarine, die frei von gehärteten Fetten, reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, frei von Konservierungsstoffen und kochsalzarm ist. Pflanzenöle, Reform- und Diät-Margarinen enthalten meist keine Trans-Fettsäuren. Reformmargarine darf keine gehärteten Fette enthalten. Um die Streichfestigkeit zu erreichen werden feste Pflanzenfette wie Kokos- oder Palmfett verarbeitet. Deshalb hat Reformmargarine einen höheren Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Diätmargarine darf nur aus pflanzlichen Fetten und Ölen hergestellt werden. Wenn der Anteil der mehrfach gesättigten Fettsäuren mindestens 50 Prozent beträgt, darf auf eine blutdrucksenkende Wirkung hingewiesen werden. Mit der richtigen Margarine können Sie Ihre Gesundheit fördern.

Generell gilt:

Verwenden Sie möglichst wenig Fett. Pro Tag sollten es nach Möglichkeit nicht mehr als 70 bis 80 Gramm sein. Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollten auf hochwertige Diätmargarinen zurückgreifen. Diese helfen dabei, die Blutfettwerte zu senken. Und nebenbei sparen Sie auch noch Kalorien. Cholesterin senkende Butter oder Margarine ist allerdins eher ein Medikament als ein Lebensmittel und nichts für normale, gesunde Konsumenten.

Zum Braten eignen sich am besten Rapsöl und Olivenöl. Vor allem Olivenöl enthält bis zu 85 Prozent ungesättigte Fettsäuren. Sie enthalten viele ungesättigten Fettsäuren und darüberhinaus auch die wichtige Omega-6-Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Für Salate sind kaltgepresste Pflanzenöle optimal.

Sie sollten immer dran denken, dass nicht nur Butter und Margarine Fettquellen sind, sondern vor allem auch in Wurst, Käse, Kuchen und sonstigen Süßwaren Fette lauern. Aber wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift. Solange Sie sich ausgewogen ernähren und Ihr BMI zwischen 19 und 25 liegt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.