Hackbraten für Ostern

Rezept: Hackbraten für Ostern
Ein "falscher Hase" mal anders ;-)
6
Ein "falscher Hase" mal anders ;-)
01:05
9
2494
Zutaten für
4
Personen
Bild hochladen
Rezept speichern
ZUTATEN
1 kg
Hackfleisch gemischt
3 Stück
Zwiebeln gehackt
2 Stück
Knoblauchzehen gehackt
1 Bund
frische Kräuter
1 Stück
Paprika
1 Tasse
Semmelbrösel
4 Stück
Eier
2 Esslöffel
Senf mittelscharf
Pfeffer
Salz
Gewürze aus Kräutern
1 Stück
Physalis
1 Stück
Haribo Lakritz-Schnecke
1 Stück
Marshmallow
2 Stück
Lorbeerblätter
2 Stück
Kaugummis
6 Stück
Zahnstocher
Mehl
REZEPTINFOS
Schwierigkeitsgrad
mittel
Zubereitungszeit
Preiskategorie
€ €
veröffentlicht am
15.03.2017
Angaben pro 100 g
kJ (kcal)
1498 (358)
Eiweiß
10,1 g
Kohlenhydrate
73,5 g
Fett
2,1 g
TIPP!
REZEPT-KATEGORIEN
TIPP!

ÄHNLICHE REZEPTE
Hackbraten für Ostern

Vampyre Muffins
Pommes rot-weiß
Joghurt in lila
Spargel an Tomaten und Pecorino

ZUBEREITUNG
Hackbraten für Ostern

Schnippeln was das Zeug hält
1
Zuerst schneide/hacke ich die Zwiebeln, den Knoblauch und die Paprika. Bei der Paprika geht für mich alles außer grün (ist mir persönlich zu bitter). Für diese Arbeit gibt es zwar tolle mechanische Gemüse-Schneider, am liebsten schneide ich jedoch ganz klassisch mit einem Messer grob vor und zerkleinere das Ganze anschließend mit einem Wipp-Messer. Ich finde, dabei kann man prima meditieren. ;-) Mit den Kräutern gehe ich ähnlich vor. Wenn’s mal schneller gehen muss, greife ich auch gern mal in die Tiefkühl-Abteilung und nehme fertig geschnittene Kräuter. Im Normalfall aber zerkleinere ich auch hier frische Kräuter auf oben beschriebene Weise. Das schmeckt nun mal einfach am besten!
Mischen, mischen, mischen...
2
Sobald alles zerkleinert ist, gebe ich die Zutaten zum Hackfleisch dazu. Bei den Mengenangaben bin ich hier mal von einem Kilo Hack ausgegangen. Wenn ich mich so richtig mit meinen Kreationen austobe, können das aber auch schon mal 2 Kilo Hackfleisch werden - siehe hierzu auch meine Webseite "Hackfleischkreationen" – einfach mal googeln... ;-) Aber wir gehen hier einfach mal von 250g pro Nase für 4 Personen aus und setzen voraus, dass es noch was dazu gibt. Ansonsten können die Mengen entsprechend einfach vervielfacht werden. Zur Mische hinzu kommen nun noch die Semmelbrösel und die Eier. Von letzteren nehme ich nur das Eigelb. Zum einen macht das eine schöne Farbe, zum anderen ist es ein prima „Klebstoff“. Was Salz, Pfeffer und zusätzliche Gewürze angeht, kann ich leider nicht mit konkreten Mengenangaben dienen. Das passiert bei mir immer „frei Schnauze“ und schmeckt daher auch nicht immer exakt gleich – dafür aber konstant lecker! 8-) Wichtig finde ich, beim Abschmecken immer noch andere Meinungen einzuholen. So bekommen Frau und Kind immer erst mal einen Löffel zwischendurch und ich taste mich Stück für Stück ran. Da ich die Mische über Nacht im Kühlschrank bzw. in der kalten Jahreszeit auch schon mal draußen verschlossen ziehen lasse, gehe ich immer davon aus, dass sie am nächsten Tag deutlich intensiver schmeckt und lasse es daher eher vorsichtig angehen mit dem Würzen. Wichtig finde ich, ordentlichen Pfeffer zu nehmen. Der darf dann auch schon mal einen Euro mehr kosten als sonst – z.B. Steakhouse-Pfeffer. Aber Vorsicht! Im Beispiel handelt es sich um eine Gewürzmischung, in der u.a. auch nennenswert Salz ist. Beim späteren zusätzlichen Salzen also bitte entsprechend behutsam / sparsam sein!
Ruhen lassen
3
Vorbereitung ist alles! Wer es sich also von der Planung her leisten kann, die Mische über Nacht gut gekühlt ruhen zu lassen, sollte dies tun. Das ist zwar kein Muss, wird aber am nächsten Tag durch einen ausgewogenen und intensiven Geschmack belohnt.
Backen / Braten
4
Wollt Ihr einfach nur einen Hackraten, geht’s nun ab in den Ofen (bei 200° Celsius). Andernfalls (wenn es ein echter Nachbau meines Hasen oder aber eine andere Kreation werden soll) macht es Sinn, die Masse grob in Form zu bringen. Das macht es nachher leichter, die gewünschte Endform zu erreichen. Gerade wenn man ausgiebig an der Masse herumformt macht es sich gut, diese vorher mit Mehl einzustauben – dann klebt das Ganze nicht so an den Händen fest und macht somit das Formen leichter. Der Braten bleibt nun ca. 50 Minuten im Ofen drin, bevor die Ruhephase einsetzt. Ich nutze Ober- und Unterhitze, heize aber nicht vor. Erfahrung mit einem Umluft-Herd habe ich leider mangels eines solchen nicht. Manch einem mag 50 Minuten bei dieser Menge Hackfleisch etwas kurz vorkommen. Ich kann aber versichern: Das reicht! Es kommen eh noch 10-15 Minuten Ruhen bei abgeschalteter Hitze-Zufuhr hinzu und dann ist das Hack auch durch. Längere Garzeiten machen den Braten nur schnell zu trocken. Selbst bei der 2-Kilo-Variante überschreite ich 60 Minuten bei 200 Grad nicht. Die Ruhezeit danach bleibt gleich.
Kleine Tipps zwischendurch zum Thema Garen
5
Je nachdem, wie mir gerade an der Mütze ist, streiche ich den Braten bis zu 2 Mal zwischendurch mit Eigelb ein. Das gibt eine tolle Farbe und macht ihn etwas knuspriger. Manchmal decke ich ihn auch mit American Bacon-Streifen ein, die nach dem Braten wieder runterkommen (wird dann auch sehr gerne genascht…). Das gibt zwar nicht so eine schöne goldgelbe Farbe und wird auch nicht knusprig, ist dafür aber saftiger. Einen Lieblingsweg hierfür habe ich nicht. Das möge ein jeder für sich ausprobieren und dann selbst entscheiden. Da ich keine dieser Varianten "besser" finde, mache ich das mal so und mal so...
Abkühlen lassen
6
Alles was jetzt kommt, ist quasi optional und hängt davon ab, ob Ihr einfach nur einen Hackbraten haben wollt, oder eine Hackfleischkreation wie im Beispiel meinen Osterhasen. Im letzten Fall ist nun eines erst Mal Pflicht: Ordentlich abkühlen lassen! Schnippelt und schnitzt man im warmen oder gar heißen Zustand zu arg daran herum, fällt schneller etwas auseinander, bricht ab oder dergleichen. Ich fange daher frühestens mit dem Finale an, wenn der Braten handwarm ist – meist noch etwas später.
Finale
7
Als erstes wird mit einem scharfen, handlichen Messer die grobe Form etwas verfeinert. Dabei fallen jede Menge leckere „Abfälle“ zum Kosten ab, was neben dem Koch auch die Familie freut. ;-) Anschließend geht’s an die Feinarbeit: Die Lorbeerblätter für die Ohren hab ich einfach direkt in den Braten reingepiekst. Die Physalis für die Nase, die Haribo-Konfekte für die Augen und die Marshmallow für den Stummelschwanz sind jeweils mit in der Mitte auseinandergebrochenen Zahnstochern festgepinnt. Für den Schnurrbart habe ich eine Haribo-Lakritzschnecke ein Stückchen abgewickelt und entsprechend in Form gebracht. Auch diese sowie die Zähne werden von Zahnstochern gehalten. Die Zähne könnt Ihr aus Zahnpflege-Kaugummis, Wrigleys Extra oder dergleichen machen. Entweder einfach mit einem Messer in der Mitte teilen oder aber nur ein Stück abschneiden, wenn sie (wie beim Hasen) etwas länger ausfallen sollen. Und nun Viel Spaß beim Ausprobieren und Guten Appetit! 8-)

KOMMENTARE
Hackbraten für Ostern

Benutzerbild von Test00
   Test00
Moin moin, habe gerade in unseren Urlaubswochen auf Mallorca sehr viel leckeres gegessen, aber deine Kreationen sind einfach unschlagbar lecker. LG. Dieter
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
Dankeschön! 8-)
Benutzerbild von sTinsche
   sTinsche
Guuuuut! :-) Nur für mein Teil würde ich statt süßes z.B. Oliven und salzige Sachen verwenden! Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache! (-:
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
Danke Dir! Traue mich ja schon gar nicht mehr, hier auf vorhandenen Stuff meinerseits im Web zu verweisen. Ich habe Hackbraten z.B. auch schon mit Fondant versehen, was zwar optisch tierisch geil, geschmacklich aber leider völlig daneben war. Die "Außenhaut" konnte ich getrost entsorgen, während der Innenteil zu genießen war - trotz bester Zutaten und sorgfältiger Zusammenstellung (wie immer) war's insgesamt für'n A.... Insofern liegst Du mit den Oliven und mit dem Salzigen garantiert nicht falsch. Das hätte im Nachhinein betrachtet besser gepasst. Gescheitert bin ich damals an Experimenten mit schwarzer Lebensmittelfarbe. Das funktionierte zwar vor dem Backen/Braten, sah danach aber ekelhaft giftgrün aus. So landete ich schließlich beim Fondant. Nun ja - das Auge ist nun mal mit und in so fern war ich an diesem Abend nicht unbedingt der Held. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und meistens gehen meine Experimente zum Glück gut aus. Trotzdem gilt hier wie immer im Leben: Man muss auch mal ins Klo greifen können - nur dann kann man Erfolge tatsächlich geniessen...! ;-)
Benutzerbild von scarab
   scarab
Na also es geht doch! Lieber Hansmann, nachdem mir der Hase gestern schon ganz gut gefallen hat, alleine schon die Idee - und Du heute die Zutatenliste ergänzt hast, gibt es auch eine Bewertung. Wir sind gar nicht so schlimm, wir sind schlimmer ;-), aber auch wir kochen mit eine handvoll davon und eine hiervon und machen uns die Mühe das dann in EL und TL etc. umzuklabustern ..... GLG Anke
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
Vielen Dank, Anke. Tatsächlich tu ich mich in der Tat damit schwer (wie man wohl gesehen hat) da mein Augenmerk eher auf der Optik liegt. Wie inzwischen (hoffentlich) rübergekommen ist, ist mir der Geschmack deswegen aber trotzdem alles andere als egal. Auf den ersten Blick spule ich hier einfach nur mein Programm runter. Auf den zweiten Blick aber eben nicht. Hier spielt sehr viel Emotion und in diesem Sinne meine gegenwärtige Verfassung mit rein. In diesen Augenblicken denke ich nicht darüber nach, wieviel TL Pfeffer oder Salz ich irgendwo dran haue. Ich mache das einfach, bis es mir schmeckt und führe darüber eben KEIN Buch. Anschließend bereite ich es optisch auf. Trotzdem ist mir (wenigstens inzwischen klar), wieso hier - berechtigterweise - Reibungspunkte auftraten... ;-)
   Gelöschter Nutzer
Dieser Kommentar wurde gelöscht.
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
So - die Hausaufgaben sind gemacht! 8-)
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
Hallo Muelenwirtin, (schöner Name übrigens) Vielen Dank für Deine Worte. Warum sollte ich beleidigt sein? Die wiederholte Kritik zeigt ja doch recht deutlich, dass ich hier was falsch (oder wenigstens nicht so ganz richtig) gemacht habe. ;-) Wie zuvor schon versprochen werde ich daher Details noch nachreichen. Viele Grüße zurück und bis dahin...
Benutzerbild von Waltl
   Waltl
Dein erstes Rezept hier, lieber Hans, sieht ja recht hübsch und gschmackig aus und es wäre schön, wenn noch weitere folgen würden - W e n n ja wenn Du auch die Gepflogenheiten in der KB beachten würdest, sodaß man sich nicht erst die diversen Zutaten aus der Beschreibung herauskitzeln muß. Gellja, das ist ja nicht so schwierig. Also gib Dir einen Ruck und Du bist herzlich willkommen. LG.
Benutzerbild von Waltl
   Waltl
Super, lieber Hans, ich freu mich riesig, daß Du Dir den von mir empfohlenen Ruck gegeben hast. Du bist nämlich ein klasse Koch und wirst auch in Hinkunft eine Bereicherung für alle sein, dessen bin ich mir sicher. GLG.v.Manfred !
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
So - die Hausaufgaben sind gemacht! 8-)
Benutzerbild von Hansmann70
   Hansmann70
Hallo Waltl, Vielen Dank für das Feedback. Tut mir leid, wenn ich hier zu schlampig daher komme in Sachen Zutaten. Zwar mache ich das tatsächlich stets "frei Schnauze", aber natürlich habe auch ich einen Fahrplan - dann halt nicht auf nem Zettel, sondern im Kopf. Insofern ist das wohl etwas zu knapp geraten für diese Seite, wie ich im Nachhinein zugeben muss. Ich werde Details daher nachreichen - versprochen! Ich muss das in diesem Sinne nur erst mal für mich sortieren und niederschreiben, bevor ich das auf die Menschheit loslasse... 8-)

Um das Rezept "Hackbraten für Ostern" kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Empfehlung