Chili con Carne

2 Std leicht
( 49 )

Zutaten

Zutaten für 10 Personen
Rinderhack 2 kg
Kidney-Bohnen 350 Gramm
Bohnen weiß 350 Gramm
Wachtelbohnen 350 Gramm
Paprikaschoten (rot, gelb, grün) 6 Stück
Peperoncini 3 Stück
Mais gegart 600 Gramm
Tomaten passiert 1000 Gramm
Zwiebeln 500 Gramm
Rinderfond 400 ml
Rinderconsommé 400 ml
Knochenbrühe 500 ml
Knoblauchzehen 8 Stück
Tomatenmark 250 Gramm
Chili-con-Carne-Gewürzmischung 3 EL
Oregano 1 EL
Distelöl (Safloröl) 2 EL
Salz 2 EL
Chilisoße (Sambal Oelek) 3 EL
Sojasoße dunkel 2 EL
Sumach 1 EL
Zitronenpfeffer, Zitronengras gemahlen etwas

Zubereitung

1.Etwa 3 Liter Wasser abkochen und erkalten lassen. Getrocknete Bohnen – nach Sorten getrennt – zunächst waschen, dann schlechte Bohnenkerne aussortieren. Jede Bohnensorte in verschiedenen Gefäßen getrennt mit dem abgekochten Wasser etwa 2 cm über den Kernen bedecken. Über Nacht (besser 24 Stunden) quellen lassen. Grund für die Verwendung abgekochten Wassers ist der geringere Kalkgehalt durch die Erhitzung. Die Trennung nach Bohnensorten sollte man wegen der unterschiedlichen Garzeiten vornehmen. Auch der geneigte Gast findet es nicht besonders witzig, auf teilweise harten Kernen herumkauen zu müssen.

2.Das Einweichen in abgekochtes Wasser macht insoweit Sinn, als sich dadurch die Kochzeit für die Bohnen auf ungefähr 1/3 verringert. Ich habe die Kidney-Bohnen gestern in etwa 150 Minuten ! essbar gekocht, während die in Wasser eingeweichten anderen Bohnen heute nur 70 Minuten brauchten.

3.Während die Bohnen kochen, das Hackfleisch in einer oder (bei der Menge) in zwei Pfannen auf großer Flamme scharf anbraten. Bei hohem Fettgehalt ist die Zugabe von geschmacksneutralem Öl entbehrlich. Ansonsten nimmt man 1 bis 2 EL Öl hinzu. Es sollte der gesamte austretende Fleischsaft verdampft und das Hack dunkel gebräunt sein. Das Hack wird in der Pfanne mit einem Holzspatel oder einem Pfannenwender immer wieder zerstoßen und gewendet, so dass letztlich nur Krümel übrig bleiben. Der Bräunungsprozess beginnt erst, wenn man ein richtig scharfes Zischen wahrnimmt. Wenn es nicht mehr dampft, sondern raucht, ist es angebrannt. Sollte man vermeiden.

4.Wenn das Hack die gewünschte Bräune erreicht hat, gibt man das Tomatenmark, die klein gewürfelten Zwiebeln und den gepressten oder gehackten Knoblauch hinzu, bis die Zwiebeln glasig sind. Dabei immer wieder durchrühren.

5.Während des Bratens in einem großen Topf den Fond, die Brühe und die Consommè erhitzen, nicht kochen. Diese Mischung war geschmacklich gut, jedoch tut es selbstverständlich auch eine entsprechende Menge Fond. Die Consommè war halt vorhanden und musste ebenso wie die Knochenbrühe mal verwertet werden. Die Menge an Flüssigkeit ist aber für die richtige Konsistenz notwendig. Hilfsweise nimmt man halt Wasser und gekörnte Brühe.

6.Das Hackfleisch in den Fond geben. Die Paprikaschoten waschen, den Strunk keilförmig herausschneiden, dann längs vierteln und die weißen Teile und Kerne entfernen. Anschließend in etwa 1 cm breite Streifen und ebenso lange Würfel schneiden. Mit den roten Peperoncini (keine Angst, sie sind mild und können sogar pur gegessen werden) ähnlich verfahren, aber kleiner schneiden. Alles zum Hack geben und den abgegossenen Mais, die passierten Tomaten und die Gewürze zugeben. 10 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen, dann ausstellen und bis zum nächsten Tag durchziehen lassen.

7.Am Folgetag kurz vor dem Servieren erhitzen und mit frischem Weißbrot auf den Tisch bringen. Ich esse sehr gern das auf den Fotos sichtbare Ringbrot mit Sesam, das einen leicht süßlichen und kuchenartigen Geschmack hat dazu. Aber auch angewärmtes Fladenbrot oder Baguette passen sehr gut.

8.Die Verwendung von gemahlenem Zitronengras, Zitronenpfeffer und Sumach ist keine Macke von mir, sondern dient einfach nur dazu, den leicht süßlichen Tomatengeschmack abzumildern. Es können auch andere Bohnensorten (z. B. schwarze) zum Einsatz kommen und letztlich ist auch Dosenware nicht uninteressant, denn diese verringert die Zubereitungszeit erheblich. Aber auch hier sollte man alles über Nacht durchziehen lassen. Auch das verwendete Hackfleisch richtet sich nach Geschmack und Geldbeutel. Ich hatte zunächst beim Türken gutes Hackfleisch für einen Kilopreis von € 4,59 erworben und musste, weil ich unberücksichtigt gelassen habe, dass sich die Bohnen nach dem Einweichen ja mehr oder weniger verdoppeln, nochmals 1 Kilo Hack nachkaufen. Der Schlachter meines Vertrauens verlangte dafür € 7,52 und es war lange nicht so gut, weil etwa die Hälfte sich in Wasserdampf auflöste. Dieses Gericht lässt sich übrigens gut einfrieren und hält sich – je nach Fettgehalt – etwa 3 bis 12 Monate. Wer keine Würzmischung für Chili con Carne zur Verfügung hat – diese besteht meist aus Paprika, Cumin (Kreuzkümmel), Chili, Knoblauch, Oregano und Salz, kann sich selbstverständlich seine eigene Würzmischung zusammenstellen. Etwa 60 bis 70 % sollte Paprika sein, vielleicht 10 % Oregano und 5 % Salz. Rest nach Belieben, wobei ich mit getrocknetem Knoblauch sehr vorsichtig wäre, denn der kann arg penetrant durchschmecken.

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