Esskastanien: Wissenswertes über die herbstliche Gaumenfreude

Nützliche Infos und Wissenswertes zu Esskastanien
Esskastanien: So beliebt sind Maronen © picture-alliance/ dpa, Erwin Elsner

Esskastanien - geballte Ladung an Nährstoffen und Geschmack

Esskastanien sammeln macht Spaß! Bei schönem Herbstwetter ist die Zeit für einen Ernteausflug mit der ganzen Familie gekommen: Die gelblich-braunen stachligen Baumfrüchte fallen zu Boden und geben beim Aufplatzen ihre leicht glänzenden braunen Nüsse frei. Die Edelkastanien warten darauf, von Spaziergängern, Sammlern, Eichhörnchen, Eichelhähern und anderen Feinschmeckern davongetragen und verzehrt zu werden. Ob Esskastanie, Edelkastanie, Marre, Cheschtene, Keschde oder Keste: Die Vielfalt der regionalen Bezeichnungen spricht für die Beliebtheit der köstlichen und nahrhaften Früchte.

Herkunftsgeschichte und Sorten von Esskastanien

Die Esskastanie stammt aus Asien und ist schon seit der Steinzeit bekannt. Wegen des schönen gerbstoffhaltigen Holz des Baumes, das sehr witterungsbeständig ist, und der schmackhaften Früchte wurde sie schon vor 2000 Jahren in Südeuropa heimisch. Von dort verbreitete sich der wärmeliebende Baum auch in den Weinbauregionen nördlich der Alpen. Die Esskastanien galten lange Zeit als Nahrungsmittel für arme Leute. Ein Baum pro Kopf konnte die Grundversorgung für eine Person sicherstellen. Die Früchte der Esskastanie ähneln zwar denen der Rosskastanie, botanisch sind beide Arten aber nicht nah miteinander verwandt.

Es gibt viele verschiedene Kultursorten von Esskastanien, die sich äußerlich durch die Form der Nüsse unterscheiden. Als Maronen werden manchmal nur die besonders großen Früchte bezeichnet, die von den Märkten bekannt sind, auf denen Händler frische Esskastanien rösten. Besonders aromatisch sollen Sorten schmecken, die kleinere längliche Nüsschen hervorbringen. Wild wachsende Kastanienwälder setzen sich meistens aus unterschiedlichen Sorten der Art castanea sativa zusammen, die gegen die Kastanienkrankheit resistent sind. Für den Hausgarten eignen sich selbstbefruchtende Sorten. Rohe Esskastanien schmecken manchmal herb. Durch Erhitzen erhalten sie ihre typische leichte Süße.

Was Sie beim Einkauf und der Lagerung von Esskastanien beachten sollten

Die Saison für das Sammeln von frischen Esskastanien beginnt, je nach Klima und Region, im September oder Oktober. Reif sind sie dann, wenn die äußere stachelige Schale der Früchte ihre grüne Färbung verloren hat, gelb bis braun wird und aufplatzt. Dann sollten die Früchte möglichst bald aufgelesen werden, damit sie nicht zu schimmeln beginnen. Eine Ausnahme bilden die sogenannten Dauermaronen. Sie verbleiben bis in den Winter hinein am Baum und müssen von Hand gepflückt werden. Der Name weist darauf hin, dass sie länger haltbar sind: bis zu drei Monate.

Manche Gegenden feiern die Kastaniensaison mit Kastanienmärkten, auf denen Spezialitäten aus Kastanien angeboten werden. Frische Esskastanien gibt es ab Mitte Oktober auf Märkten und in den Lebensmittelabteilungen der Supermärkte. Eine leicht glänzende Schale zeugt von Frische. Möglichst frisch sollte man Maronen dann auch zubereiten, denn aufgrund ihres hohen Wassergehaltes sind sie wenig lagerfähig. Meistens werden in Supermärkten aber das ganze Jahr über konservierte Maronen angeboten. In Dosen oder Glaskonserven gibt es ganze Esskastanien sowie Maronenpürees. Zur Weiterverarbeitung eignen sich auch die vorgegarten, in Folie eingeschweißten Früchte.ts, Kuchen und Konfekt verwendet.