Cupcakes: Pompöser Star im Tassenformat

Die süßen Kalorienbomben aus den USA

Wenn Torten im XXS-Format daherkommen und richtig schick aussehen, handelt es sich unverkennbar um Cupcakes. Ein pompöses Pendant zu den eher unprätentiösen, aber nicht minder beliebten Muffins. Die süßen Törtchen-Kreationen verführen nicht nur mit ihrem hübsch aufgemachten Äußeren. Auch die inneren Werte eines Cupcakes haben es sprichwörtlich in sich: Ein luftig-lockerer Teig, gefüllt mit einer zarten Crème in jeder erdenklichen Geschmacksvariante, verwöhnt den Gaumen. Das Auge, das ja bekanntlich mit isst, hat sich vorher schon am bunten Frosting, geschwungenen Sahne- oder Crèmehäubchen und der unverzichtbaren kunstvollen Verzierung mit bunten Streuseln, Zuckerperlen, Glitter, Marzipan, Streudekor und dergleichen mehr erfreut.

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In Kochbüchern wurden Cupcakes das erste Mal in den 1930er Jahren in den USA erwähnt. Heute gelten sie als klassisch amerikanisches Dessert. Die Varianten sind dabei so zahlreich wie die Geschmäcker. Eines ist allen typischen Cupcakes aber gemein: Sie sind - im wahrsten Sinne des Wortes – immer zuckersüß. Herzhafte Cupcakes? Unmöglich! Nicht nur durch die zuckrige Deko stellen die kleinen Törtchen die „robusteren“ Muffins in punkto süßem Geschmack in den Schatten. Schon ihr Innenleben enthält wesentlich mehr Zucker. Weshalb es selbst mit stattlichem Appetit fast unmöglich ist, mehr als einen Cupcake zu schaffen.

Wer kann da schon widerstehen?

Wer so hübsch aussieht und solch gehaltvolle innere Werte hat, bleibt natürlich nicht unentdeckt. Ihren ersten großen TV-Auftritt feierten die schön anzusehenden Kalorienbomben im Jahr 2000 in der dritten Staffel eines weiteren amerikanischen Export-Schlagers, der Serie "Sex and the City". Die Magnolia Bakery in New York City, der Ort, an dem Sarah Jessica Parker alias Carrie Bradshaw sich in Folge 5 stilecht einen Cupcake mit pinkfarbenem Frosting gönnt, lockt heute noch mit unwiderstehlichen Kreationen. Die so fantastische Namen tragen wie "Red Velvet" (mit Kakao und Vanille), "Devil’s Food" (mit dunkler Schokolade und Mokka-Buttercrème), "Hummingbird" (mit Banane, Ananas und Pekannüssen) und "Snickerdoodle" (mit Zimt) – und fantastisch schmecken.

In Deutschland wurde im April 2007 der erste Cupcake-Laden eröffnet. In Berlin, von Dawn Nelson, einer Amerikanerin. Sie kam der Liebe wegen nach good old Germany, und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Gerade mal vier Wochen später bescherte ihre Landsmännin Ashley Berger der Hauptstadt die zweite Cupcake-Konditorei. Inzwischen gibt’s die süßen Sünden auch in Hamburg, Frankfurt und Köln in spezialisierten Cupcake-Cafés. Beliebtheit: steigend.

Die kleinen Schätzchen eignen sich aber auch hervorragend, um der Backfantasie und -kreativität zu Hause freien Lauf zu lassen. Erlaubt ist, was schmeckt (so lange es süß genug ist). Das Angebot an Zubehör wie bunten Papierförmchen und fröhlich farbiger und ungewöhnlicher Dekoration wächst stetig und lädt zum Ausprobieren und Experimentieren ein.

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