Burger mit 'Pflanzenblut' schmeckt sogar Fleisch-Freunden

Sie beißen gerade in ... eine Pflanze!
Sie beißen gerade in ... eine Pflanze! Dieser Burger ist gar keiner 00:01:18
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Dieser Veggie-Burger ist rein pflanzlich, schmeckt aber nach Fleisch und ist blutig

Fleischlose Burger gibt es viele – einige von ihnen schmecken sogar täuschend echt nach Rind oder Hähnchen. Auch die Konsistenz von pflanzlichem Fleischersatz kommt dem Original oft sehr nah. Doch eines war bisher ohne Fleisch nicht möglich: Hackfleisch-Ersatz für einen Vegan-Burger, der sogar richtig blutig ist. Die Firma 'Impossible Foods' aus Kalifornien hatte sich 2015 vorgenommen, das zu ändern - und umgerechnet 117 Millionen € Investitionskapital dafür eingesammelt. Alleine Microsoft-Mitgründer Bill Gates beteiligte sich mit 68 Millionen €. Herausgekommen ist ein veganer Burger, der tatsächlich Blut enthält – und zwar 'Pflanzenblut'. Es sorgt für das typische Fleischaroma.

Pflanzenblut - die geheime Zutat heißt 'Häm'

Tierisches Blut ist die Zutat, die Fleisch sein charakteristisches Aroma verleiht. In veganen Burger-Pattys versuchte man bisher, diesen Geschmack mit Aromastoffen nachzuahmen. Die kalifornischen Entwickler extrahierten nun den Stoff 'Häm' – ein Grundbaustein auch im tierischen Blut - aus Pflanzen. Pflanzen-Häm ist ein Pendant zum tierischen Hämoglobin. Es ist reich an Eisen und kommt vor allem in Hülsenfrüchten wie Erbsen oder Bohnen vor. Dieses 'Pflanzen-Blut' mischten Firmenchef Prof. Patrick Brown und seine Kollegen mit den restlichen Zutaten der Pflanzen-Buletten.

Das Ergebnis: Ein veganer Burger, der nicht nur wie Fleisch aussieht, sich braten lässt und schmeckt, sondern auch 'blutet'. Die Forscher wollen mit ihrem veganen Burger den Fleischkonsum in der Welt reduzieren helfen und dabei auch Fleischgourmets überzeugen. Tatsächlich sind die veganen Patties wesentlich umweltverträglicher, denn Tierwirtschaft verbraucht 30 % der Erdfläche und weltweit 25 % des Süßwassers. Da für einen 'Impossible'-Burger kein Tierfleisch verwendet wird, verbraucht er laut Herstellern im Vergleich zum konventionellen Burger 95 % weniger Landfläche, 74 % weniger Wasser und 87 % weniger Treibhausgase.

Der Impossible-Burger ist in Restaurants angekommen - und die Leute sind begeistert

Zuerst konnte der Vegan-Burger nur von 'Impossible Food'-Mitarbeitern probiert werden. Doch nun ist er in den Vereinigten Staaten schon in diversen Restaurants zum Beispiel in Chicago, Los Angeles und New York zu haben - und die Leute stehen ewig Schlange, um ein Exemplar zu ergattern. Ob nun Heavy-Veganer oder Hardcore-Fleischfan, die einhellige Meinung ist: Sieht aus wie ein echter Fleischburger, riecht wie ein echter Fleischburger, schmeckt wie ein echter Fleischburger. Wir freuen uns auf ein Probe-Essen in Deutschland!