Apfelallergie: Das sind die Symptome

Darum vertragen Nussallergiker meist auch keine Äpfel!
Darum vertragen Nussallergiker meist auch keine Äpfel! Kreuzallergien sind schuld 00:02:27
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Bestimmtes Allergen verantwortlich für Apfelallergie

Jonagold, Elstar, Rewena: Mit ihren rund 50 Jahren sind sie ganz junge Apfelsorten. Formschön, knackig und süß sind sie. Und deswegen landen sie besonders häufig im Erntekorb. Doch für Allergiker sind sie ungeeignet.

Apfelallergie an den richtigen Symptomen erkennen
Auf bestimmte Apfel-Züchtungen reagieren Menschen allergisch. © picture-alliance / dpa, Weber

 

Karl-Christian Bergmann, Allergologe an der Charité Berlin, erklärt: "In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Allergiker, die auf solche Äpfel reagieren verdoppelt. Das ist eine Riesenanzahl - das sind ungefähr 4 Millionen Erwachsene in Deutschland, die darunter leiden."

Äpfel kommen bei uns nur auf den Markt, wenn sie schnell reifen, bissfest sind und keine andere Farbe haben außer grün, gelb, gelb-rot oder rot. Der perfekte Apfel ist ein Zuchtprodukt und die neuen Sorten sind Kreuzungen aus alten Apfelsorten. Der Elster ist zum Beispiel eine Kreuzung der Ingrid Marie und dem Golden Delicious. Bei der Züchtung legte man eine Kulturform an, die Pilze abweisen soll, doch die löst offenbar auch Allergien aus.

"Dieses Allergen ist verantwortlich dafür", so Karl-Christian Bergmann, "dass beim Essen des Apfels in der Mundschleimhaut ein Juckreiz entstehe." Resultat: Lippen und Zunge schwellen an, der Hals verengt sich. In Extremfällen kann durch das Anschwellen der Zunge die Atmung behindert werden. Außerdem leiden Betroffene oft unter allergischen Hautreaktionen wie Juckreiz oder Nesselsucht.

Wer nicht weiß, gegen welche Sorte er oder sein Kind allergisch ist, sollte vor dem Zubeißen den ungeschälten Apfel an die Lippen halten und erst einmal ein Stückchen essen - wenn's dann nicht kribbelt, gilt weiterhin das englische Sprichwort: An apple a day keeps the Doctor away!