Kaki: Das macht die 'orangefarbene Tomate' so besonders

Kaki
Reife Kakis schmecken einmalig süß. © ostromec - Fotolia

Kakis sind der Star in Süßspeisen

Die asiatische Kaki, die botanisch den Beerenfrüchten zuzuordnen ist, wird in Deutschland immer beliebter - und das nicht ohne Grund. Äußerlich ähnelt die Frucht eher einer Tomate mit orangefarbener, leicht glänzender Schale. Der süßlich-fruchtige Geschmack des weichen, geleeartigen Fruchtfleischs erinnert jedoch an eine Mischung aus Honigmelone und Pfirsich. Eine leichte Vanillenote macht den Geschmack der Kaki einzigartig.

Vor allem in Süßspeisen kann die Kaki glänzen: Sie schmeckt als Püree, Marmelade, in Quarkspeisen und Müslis und selbst in pikanten Gerichten rundet ihr süßes Aroma den Geschmack ab. Wem die Frucht zu süß ist, der kann sie mit Zitronensaft essen, sonst passt sie auch zu Likör und Portwein.

Die Herkunft der Kaki

Kakiernte
Kakis gibt es in zahlreichen Varianten: Dazu gehören die Sharon und die Perssimon. © picture alliance

Die orangefarbene Kaki stammt ursprünglich aus Ostasien. In China, Japan und Korea wird sie noch heute angebaut. Diese drei Länder stemmen insgesamt 90 Prozent der gesamten Kakiproduktion weltweit, die restlichen zehn Prozent werden unter anderem in Spanien, Italien, Brasilien und Kalifornien angebaut. Kakikulturen kann man aber generell überall finden, wo ein warmes Klima herrscht. Inzwischen gibt es an die 500 Sorten, aber besonders die veredelte Sharonfrucht, die in der israelischen Sharon-Ebene angebaut wird, erfreut sich größter Beliebtheit: Sie ist im Gegensatz zu der normalen Kaki kernlos und enthält nur eine geringe Menge des Gerbstoffs Gallotannin, wodurch sie schon hart genießbar ist. Ihre Schale ist verhältnismäßig dünner und die Frucht länger haltbar.

Im Gegensatz zu der Sharonfrucht, die nur von Oktober bis Ende Februar zu kaufen ist, ist die Kaki als Importware das ganze Jahr über erhältlich. In Südeuropa reift sie erst spät im Jahr, wenn die Äste des Baumes ihre Blätter schon verloren haben. Die reifen Früchte können bis zu 500 Gramm schwer werden.

Was man beim Kauf von Kakis beachten sollte

Kakis sind äußerst druckempfindlich und sollten daher vor dem Kauf auf braune Druckstellen hin untersucht werden. Am besten transportiert man sie einzeln verpackt. Da sie oft unreif gepflückt werden, sollte man Kakis einige Zeit lang nachreifen lassen. Dazu verpackt man sie am besten in Zeitungspapier und lagert sie bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank sind Kakis etwa zwei Wochen lang haltbar.

Je reifer die Frucht ist, desto weniger Bitterstoffe sind in ihrer Schale enthalten und umso besser und süßer schmeckt sie. Unreife Kakis hinterlassen ein pelziges Gefühl im Mund.
Eine reife Kaki erkennt man daran, dass ihr orangefarbenes Fruchtfleisch glasig glänzend durch die Schale hindurchschimmert. Sie sollte nun etwa die Konsistenz einer Tomate besitzen.

Wie bereitet man eine Kaki zu?

Hyakume & Fuyu persimmons
Die Kaki hat eine leuchtende orangefarbene Schale. © Harris Shiffman

Der einfachste Weg, eine Kaki zu essen ist, sie wie eine Kiwi auszulöffeln, nachdem man am oberen Ende eine Scheibe abgeschnitten hat. Man kann Kakis aber auch längs aufschneiden und vierteln. Dann entfernt man die beiden Enden mit den vier harten Kelchblättern am Stielansatz sowie den Mittelteil, der bis zu acht Kerne enthält, ähnlich wie bei einem Apfel. Dem Verzehr der Schale ist bei reifen Kakis nichts entgegenzusetzen, wenn sie gewaschen und vorsichtig abgetupft wurde.

Das steckt alles in der Kaki

So gesund und gleichzeitig lecker wie Kakis sind nur wenige Früchte: Vitamin C und A machen die Kaki zu einem Wundermittel für Haut und Haare. Gleichzeitig stärken sie die Sehkraft und halten den Zellschutz vor Schadstoffen aufrecht. Zwei Kakis pro Tag reichen, um den gesamten Vitamin-A-Bedarf zu decken. Beta-Carotin, die Vorstufe zum Provitamin A, verleiht der Kaki ihre kräftige Farbe. Die enthaltenen Mineralien Phosphor, Magnesium und Kalium sorgen für gesunde Zähne und Knochen und sind wichtig für den Energiestoffwechsel. 100 Gramm Kaki enthalten etwa 70 Kalorien, 3,6 Gramm Ballaststoffe und 19 Gramm Kohlenhydrate, 13 Gramm davon sind Zucker.

In Asien werden der Kaki sogar Heilkräfte zugeschrieben. So soll sie unter anderem bei Magenproblemen helfen und Fieber senkend wirken. Wer sich von der Wunderwirkung der Kaki überzeugen möchte, sollte sie einfach selbst probieren. Die asiatischen Früchte machen sich ausgezeichnet in den verschiedensten Nachspeisen und süßen Snacks wie Quarkspeisen,  Oatmeal oder Müsli. Außerdem eignen sich Kakis auch zum Einmachen und geben eine hervorragende Kaki-Marmelade ab.

Doch auch in herzhaften Gerichten kann sich die  Kaki richtig gut machen: Sowohl in Salaten als auch in Suppen sorgt sie für eine einzigartige fruchtige Note.