Rievkooche

Des Kölner Lieblings-Kartoffelgericht

von Loeffelseng
Rievkooche - Rezept
   FÜR 4 PERSONEN
2 L
Sojaöl
2 EL
Mehl
2 St.
Eier *
1 Kg
Kartoffeln festkochend
1 TL
Salz
1 St.
Zwiebel groß
1 Pr.
Muskat
1
Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen. Zwiebel schälen, Kartoffel schälen. Zwiebel zur Hälfte ins Tuch reiben. Kartoffel dazureiben. Rest der Zwiebel reiben. Masse mit dem Tuch gut auspressen, Saft auffangen.
2
Zwiebel - Kartoffelmasse in eine 2te Schüssel geben. Aus der ersten das Wasser vorsichtig abschütten und die aufgefangene Kartoffelstärke zum Teig geben. Eier, Mehl und Gewürze gut untermengen.
3
Das Öl in einem tiefen Topf, einer gr. Souteuse oder eine tiefe Pfanne geben und auf 180°C erhitzen. Test mit Holzlöffel durchführen für alle die nicht messen können. Wenn am Holz blasen aufsteigen ist es ok. Achtung nicht überhitzen! Wenn Fette an ihren Rauchpunkt kommen und es qualmt wirds gefährlich! Neben einem Küchenbrand (gerne die Dunstabzugshaube) entstehen auch Nitrosamine und Acrylamide. Also besser die Temperatur einhalten. Beim Frittieren benutzt man zudem ein hoch erhitzbares Fett oder Öl, welches raffiniert wurde. So sind gehärtete Fette von vorn herein ausgeschlossen, dh. alles was bei Raumtemperatur fest ist per se. Butter, Palmin, Magarine usw.
4
Während das Öl sich erwärmt, erwärmen wir auch den Backofen auf 50°C. Ist die Fritteuse so weit geben wir mit kleiner Suppenkelle den Teig ins Öl. Achtung! Da der Kartoffelteig feucht ist spritzt es ! (Brandblasen, daher Kochjacke tragen). Wer die Pfanne benutzt kann mit der Kelle den Teig etwas flachdrücken, so hat er die richtige Form
5
Ist der Rievkooche goldgelb - knusprig nehmen wir ihn mit der Siebkelle heraus und entölen ihn auf Küchenkrepp. Nun geben wir erneut Teig ins Öl und stellen den fertigen in den Backofen. Das machen wir bis der Teig verbraucht ist.
6
Nun kann man gute Rievkoche so, pur geniessen, aber auch verfeinern: mit einem Sourcremedip (mit frischen Kräutern), in der Luxusausführung mit Lachs und Kaviar (wie im Dorf op d´r schäl Sigg), mit Apfelmus oder mit (original) Rövekrukk (Zuckerrübensirup).