Wilke Wurstwaren: Nun wurde das 3. Todesopfer bestätigt

02.10.2019, Hessen, Twistetal: Blick auf die Produktionsgebäude des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss der Hersteller die Produktion stoppen. (zu dpa: "Keimbelastete Wurst - Foodwatch verlangt Kl
Keimbelastete Wurst © dpa, Uwe Zucchi, cch bsc

Bereits drei Tote und über 30 Krankheitsfälle

Der Skandal um mit Listerien verseuchten Fleischprodukten der Firma "Wilke Wurstwaren" hat sein drittes Todesopfer gefordert. Diese Angaben des Robert-Koch-Instituts bestätigte nun auch das Hessische Verbraucherministerium. Die Opfer kommen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt – und nicht wie ursprünglich angenommen aus Hessen.

Tausende Produkte könnten belastet sein

Was den Skandal noch problematischer als ohnehin schon macht: Die Wurst wurde nicht nur abgepackt verkauft, sondern auch ohne Firmenverpackung an der Wursttheke in Metzgereien und Supermärkten angeboten. Außerdem könnte sie auch als Zutat für Tiefkühlpizzen und Fertig-Salate verwendet worden sein. Darüber hinaus wurden auch Großküchen in Kantinen, Altenheimen und Krankenhäusern mit Produkten von "Wilke Wurstwaren" beliefert. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat eine Liste veröffentlicht, auf der mehr als 1.000 betroffene Marken und Produkte zu finden sind.

Was Verbraucher über den Wilke-Wurstskandal und die Gefahr von Listerien wissen müssen und welche Wurstwaren betroffen sein könnten, erfahren Sie hier! 

Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer von "Wilke Wurstwaren" eingeleitet - wegen fahrlässiger Tötung und dem Verstoß gegen das Lebensmittelrecht. Der Betrieb wurde inzwischen eingestellt und die Firma hat Insolvenz angemeldet.

Empfehlung