Welche Lebensmittel kann man einfrieren - und welche nicht?

Lebensmittel-Test: Was kann man einfrieren - und was nicht?
Lebensmittel-Test: Was kann man einfrieren - und was nicht? 04:04

Tipps zum Einfrieren von Lebensmitteln

Gemüse, Fleisch und Gebäck – zu viel gekauft oder auf Vorrat gekocht? Im Tiefkühlfach bleiben Lebensmittel bis zu 12 Monate haltbar, aber nicht alle eignen sich dafür. Was ist nach dem Auftauen wirklich noch genießbar, und was sollte man dabei unbedingt beachten? Unsere Reporterin macht den Test und friert ihr komplettes Frühstück ein – inklusive Salami, Tomaten und rohem Ei. Das Ergebnis sehen Sie im Video! 

Gemüse und Obst: 6 bis 12 Monate

Ein paar Dinge sollten Sie beim Gemüse und Obst einfrieren beachten.
Ein paar Dinge sollten Sie beim Gemüse und Obst einfrieren beachten. © iSTock


  • Gemüse muss vor dem Einfrieren immer vorbehandelt werden: Erst blanchieren und anschließend mit Eiswasser abschrecken. Das macht Enzyme inaktiv, damit das Gemüse bei Minusgraden nicht weiter reift. Außerdem werden so Keime und Bakterien abgetötet, Farbe, Vitamine und Geschmack bleiben aber erhalten. Manches Wintergemüse wird durch den Frost sogar leichter verdaulich, weil die Kohlenhydrate durch die Kälte gespalten werden. Nutzen Sie zum Einfrieren flache Behälter* 🛒, damit das Gemüse in Form bleibt und der Gefriervorgang verkürzt wird, und etikettieren Sie Ihre Behältnisse mit Datum!
  • Das Obst sollte am besten geputzt, zerkleinert und in kleinen Mengen einschichtig vorgefroren werden. Das verhindert, dass die einzelnen Stückchen zusammenklumpen. Damit Beeren nicht matschig werden, sollten Sie sie am besten vorher mit Zucker mischen. Zitronen sollte man vor dem Einfrieren am besten auspressen.

Tipp: Zitronensaft in Eiswürfelformen geben und einfrieren - so ist immer eine kleine Portion Zitronensaft griffbereit.

Tipp 2: Frische Kräuter verwelken sehr schnell. Als Eiswürfel bleiben Petersilie, Dill & Co. länger frisch. Dafür alles hacken und in Eiswürfelförmchen* 🛒 geben, mit Wasser auffüllen und einfrieren.

Brot und Kuchen: 2 bis 4 Monate haltbar

Brot einfrieren geht auch ohne Plastiktüte: mit Jutebeuteln!
Brot einfrieren geht auch ohne Plastiktüte: mit Jutebeuteln! © iStock


  • Brot und Kuchen sind nach wenigen Tagen nicht mehr genießbar. Tiefgefroren jedoch mit diesem Tipp schon: Mit Alufolie statt mit Frischhaltefolie verpacken. So gelingt es besser, das Gebäck luftdicht zu verpacken. Damit das Brot nach dem Auftauen nicht bröckelt, am besten in Scheiben einfrieren und im Toaster auftauen.

Tipp: Wer umweltfreundlich einfrieren will, kann Brot und Brötchen auch prima in Jutebeuteln* ins Eisfach legen. 

Fleisch: 3 bis 8 Monate


  • Hackfleisch kann sowohl frisch als auch verarbeitet eingefroren werden. Frisches Hackfleisch muss zeitnah in den Froster, sonst sammeln sich darauf aufgrund der vergrößerten Oberfläche besonders schnell Bakterien. Deswegen sollten Sie das Fleisch schnell und luftdicht verpacken. Gegartes Hackfleisch muss vor dem Einfrieren gut auskühlen. Auch Fisch und Geflügel sind besonders anfällig für Bakterien. Daher am besten direkt einfrieren!
  • Wie lange Fleisch in der Kühltruhe bleiben kann, hängt vom Fettgehalt ab: Mageres Fleisch lässt sich sechs bis acht Monate einfrieren, fettes nur maximal vier Monate.

Diese Lebensmittel sollten Sie lieber nicht einfrieren

  • Stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln sollten nicht eingefroren werden. Der Gefriervorgang zerstört die Zellstruktur. Entstehende Eiskristalle verwässern die Kartoffeln nach dem Auftauen.
  • Auch wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten, Gurken, Wassermelone oder Salat vertragen den Frost nicht. Die Eiskristalle bringen die Zellen zum Platzen, das macht das Gemüse nach dem Auftauen matschig.
  • Sehr fettreiche Milchprodukte werden im Gefrierfach flockig.​

Weitere nützliche Tipps zum Einfrieren


  1. ​Kontrollieren Sie die Gefriertemperatur. Sie soll bei mindestens -18 Grad Celsius liegen.
  2. Frieren Sie nicht zu viele Lebensmittel auf einmal ein – am besten maximal ein Kilogramm Obst und Gemüse und bis zu drei Kilogramm Fleisch. So frieren sie schneller durch.
  3. Beim Einfrieren von fertigen Gerichten die Behälter nicht randvoll machen. Lassen Sie zwei Zentimeter bis zum Rand frei. Denn flüssige Bestandteile dehnen sich beim Gefrieren aus und brauchen dafür Platz.
  4. Kontrollieren Sie Ihre eingefrorenen Lebensmittel auf entstandene Eisschichten: Haben sich viele Eiskristalle gebildet, besteht bei Verzehr des Lebensmittels die Gefahr auf eine Salmonelleninfektion. Dann lieber weg damit!

Wie Sie Lebensmittel richtig und gesundheitsschonend auftauen, erklären wir hier!

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