Waldmeister: Der grüne Rausch des Waldes

Waldmeister: Grüne Würze für Maibowle

Die Blätter des Waldmeisterkrauts sind in der Maibowle ein Muss. Maibowle, auch Waldmeisterbowle genannt, besteht traditionsgemäß aus Weißwein, Sekt, Zucker und Waldmeister. Je nach Rezept kommen noch Erdbeerstückchen hinzu. Für das typische Waldmeisteraroma ist Cumarin verantwortlich. Cumarin ist ein natürlicher Aromastoff, der auch in Zimt vorkommt.

Waldmeister: Der grüne Rausch des Waldes
Waldmeister gehört in die Maibowle! © Heike Rau - Fotolia

Waldmeister wird als nicht giftig eingestuft, kann durch das Cumarin in hohen Dosen aber Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel verursachen. Aus diesem Grund sollte man für einen Liter Maibowle nicht mehr als drei Gramm frisches Waldmeisterkraut verwenden. Diese Menge entspricht ungefähr zehn kleinen Stängeln.

Tauchen Sie nicht die ganzen Zweige in den Wein. Es reicht, wenn nur die Blätter die Flüssigkeit berühren. Die Zweige enthalten nämlich besonders viel Cumarin. Außerdem sollten sie die Waldmeisterblätter nicht zu lange ziehen lassen. Zwanzig Minuten reichen, sonst würde der Alkohol zu viel Cumarin aus den Blättern ziehen, und die Kopfschmerzen und Übelkeit am nächsten Tag wären programmiert.

Übrigens: Wegen seiner Nebenwirkungen, schreibt das Gesetz Höchstmengen für Cumarin in Lebensmitteln vor. Deswegen kommt beispielsweise in der grünen Götterspeise kein echtes Waldmeisterkraut, sondern künstliches Aroma zum Einsatz.

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vom 09.05.2021
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