Vincent Klink: Ein Starkoch unter dem Einfluss der Nouvelle Cuisine

Vincent Klink
Vincent Klink ist ein deutscher Koch, Autor, Herausgeber und Verleger von kulinarischer Literatur. © picture alliance, dpa, Erwin Elsner

Vincent Klink überzeugt durch seine Vielseitigkeit

Vincent Klink wurde am 29. Januar 1949 in Gießen geboren und wuchs in Schwäbisch Gmünd auf. Seine Bekanntheit erlangte er als deutscher Fernsehkoch und als Autor kulinarischer Literatur. Zudem fungierte er als Herausgeber und Verleger.

Der Beginn Vincent Klinks Karriere

In seiner Jugend wollte Vincent Klink Maler oder Grafiker werden. Sein Vater riet ihm davon ab, da es eine brotlose Kunst sei. Daraufhin machte Vincent Klink ein Praktikum als Metzger. Anschließend ging er in Inzlingen bei Meisterkoch Walter Haas in die Lehre. Dieser war ein Pionier der Nouvelle Cuisine, die auch Vincent Klink in seiner Karriere begleiten sollte. Nach seiner Ausbildung war Vincent Klink Koch bei der Bundeswehr. Danach arbeitete er von 1971 bis 1972 im Restaurant 'Adler' in Rastatt. Es folgte bis 1974 eine Anstellung im Münchener Restaurant 'Humplmayr'.

Nachdem Vincent Klink seine Meisterprüfung bestanden hatte, machte er sich im Alter von 25 Jahren selbstständig. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth eröffnete er 1974 das Restaurant 'Postillion' in Schwäbisch Gmünd, das er von seinem Vater übernommen hatte. Im Jahr 1978 erhielt das Gasthaus einen Michelin-Stern.

Vincent Klinks Werdegang in der Literatur und im Fernsehen

1991 eröffnete Vincent Klink sein Restaurant 'Wielandshöhe' im Stuttgarter Stadtteil Degerloch. Auch diese Küche bekam 1998 einen Michelin-Stern. Vincent Klink bietet eine klassische Küche mit mediterranen und schwäbischen Nuancen an. Er selbst nennt sie 'Küche der gleichen Klimazone'. In seinem Restaurant möchte er seinen Gästen einen Ort zum Entspannen bieten. Er legt großen Wert auf ökologisch angebautes Gemüse und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Regionale Bauern, die er persönlich besucht, liegen ihm am Herzen.


Seine kulinarische Literatur

Vincent Klink war von 1986 bis 1992 Autor und Herausgeber der Zeitschrift 'Rübe'. Später arbeitete er an 'Cotta’s Kulinarischem Almanach' mit, der zehn Jahre lang im Klett-Cotta-Verlag erschien. Von 1999 bis 2013 gab er mit Schriftsteller Wiglaf Droste die Zeitschrift 'Häuptling Eigener Herd' heraus, deren Autoren statt einer Bezahlung ein Essen im 'Wielandshöhe' erhielten. Vincent Klinks 'journal culinaire' zum Thema Essen und Trinken war von 2004 bis 2007 erhältlich. 2009 erschien Vincent Klinks Autobiografie 'Sitting Küchenbull. Gepfefferte Erinnerungen eines Kochs'. Der unterhaltsame Koch wurde zudem in der Krimi-Satire 'Der Mullah von Bullerbü' von Wiglaf Droste und Gerhard Henschel selbst zur Romanfigur.

In der Sendung 'ARD-Buffet' lernte ein größeres Publikum den talentierten Koch kennen. Von 1997 bis 2015 war er im Format 'Koch-Kunst' zu sehen. Für die Reihe 'EpochenKochen' kochte Vincent Klink historische Gerichte von Rittern, Römern und Bürgern an Originalschauplätzen. 2015 erschien die TV-Reihe 'echt gut! Klink & Nett', in der Vincent Klink gemeinsam mit der Köchin Susanne Nett traditionellen Pfälzer Gerichten eine neue Interpretation schenkte.


Vincent Klinks Engagement

Der erfolgreiche Koch war Gründungsmitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Diese befasst sich wissenschaftlich mit dem Thema Essen und Trinken. Der umweltbewusste Vincent Klink nahm des Weiteren an einer Initiative gegen Grüne Gentechnik teil und engagierte sich bei Organisationen wie Greenpeace, Provieh und Foodwatch. Vom Land Baden-Württemberg wurde er mit dem Verdienstorden ausgezeichnet.


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