Süßlupine: Das Superfood liefert vegane Eiweißpower

Das "Soja des Nordens" wird immer beliebter

Viele kennen die Süßlupine vermutlich als stilvolle Wildblume, die mit ihren kerzenförmigen Blüten oft an Böschungen und an Straßenrändern wächst. Doch Lupinen sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch sehr gesund. Wie Erbsen, Bohnen oder Linsen gehören auch die Samen der Süßlupinen zu den eiweißreichen Hülsenfrüchten und sind ein wahres Superfood.

Nach jahrelanger Forschung hat die Blaue Süßlupine den Sprung als Eiweißlieferant in die Ernährungsindustrie geschafft. Damit könnten hochwertige, rein pflanzliche Lebensmittel hergestellt und tierische Eiweiße dadurch ersetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Milch, Fleisch oder Ei. Die Lupine könnte somit das vor allem bei Veganern beliebte Soja ersetzen. Mit einem Eiweißgehalt von bis zu 48 Prozent ist die Süßlupine ist ein echtes Proteinwunder. Außerdem ist sie arm an Kohlenhydraten und reich an Ballaststoffen. Sie ist vielseitig einsetzbar und das ganz ohne Genveränderung.

Bei Allergikern ist Vorsicht geboten

Die Süßlupine bindet Eiweiß und Fett, hält Brot länger frisch, schützt Fett vor dem Ranzigwerden und macht Gebäck länger saftig. Die Samen der Pflanze enthalten ein Drittel weniger Fett und Kohlenhydrate als Soja und sind gluten- und laktosefrei. Außerdem haben sie eine zellschützende und krebshemmende Wirkung. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber Soja: Für die Süßlupine müssen keine Regenwälder gerodet werden. Da sie sich auf deutschem Boden besonders wohlfühlt, sind keine langen Transportwege nötig und somit kann deutlich mehr CO2 eingespart werden. Außerdem tut die Pflanze dem Ackerboden gut, da sie diesen mit Stickstoff versorgt – eine echte Wunderpflanze also!

Doch Vorsicht: nur die speziell gezüchtete Süßlupine ist auch wirklich zum Verzehr geeignet. Wildwachsende Lupinenpflanzen enthalten giftige Bitterstoffe, so genannte Alkaloide. Auch Allergiker sollten Süßlupinenprodukte mit Vorsicht genießen: Die Pflanze enthält bestimmte Eiweiße, die dem Eiweißen von Erdnüssen sehr ähneln. Erdnuss- sowie auch Soja-Allergiker sollten daher den Verzehr der Produkte besser meiden, da es zu einer Kreuzallergie kommen könnte.

Bisher gibt es bereits Speiseeis mit Lupineneiweiß. Produkte wie Nudeln, Mayonnaise oder Joghurt sollen bald folgen – natürlich alles vegan und laktosefrei. Lupinenmehl ist bereits jetzt in diversen Onlineshops oder Reformhäusern erhältlich. Dieses eignet sich hervorragend für Eiweißshakes, zum Backen oder als Ei-Ersatz in herzhaften Gerichten. In Zukunft wird man sicherlich noch einiges von dem Superfood Süßlupine hören – gesund ist es allemal!

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