Stiftung Warentest: Diese Küchenmaschinen kneten, hacken und raspeln besonders gut

Stiftung Warentest hat Küchenmaschinen getestet.
Stiftung Warentest hat Küchenmaschinen getestet. Nur zwei schnitten mit "gut" ab. © iStockphoto

Achtung, manche Add-Ons bergen Gefahren!

Der Kauf einer neuen Küchenmaschine will gut überlegt sein, schließlich sind qualitativ hochwertige Geräte nicht unbedingt Schnäppchen. Stiftung Warentest hat zwölf Maschinen getestet und verrät, welche von ihnen überzeugen.

Vorteil für Food-Prozessoren

Im Test kamen zwölf verschiedene Maschinen mit Preisen zwischen 100 und 635 Euro zum Einsatz. Acht traditionelle Geräte mit Rührschüssel und oben angetriebenem Schwenkarm und vier Food Prozessoren mit Antrieb von unten. Es wurde geknetet, geraspelt und gehackt, was das Zeug hält. Es konnte zwar keine Maschine in allen Bereichen glänzen, doch zwei Geräte schnitten mit der Note "gut" ab: Die Food-Prozessoren von Magimix und Kitchen Aid. Ihr Vorteil gegenüber klassischen Rührmaschinen: sie sind kompakter und oft leichter.

Ebenso wie bei Küchenmaschinen mit Schwenkarm lassen sich auf Food-Prozessoren verschiedene Aufsätze anbringen. Doch eben dieses Add-On birgt Gefahren. Im Test stellte sich heraus, dass die Messer der Geräte sich auch dann drehten, wenn kein Deckel angebracht wurde. Hier besteht also ein enormes Verletzungsrisiko. Die Test-Sieger von Magimix und Kitchen Aid sind davon ausgeschlossen, da sie über keine Mixfunktion verfügen.

Was kann der Thermomix-Klon von Aldi?
Was kann der Thermomix-Klon von Aldi? Video-Tipp 05:16

Sieger und Verlierer des Küchenmaschinen-Tests

Test-Sieger

  • Magimix Cuisine Systeme 5200 XL (ca. 450 Euro), Note: 2,2
  • Kitchen Aid Artisan Food Processor 5KFP1644ECA (ca. 570 Euro), Note: 2,3
  • Bosch Mum 5 Creation Line MUM58L20 (ca. 212 Euro), Note: 2,6 (Preis-Leistungs-Sieger)

Geräte, die im Dauertest ausfielen konnten den Test nicht bestehen und schnitten mit "mangelhaft" ab. Unter ihnen: ein besonders günstiges Gerät von Lidl und eine WMF-Maschine. Auch die Profi-Cook-Maschine konnte wegen ihrer Lautstärke, wegen Sicherheitsmängeln und umständlicher Handhabung nicht punkten.

​Test-Verlierer

  • Lidl Silvercrest SKMP 1300 B3 (ca. 100 Euro), Note: 5,0
  • WMF Küchenminis Art.-Nr.: 416440071 (ca. 450 Euro), Note: 4,7
  • Profi Cook PC-KM 1004 (ca. 370 Euro), Note: 3,9

Küchenmaschine mit Schwenkarm sind für Familien zu empfehlen

Food-Prozessoren gelten als Experten fürs Schneiden, Hacken und Raspeln, während Küchenmaschinen beim Kneten, Rühren und Aufschlagen punkten. Das gilt zwar nicht für alle Geräte, aber grundsätzlich hängen diese Stärken mit der jeweiligen Bauweise der Geräte zusammen.

Küchenmaschinen verfügen über ein sogenanntes Planetenrührwerk, das sich nicht nur im Kreis, sondern auch um die eigene Achse dreht. Auf diese Weise gelangt viel Luft unter die Masse und Sahne, Cremes & Co. werden voluminös aufgeschlagen. Wer für eine große Familie oder viele Freunde kocht, der sollte zu einer Küchenmaschine mit Schwenkarm greifen. Ihre Behälter fassen im Schnitt fast doppelt so viel wie die der kompakteren Food-Prozessoren.

Empfehlung