Spinat aufwärmen: Wie gefährlich ist das wirklich?

Spinat aufwärmen: Wie gefährlich ist das wirklich?
Spinat kann unter bestimmten Voraussetzungen bedenkenlos wieder aufgewärmt werden.

Wie gefährlich sind wieder aufgewärmte Speisen?

Viele haben immer noch Angst davor, wieder aufgewärmte Speisen zu essen. So wandern unzählige Lebensmittel im den Müll, obwohl sie hygienisch und geschmacklich einwandfrei sind. Die Verunsicherung ist allerdings nicht ganz unbegründet, denn verdorbene Speisen können Lebensmittelinfektionen mit Bauchkrämpfen, Erbrechen und Durchfall verursachen.

Um kein Risiko einzugehen, sollten Sie zubereitete Gerichte nicht lange warmhalten. Frisch zubereitete Speisen sollten entweder bei Temperaturen über 65 °C heiß gehalten oder möglichst schnell auf 7°C, die übliche Kühlschranktemperatur, abgekühlt werden. Bei Temperaturen, die dazwischen liegen, können sich Bakterien, die entweder zu Erkrankungen führen oder das Gericht verderben, schnell vermehren.

Beim Wiederaufwärmen sollten Sie darauf achten, dass das Gericht ausreichend erhitzt wird. Ausreichend Erhitzen bedeutet, dass die Temperatur im Inneren des Lebensmittels für zwei Minuten mindestens 70 °C beträgt.

Übrigens: Die gleiche Regel gilt auch für Spinat. Die Empfehlung, keine aufgewärmten Spinatgerichte zu essen, stammt noch aus der Zeit, als es keine Kühlschränke gab. Spinat enthält relativ viel Nitrat, das an sich nicht schädlich ist. Nitrat kann jedoch bei langer Lagerung oder Wärme in Nitrit umgewandelt werden, aus dem wiederum krebserregende Nitrosamine entstehen können. Wenn Sie Spinat nach der Zubereitung nicht lange warmhalten, die Reste im Kühlschrank schnell kühlen und sie spätestens am nächsten Tag verbrauchen, ist keine Gefahr zu befürchten.

Im Kühlschrank läuft die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit nämlich nur sehr langsam ab. Kleinkinder sollten vorsichtshalber keinen aufgewärmten Spinat essen. Für sie können schon geringe Nitritdosen gefährlich werden.

Anja Corvin

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