Spargel: Gesundes Saisongemüse

Spargel macht fit

Spargel ist nicht nur schmackhaft, sondern auch ein echter Fitmacher. Mit einem Wasseranteil von über 90 Prozent ist das Edelgemüse äußerst kalorienarm. Und der Clou: Spargelesser machen eine gute Figur, denn Spargel entwässert und strafft das Gewebe.

Außerdem enthält Spargel eine ganze Menge Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Natrium und Kalium und er ist reich an den Vitaminen B1, B2, C, E, Beta-Karotin und Folsäure. Er ist gut für die Nerven, das Zellwachstum und schützt vor freien Radikalen. Grüner Spargel ist übrigens besonders gesund, denn durch das Wachstum unter Lichteinfluss konnte er noch mehr Vitamin C und Beta-Karotin bilden. Ohne Fett und mit nur 20 kcal pro 100 Gramm ist er der ideale Schlankmacher.

Grünspargel war schon in der Antike bekannt. Damals wuchs Spargel wild und musste mühsam gesucht werden. Die weißen Stangen unter der Erde blieben dabei unentdeckt. Der Name "Spargel" stammt vom griechischen Wort "asparagus" ab, was "junger Trieb" bedeutet. Bis ins Mittelalter wurde Spargel in erster Linie als Heilpflanze eingesetzt. Er sollte gegen Hüftleiden und Gelbsucht helfen und wurde sowohl als Verhütungs- als auch Potenzmittel verwendet.

Der grüne Spargel wächst an der Erdoberfläche. Seine Farbe bekommt er vom Sonnenlicht. Die Stangen sind dünner und schmecken kräftiger als die des Bleichspargel. Auch das bewirkt die Sonne. Dadurch ist seine Haut ist sehr viel zarter als die seines unterirdischen Verwandten. Gute Nachricht für Schälmuffel: Grüner Spargel schmeckt auch ohne Schälen - man muss nur die Enden vorsichtig abbrechen: Wo die Bruchstelle ist, beginnt der Spargel holzig zu werden.

Der stolze Preis von Spargel ist durchaus begründet, denn er wird auch heute noch überwiegend von Hand und unter Kreuzschmerzen geerntet. Wenn das Stechen im Frühling beginnt, rücken bundesweit zehntausend Erntehelfer an. Viel Geduld ist dabei nötig, bis der Spargel im dritten Jahr nach der Pflanzung die erste volle Ernte liefert. Wer also frischen heimischen Spargel essen möchte, muss sich diesen Genuss aus gutem Grund etwas wert sein lassen. Allerdings schwankt der Spargelpreis von Jahr zu Jahr und innerhalb jeder Saison nicht unerheblich. Die wichtigste Voraussetzung für den perfekten Spargel ist ein guter Boden. Locker, sandig und mineralstoffhaltig muss er sein. Außerdem brauchen die edlen Stangen viel Sonne und Wärme, um wachsen zu können. Ist der Frühling launisch, hilft eine schwarz-weiße Folie. Sie reguliert die Ernte sowohl bei schlechtem, als auch bei zu gutem Wetter. Liegt die schwarze Seite oben, wirkt die Folie wie ein Gewächshaus und der Spargel sprießt schneller. Besteht ein Spargelüberschuss, sorgt die weiße Seite für ein verlangsamtes Wachstum. Bis zu einem Zentimeter wächst das Gemüse in der Stunde. Daher muss auch zweimal am Tag gestochen werden: einmal morgens, einmal nachmittags. Und danach muss es schnell gehen, denn Spargel trocknet sehr schnell aus. Das Ende der Spargelsaison beschreibt die Bauernregel: "Kirschen rot, Spargel tot". Ihr offizielles Ende ist der 24. Juni, der Johannistag.

Spargel am besten aus der Region kaufen

Das A und O beim Spargel ist die Frische. Deswegen sollte man möglichst Spargel aus der Region kaufen, denn so kommt er am schnellsten auf den Teller. Frischen Spargel erkennt man an den geschlossenen Köpfen und an den glatten, saftigen Schnitt-Enden. Wenn die Enden eingetrocknet oder verschrumpelt sind: Finger weg! Die Handelsklasse "Extra" bezeichnet perfekt gewachsene Stangen mit mindestens 16 mm Durchmesser. Die Köpfe müssen komplett geschlossen sein. Bei der "Klasse I" müssen die Stangen nicht ganz so kerzengerade und dick sein und unter der Bezeichnung "Klasse II" dürfen auch krumme Stangen verkauft werden. Dabei sind die Köpfe teilweise geöffnet.

Damit der Spargel auch zuhause noch knackig bleibt, ist es ratsam, den weißen Spargel in ein feuchtes Küchenhandtuch zu wickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen. So hält sich Spargel gut drei Tage. Grünen Spargel stellt man am besten in eine saubere Blumenvase mit etwas Wasser. Um die eigene Spargelsaison zu verlängern, kann man geschälten Spargel auch einfrieren. Den gefrorenen Spargel später einfach in kochendes Wasser geben und garen. Geschält wird weißer und violetter Spargel vom Kopf aus. Die oft holzigen Enden werden ganz abgeschnitten.

In Spargelkochwasser gehört außer Salz und Zucker noch ein Stück Butter. Zitrone ist kein Muss, sorgt aber dafür, dass der Spargel weiß bleibt. Wer die Stangen mit Küchengarn bündelt, hat es später beim Auftragen leichter. Da die Kochzeit je nach Dicke und Frische stark variiert, macht man am Besten zwischendurch eine kleine Geschmacksprobe.

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